Immaterielle Werte für den langfristigen Pokererfolg

PokerStarsSchool | vor 3 Wochen in Poker Mindset

Wer langfristig erfolgreich Poker spielen möchte, der muss sich mit den Grundlagen auseinandersetzen, und nach und nach die fortgeschrittenen Strategien erlernen. Selbst die besten Pokerprofis arbeiten stetig an ihrem Spiel und optimieren ihre Taktik.

Einige Verfahren und Ideen werden dagegen oft vernachlässigt. Ein Grund hierfür ist, dass sie keine Prozeduren sind, die exklusiv für Poker anzuwenden sind, sondern in vielen Lebenslagen nützlich sind.

Zeitmanagement

Vor allem neue Spieler wollen nichts anderes, als ihr erlerntes Wissen testen und so schnell sowie sooft wie möglich gewinnen. Doch wie bereits angeschnitten, verwenden auch die erfolgreichsten Spieler einen Teil ihrer Zeit für das Studium des Spiels.

Hierfür ist Zeitplanung extrem wichtig. Wann und wie lange wird gespielt, wann werden Hände analysiert und neue Theorien gelernt. Der Austausch mit anderen Spielern ist immens wichtig, doch aus dies kostet Zeit.

Fokus bewahren

Online Poker ist ideal, um schnell eine Cash Game-Partie oder ein Turnier zu finden. Rund um die Uhr gibt es ein großes Angebot und Gegner, die auf eine Herausforderung warten.

Was es jedoch auch 24/7 gibt, sind Störfaktoren. Insbesondere wenn man am Rechner sitzt, sind mit wenigen Klicks soziale Medien geöffnet oder ein Video aufgerufen. Gleiches gilt am Live-Pokertisch, wenn das Smart Phone in die Hand genommen wird.

So schön der Luxus dieser elektronischen Errungenschaften auch ist, so negativ wirkt sich dies auf das eigene Spiel aus. Wer den kurzlebigen Stimulanzen entsagt, kann sich auf das fokussieren, was wichtig ist, Poker.

Ego

Einen hohen Selbstwert wird mit Selbstsicherheit verbunden. Auch wenn jeder seinen Fähigkeiten vertrauen sollte, so kann das eigene Ego schnell zum Gegenspieler werden. Vor allem, wenn es schlecht läuft.

Es ist keine Schwäche, eine Partie zu beenden, wenn die Gegner einfach besser sind, oder Tilt und andere Faktoren das eigene Spiel herunterziehen. Bei einem Downing ist es nicht peinlich, ein Limit herabzusteigen. Im Gegenteil. Bankroll Managment und Spielselektion sind extrem wichtige Faktoren. Hybris und Stolz sollten hier niemals im Wege stehen.

Unvoreingenommenheit

Auch wenn es gut läuft, sollte das Spiel hinterfragt werden. Der Dunning-Kruger-Effekt beschreibt, dass Unwissenheit oft zu mehr Selbstvertrauen führt, als Kompetenz. Da aufgrund des Glückfaktors jeder in Poker Erfolg haben kann – zumindest kurzfristig – ist hier die Gefahr groß, dass das eigene Können überschätzt wird.

Wer bei der Analyse des eigenen Spiels unvoreingenommen und ehrlich ist, kann jedoch schnell sehen, ob die Entscheidungen gute waren. Unabhängig vom Ausgang. Ähnlich muss auch das Spiel der Gegner untersucht werden.

War der vermeintlich dumme Call eines Gegners, der zu einem Bad Beat und dem vorzeitigen Aus führte wirklich schlecht, oder gerechtfertigt, weil die Pot Odds und die Hand Ranges passten?

Ziele setzen

Sich stetig fordern und neue Ziele setzen ist eine Stärke, die viele erfolgreiche Menschen teilen. Egal ob im Geschäftsleben, im Sport oder eben in Poker. Hierbei geht es darum, die erreichbare Grenze zwischen dem Unrealistischem und dem nicht Erstrebenswerten zu finden.

Nehmen wir an, du willst mit dem Laufen anfangen. Innerhalb eines Monats ist es unrealistisch einen Marathon zu laufen. Dagegen ist es auch kein wirkliches Ziel, sich vorzunehmen, innerhalb von vier Wochen für passende Laufschuhe entschieden zu haben.

Viele Pokerspieler setzen sich monetäre Beträge als Monats- oder Jahresziele vor. Dies kann problematisch sein, denn durch Dinge wie Varianz oder wechselnde Teilnehmerfelder, entspricht die eigene Winrate nicht dem Erwartungswert.

Im Englischen gibt es die SMART Goals, also clevere Ziele. SMART ist dabei ein Akronym für spezifisch, messbar, ausführbar, realistisch und Termin-bezogen. Clevere Ziele sind beispielsweise das Durcharbeiten bestimmter Pokerkurse innerhalb eines Zeitraums.

Balance

Der Geist benötigt Ruhephasen und der Körper muss bewegt werden. Dazu gibt es ein Sozialleben außerhalb der Poker-Community. Jeder muss körperliche, geistige und seelische Gesundheit ernst nehmen.

Plane Auszeiten und Poker-freie Tage. Bewege dich, ruhe dich aus und gewinne etwas Abstand. Dies ist nicht nur angenehm, sondern liefert die Stärke, die nötig ist, um erfolgreich zu spielen.

Disziplin

Über den Fokus haben wir sprachen wir bereits, doch abschließend wollen wir dies noch ein wenig ausführen. Um langfristig erfolgreich Poker zu spielen, benötigt es viel Disziplin.

Und es braucht leider Selbstkontrolle, denn oftmals ist es nicht sonderlich spannend und ein schnelles Spiel oder ein paar Turniere würden mehr Spaß bringen. Zumindest kurzfristig. Denn wer regelmäßig an seinem Spiel arbeitet, die Hände analysiert und Pausen einlegt, der hat einen immensen Vorteil.

Wenn du Fragen hast, kannst du diese in den Kommentaren posten oder aber auf unserem Discord-Kanal stellen.

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