C-Bet oder nicht C-Bet, das ist hier die Frage

PokerStarsSchool | vor 1 Woche in Poker Theorie und Konzepte

Da es immer wieder Fragen bezüglich Continuation-Betting im Allgemeinen und C-Betting auf dem Flop gibt, wollen wir einmal mehr auf dieses Konzept eingehen.

Der Artikel entstand durch eine Hand-Diskussion auf unserem Discord-Kanal. Solltest du noch kein Mitglied sein, dann melde dich gleich jetzt kostenlos an und werde Teil unserer Community.

C-Betting oder Checken?

Die oben erwähnte Hand wurde in einem Turnier gespielt. Es ist die frühe Phase, der Held sitzt mit sechs Gegnern am Tisch und hält einen effektiven Stack von 75 Big Blind. Mit Q♠10♠ eröffnet unser Spieler Under the Gun (UTG) und der Spieler am Lowjack bezahlt. Beide sehen sich den Flop 3♠K♦J♣ an.

Der User stellte nun die Frage, ob er mit seinem Semi-Bluff C-Betten oder lieber Checken sollte, um einen Raise zu vermeiden. Die Frage lässt sich recht einfach beantworten.

Die Hand ist ein guter Kandidat für unsere C-Bet Bluff Range, denn:

  • Unser Showdon Value mit Q-High ist sehr schlecht
  • Wir haben eine gute Equity, wenn wir bezahlt werden. 8 direkte Outs und dazu einen Back Door Flush
  • Wir haben einen Range-Vorteil. Starke Hände wie Asse, Könige, Jacks oder Ace-King, hätte der Gegner in den meisten Fällen vor dem Flop erhöht. Gleichzeitig liegen genau diese Hände in unserer Range, um den Pot zu eröffnen
  • Wir blockieren zudem einige Hände, mit denen unser Gegner eine C-Bet bezahlen würde und schwer aus dem Pot zu bekommen ist. Mit QT blockieren wir teilweise KQ, KT, QJ sowie JT


Weiterführende Gedanken

Wir sollten uns nicht davor fürchten, geraist zu werden. Dies passiert nur selten, insbesondere durch unseren Range-Vorteil und der starken Hand, die wir repräsentieren. Wir halten oft die Nuts, unser Gegner nur selten.

In der Hand-Diskussion gab es einen User-Beitrag, der sich um Reads auf den Gegner bezog. Hier gibt es jedoch ein Problem. Zwar sind ‘perfekte Reads’ Ideal, um zu entscheiden, wie die Hand zu spielen ist. Doch nur selten bekommt man diese Information.

In großen Turnieren, insbesondere auf den Micro und Low Stakes, bekommen wir immer neue Spieler zu sehen. Es gibt nur eine sehr begrenzte Zeit, um die Gegner kennenzulernen und Reads zu sammeln. Dementsprechend verfügen wir oft über begrenztes Wissen, wie ein Gegner reagieren wird.

Des Weiteren ist ein Check-Call in diesem Spot suboptimal. Wir möchten eine C-Betting Range konstruieren, die sowohl Value Bets, als auch Bluffs enthält. Wie oben bereits beschrieben, ist QT an dieser Stelle ein Semi-Bluff, der sich gut eignet. Schwächere Draws mit besserem Showdown Value wie AQ oder AT sind dagegen Kandidaten, die wir in unsere Checking Range packen sollten.

FazitDa es immer wieder Fragen bezüglich Continuation-Betting im Allgemeinen und C-Betting auf dem Flop gibt, wollen wir einmal mehr auf dieses Konzept eingehen.

Der Artikel entstand durch eine Hand-Diskussion auf unserem Discord-Kanal. Solltest du noch kein Mitglied sein, dann melde dich gleich jetzt kostenlos an und werde Teil unserer Community.

C-Betting oder Checken?

Die oben erwähnte Hand wurde in einem Turnier gespielt. Es ist die frühe Phase, der Held sitzt mit sechs Gegnern am Tisch und hält einen effektiven Stack von 75 Big Blind. Mit Q♠10♠ eröffnet unser Spieler Under the Gun (UTG) und der Spieler am Lowjack bezahlt. Beide sehen sich den Flop 3♠K♦J♣ an.

Der User stellte nun die Frage, ob er mit seinem Semi-Bluff C-Betten oder lieber Checken sollte, um einen Raise zu vermeiden. Die Frage lässt sich recht einfach beantworten.

Die Hand ist ein guter Kandidat für unsere C-Bet Bluff Range, denn:

  • Unser Showdon Value mit Q-High ist sehr schlecht
  • Wir haben eine gute Equity, wenn wir bezahlt werden. 8 direkte Outs und dazu einen Back Door Flush
  • Wir haben einen Range-Vorteil. Starke Hände wie Asse, Könige, Jacks oder Ace-King, hätte der Gegner in den meisten Fällen vor dem Flop erhöht. Gleichzeitig liegen genau diese Hände in unserer Range, um den Pot zu eröffnen
  • Wir blockieren zudem einige Hände, mit denen unser Gegner eine C-Bet bezahlen würde und schwer aus dem Pot zu bekommen ist. Mit QT blockieren wir teilweise KQ, KT, QJ sowie JT


Weiterführende Gedanken

Wir sollten uns nicht davor fürchten, geraist zu werden. Dies passiert nur selten, insbesondere durch unseren Range-Vorteil und der starken Hand, die wir repräsentieren. Wir halten oft die Nuts, unser Gegner nur selten.

In der Hand-Diskussion gab es einen User-Beitrag, der sich um Reads auf den Gegner bezog. Hier gibt es jedoch ein Problem. Zwar sind ‘perfekte Reads’ Ideal, um zu entscheiden, wie die Hand zu spielen ist. Doch nur selten bekommt man diese Information.

In großen Turnieren, insbesondere auf den Micro und Low Stakes, bekommen wir immer neue Spieler zu sehen. Es gibt nur eine sehr begrenzte Zeit, um die Gegner kennenzulernen und Reads zu sammeln. Dementsprechend verfügen wir oft über begrenztes Wissen, wie ein Gegner reagieren wird.

Des Weiteren ist ein Check-Call in diesem Spot suboptimal. Wir möchten eine C-Betting Range konstruieren, die sowohl Value Bets, als auch Bluffs enthält. Wie oben bereits beschrieben, ist QT an dieser Stelle ein Semi-Bluff, der sich gut eignet. Schwächere Draws mit besserem Showdown Value wie AQ oder AT sind dagegen Kandidaten, die wir in unsere Checking Range packen sollten.

Fazit

Wenn wir entscheiden, ob wir eine C-Bet spielen, geht es immer darum, wie unsere Range mit der gegnerischen Range und dem Board zusammenspielt.

  • Wenn wir eine Value Bet spielen möchten, welche schlechteren Hände bezahlen uns?
  • Wenn wir einen Bluff spielen wollen, wie hoch die Fold Equity?
  • Haben wir Showdown Value oder nicht?

Alle diese Faktoren sind entscheidend, wie wir unsere Hand spielen und beantworten die Frage „C-Bet oder nicht C-Bet?“

Wenn wir entscheiden, ob wir eine C-Bet spielen, geht es immer darum, wie unsere Range mit der gegnerischen Range und dem Board zusammenspielt.

  • Wenn wir eine Value Bet spielen möchten, welche schlechteren Hände bezahlen uns?
  • Wenn wir einen Bluff spielen wollen, wie hoch die Fold Equity?
  • Haben wir Showdown Value oder nicht?

Alle diese Faktoren sind entscheidend, wie wir unsere Hand spielen und beantworten die Frage „C-Bet oder nicht C-Bet?“

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