So spielst du erfolgreich Shootout-Turniere

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Shootouts sind ein interessantes Turnierformat, welche eine spezielle Taktik erfordern. Aggressivität ist ein Faktor, doch es gehört mehr dazu, um an den Finaltisch zu kommen.

Bevor wir in die Shootout-Strategie eintauchen, eine kurze Erklärung, was dieses Format so besonders macht. In einem regulären Turnier wird kontinuierlich versucht, dass an allen Tischen ungefähr gleich viele Spieler sitzen. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass die Besetzung an den Tables häufig rotiert.

In einem Shootout Event ist dies nicht der Fall. Alle Spieler, die an einem Tisch sitzen, bleiben zusammen. So wird der Tisch heruntergespielt, bis nur noch ein einzelner Teilnehmer übrig bleibt. Alle Gewinner ihres Tisches kommen in die nächste Runde.

Shootout-Turniere gibt es mit den unterschiedlichsten Tischgrößen, von Heads-Up bis Full Ring. Je nach Teilnehmerfeld und Format, gibt es ein, zwei oder mehr Runden, bis der Final Table erreicht ist.

Üblicherweise ist nach der ersten Runde das Preisgeld erreicht und alle Spieler, die in der zweiten Runde ausscheiden, erhalten das gleiche Preisgeld. Erst am Final Table steigen die Preisgelder an.

Nehmen wir als Beispiel ein NLHE 8-Max Shootout mit 512 Teilnehmern. Zu Beginn wird an 64 Tischen gespielt. Die 64 Gewinner spielen an acht Tischen um den Einzug in das Finale. Die Spieler auf den Plätzen 64 bis 9 erhalten alle den Min Cash, am Finaltisch gibt es dann mit jedem Rang ein höheres Preisgeld.

In short-handed Shootouts kann es mehr Runden geben, bis die bezahlten Plätze erreicht sind. Es gibt auch Turniere mit unterschiedlichen Tischgrößen. Beispielsweise in der ersten Runder 4-Max, danach 6-Max und dann Full Ring. In diesem Artikel geht es um Tische mit acht bis zehn Spielern.

Unter dem Strich spielt sich ein Shootout wie eine Reihe von Sit-and-Gos. Allerdings gibt es einen sehr wichtigen Unterschied. In einem 9-Spieler SnG erhalten drei Spieler ein Preisgeld, in einem Shootout kommt nur ein einzelner Spieler eine Runde weiter.

Allgemein wird daher empfohlen sehr aggressiv zu spielen und auch kleine Edges auszuspielen. Allerdings kommt es sehr auf die Struktur an. Zu Beginn eines Shootouts sind die Stacks groß und die Blinds klein. Hier lohnt es sich seinen Fokus auf die Gegner zu richten. Wer eröffnet oder bezahlt mit welchen Ranges? Wer ist aggressiv, wer passiv? Natürlich bedeutet dies nicht, nur auf Asse zu warten.

Spiele gut Hände und versuche Chips zu sammeln, doch in der frühen Phase kannst du den Tisch nicht gewinnen. Dies ändert sich, wenn die Blinds anziehen und die ersten Plätze geräumt sind.

Mit nur noch fünf oder sechs Spielern am Tisch musst du aggressiv werden und auch kleine Edges ausspielen. Solltest du davor sehr zurückhaltend gespielt haben, hast du nun den Vorteil, dass die Gegner dich für tight halten. Viele Spieler, die mit diesem Format nicht vertraut sind, spielen zu vorsichtig.

Wer sich auf Shootout-Turniere fokussieren will, der sollte daher 6-Max und Heads-Up Sit-and-Gos spielen, um ein Gefühl für die Hand Ranges zu bekommen. Insbesondere das Heads-Up Spiel ist entscheidend, um langfristig Erfolg in Shootouts zu haben.

Das Schöne an diesem Spezialtraining ist, dass dein reguläres MTT-Spiel sich ebenfalls verbessern wird. Turnierspieler bekommen nur selten die Gelegenheit, short-handed oder Heads-Uo Situationen zu üben. Dennoch sind genau diese Spots extrem wichtig.

Insbesondere das Heads-Up ist entscheidend. Zwar dauert es, bis du in einem Turnier bis in das Heads-Up kommst, doch genau in dieser Situation gibt es den größten Anstieg in den Preisgeldern.

Wenn du Fragen hast, kannst du diese in den Kommentaren posten oder aber auf unserem Discord-Kanal stellen.

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