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SNG Strategie

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  • SNG Strategie

    Ich wollte euch mal nach einer Strategie für SNGs fragen. Spiele meistens SNGs mit 9 Spieler und 5,50$ buy-in. Läuft eigentlich ganz okay...realtiv häufig ITM.
    Nun würde mich interessieren wie ihr an diese turniere ran geht um so oft wie möglich ITM zukommen???

  • #2
    Etwas allgemein formuliert die Frage. Werde also erstmal nur die allgemeine Strategie andeuten, wenn du noch spezifischere Fragen hast kanst du dich dann ja nochmal melden.
    Anfangsphase: recht tight spielen, wenn am Tisch wenig geraist wird mit kleinen und mittleren Pocketpairs limpen und dem ein oder anderen suited connector und auf ein double up hoffen.
    Endphase: Sobald du nur noch ca 10 BB oder weniger hast jede Hand entweder folden oder pushen. Hierbei gilt: Gegen größere Stacks als du vorsichtig agieren, gegen kleine Stacks als du schön aggressiv spielen. Gerade gegen Spieler mit einem deutlich größerem Stack als du musst du sehr vorsichtig agieren, weil es denen nicht groß wehtut dein All in zu callen und zu verlieren - sei werden es natürlich trotzdem nicht mit Trash tun, werden aber geneigt sein, schon kleine Equityvorteile auszunutzen.
    Beim Pushen unbedingt deine Position beachten, je mehr Spieler hinter dir desto mehr Leute die noch eine gute Hand halten können und desto besser muss deine Hand auch sein. Analog solltest du von deine Gegnern auch davon ausgehen, dass sie bei ihren Pushs auch auf die Position schauen, also ist A8 gegen einen Push aus dem SB wenn du es dir leisten kannst ein klarer Call, gegen einen Push aus MP2 aber ein klarer Fold, wen du nicht gerade super Odds bekommst.
    Naja, das war denke ich mal so das Gröbste. Für mehr Details zur Schlussphase such am besten mal bei 2+2 oder so nach "ICM"(independent chip model), das ist ein Modell, was die Hintergründe ausleuchtet. Im Grunde genommen läuft aber das meiste auf die oben genannten Punkte hinaus: Leg dich nicht mit Stacks an, die dich aus dem Turnier befördern können und mach maximalen Druck gegen Stacks, die Angst vor dir haben müssen.

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    • #3
      joa kann mich im groben meinem Vorredner anschließen.

      Die 10BB Regel soltest du aber nicht nur in der Endphase anwenden sonder gegebenfalls auch früher.

      Mann muss auch nicht unbedingt mit 10BB sofort pushen, es gibt genug Situationen in denen du auch mit 12BB sofort puschst oder erst mit 8BB da du vorher nur Crap bekommen hast.

      Nich zögern bei spezifischen Fragen.


      Horrido

      Michael
      Put the pressure on the Shortstack...

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      • #4
        Ultra hyper tight Early und Loose Aggressive an der Bubble.

        Es ist enorm wichtig überhaupt erstmal bis zur Bubble zu kommen um dann an der Bubble(sprich noch 4 Player left) seine Edge in ICM gegenüber der anderen Mitspieler ausnutzen zu können.
        Du kannst noch so gut in der Early Phase sein,wenn du das ICM in den späteren BlindPhasen nicht verinnerlicht hast wirst du Longterm gesehen niemals eine so gute Winrate haben wie du sie haben könntest wenn du ICM verinnerlichst hättest.

        ICM ist daß A und O jedes Expert SNG Players.

        Die Besten SNG Spieler sind auch immer diejenigen die das ICM am besten verinnerlicht haben.

        Zeige mir jemanden der daß ICM verinnerlicht hat und ich sehe jemanden der ein WinningPlayer ist.

        ICM ist der Schlüssel zum Erfolg und deshalb gilt es dieses zu perfektionieren.

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        • #5
          dem ist ja jetzt eigentlich nur noch hinzuzufügen, dass du das ICM verinnerlichen musst! :P

          um auch noch etwas content zu posten:
          im prinzip besteht ein sng wie schon beschrieben aus zwei phasen, am anfang spielst du nur absolute monsterhände (QQ+,AQs+) und versuchst dir mit pocketpairs und suited connectors günstig den flop angucken. PPs kannst du gewöhnlich gegen kleine raises auf set value callen.

          wenn die blinds verhälnismäßig zu deinem stack groß werden, spielst du push (all in) or fold. entscheidende kriterien für ein push sind die stärke deiner hand, deine position (je näher am bb desto stärker werden deine hände), größe deines stacks und die der gegner.
          der hauptgrund für das pushen ist dir große foldequity die du erzeugst. diese nimmt zu, wenn die gegner einen großteil, bzw alles ihres stacks zu verlieren drohen und nimmt ab, wenn die gegner beim callen nicht dass risiko eingehen aus dem turnier zu fliegen oder wenn sie das riskio eines calls eingehen MÜSSEN weil sie nur 1-3 BBs besitzen.
          achja, und bei einem push solltest du natürlich der erste spieler sein der in der hand ist, wenn vor dir gelimpt oder geraist wurde musst du schon ein gutes argument haben, warum jene auf deinen push hin folden sollten. (ausgenommen du möchtest gecalled werden)

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          • #6
            Vielen Dank schonmal für eure Tipps. Dieses ICM hört sich ja ganz interessant..hab auch schon nach gegooglet und mir das alles mal vor Augen geführt.
            Was nur meine Frage ist. Macht das die SNGS nicht vollkommen zum glückspiel? Weil es kann ja immer vorkommen das jemand A A hat und dann fliegt man vllt. als letzter vor dem geld raus. Meine Strategie ist einfach immer solang wie möglich überleben zu wollen

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            • #7
              es ist wie bei allem im poker. kurzfristig ist es fast ausschließlich glücksspiel aber lngfristig machen sich gute entscheidungen bezahlt. bei sngs wirst du sogar relativ schnell profit aus gutem spiel schlagen, da jede spielweise die auch nur annähernd einem guten icm spiel entspricht, sofort eine riesen edge bei niedrigen sngs ergibt.

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              • #8
                Wobei es auch wahr ist, dass die Varianz bei SnGs sehr groß ist. Also unbedingt auf Bankrollmanagement achten. 50 Buy ins für das aktuelle Limit zu haben sind so der Richtwert, an den man sich gerade als Anfänger in SnGs mindestens halten sollte.

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                • #9
                  Den Anfängern würde ich sogar 75-100 Buy-Ins empfehlen.

                  1. Ist man als Anfänger noch in einer sehr starken Lernphase die Fehler unvermmeidlich macht.

                  2. Es macht sich sehr schlecht für die Psyche gleich am Anfang ein 30 Buy-In Down zu bekommen und das Limit abteigen zu müssen.

                  Horrido

                  Michael
                  Put the pressure on the Shortstack...

                  Comment


                  • #10
                    Also bei SNGs gibt es diverse Ansätze wie man spielen sollte. Ich bin am Anfang ziemlich tight, vorallem OOP würd ich wohl nur AA,KK raisen. Raisesize immer so bei 5BB ab 25/50 Blinds dann 4-3BB danach nur noch 3BB. In Position bin ich aber vorallem bei Turbo SNGs oft in der Hand mit suited connectors, PPs, Facecards, usw. Vorallem auf loosen Tables sind solche Hände oft richtige Monster.

                    Wird mein Stack so 12-15BB klein wechsel ich meistens in sehr tightes Spiel um mein Image zu verbessern. Bekomme ich dann eine entsprechend spielbare Hand pushe ich meistens schon direkt, da man vorallem im Play gegen BigStacks keine Reraises mehr callen könnte und einem für alles andere eh Odds fehlen.

                    Spätestens ab 10BB wechsel ich dann aber definitiv in den Push or Fold Modus. Dabei sollte man beachten, dass man möglichst sichere Spots wählt. D.h. hauptsächlich first-in in Position weake Blinds angreifen.

                    Beachten sollte man, dass vorallem die Callingrange kleiner sein sollte als die Pushingrange.

                    Eine wichtige Frage ist: Wann pushe ich, wann calle ich?

                    Gerade für diesen Bereich gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit, das ICM(Independent Chip Modell), welches das Verhältnis zwischen den Chips im Verhältnis zum Preisgeld widerspiegelt. Es ermittelt z.b. wann es sich lohnt ein Push zu machen, um "mehr" Preisgeld zu erhalten, da man mehr Chips inne hat, oder wann es günstiger wäre zu folden. Diese Kalkulationen sind schwer zu beschreiben und sehr umfangreich, im Kopf lässt sich sowas eh nicht durchrechnen, aber dafür gibt es programme. Grundsätzlich sollte man vorallem zu Anfang sehr viele Hände von ICM Rechnern durchkalkulieren lassen, wann es sich lohnt und wann nicht, um ein Gefühl zu entwickeln.

                    Dieses Gefühl ermöglicht einem dann auf lange Sicht(oftmals sehr lange Sicht) entsprechend oft ITM zu kommen. Wichtig werden dann vorallem Headsup-Skillz.

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                    • #11
                      Zitat von Gelöschter Benutzer Beitrag anzeigen
                      Wichtig werden dann vorallem Headsup-Skillz.
                      Und da köne wir gleich nochmal ansetzen und das SAGE-System ins Spiel bringen. Einfach auch mal danach bei 2+2 oder so suchen. Das gibt bei im Verhältnis zu den Blinds kleine Stacks an, welche Hände man all in pushen sollte, falls der Gegner sich perfekt auf dich einstellt.
                      Da die meisten Gegner aber zu tight callen, kann man gegen viele aber ruhig noch aggressiver spielen.

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                      • #12
                        Mit dem SAGE-System hab ich persöhnlich meistens schlechte Erfahrungen auf den Micro-Limits gemacht, erst ab 11$ konnte man das halbwegs spielen! Die unteren Gegner denken meistens, wenn man pusht, dass man das mit Rags macht und callen dich als BB mit krassen Ranges, weil sie sich nicht bluffen lassen wollen...

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                        • #13
                          Dann bist du mit SAGE aber immernoch im Vorteil - zugegebenermaßen kann es dann aber sein, dass du den Gegner einen noch größeren Fehler machen lässt, wenn du etwas tighter pushst.
                          Meine Erfahrung geht erst ab den 11$-SnGs los (auf Party, bzw ab den 16ern auf Stars), und da wurde eher zu tight als zu loose gecallt im Heads Up.

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                          • #14
                            Manchmal hilft die beste Strategie nichts wenn du einen Bad Beat nach dem anderen bekommst, wie gerade bei mir passiert.
                            Im BB JJ verloren gegen A2
                            Im SB JJ verloren gegen A8
                            Am Button AKs gegen j8 verloren.

                            Vom Chipleader mit fast 5000 chips zum Small Stack in drei Händen.

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                            • #15
                              Das würde ich aber nicht unbedingt Bad Beats nennen. Bist in allen drei Händen etwa 70:30 vorne. Würde das eher als Varianz und nicht als Bad Beat bezeichnen. Das passiert den meisten Spielern glaub ich täglich (Wenn auch vielleicht nicht gerade in 3 aufeinanderfolgenden Händen). Ärgerlich ist das natürlich trotzdem.

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