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[MTT] JJ am BB $11 6-Max Hyper - Poker Hand der Woche (Tickets zu gewinnen)

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  • [MTT] JJ am BB $11 6-Max Hyper - Poker Hand der Woche (Tickets zu gewinnen)


    Die Poker Hand der Woche mit und von xflixx - wie hättet ihr gespielt?

    Postet eure antworten hier bis Montag (6. März, 23:59 Uhr). Alle Antworten bekommen ein School Pass Ticket, die beste(n) Antwort(en) bekommt ein Freeroll-Ticket für das $5.000 Big Bang.

    Wenn der Thread mehr als 40 Einträge hat, dann gibt es 2 Big Bang Tickets zu gewinnen, bei 80 Einträgen oder mehr 3 Tickets!

    - Kopierte Postings, Einzeiler im Stil von "fold preflop" oder "würde wie Poster XY spielen" zählen nicht, ebenso kopierte Postings
    - Felix sucht den Gewinner aus und gibt sie zeitnah* im Thread bekannt
    - Alle Tickets werden in den ersten beiden Wochen des Folgemonats gebucht**!

    Klicken, um Text anzuzeigen
    * idealerweise Dienstags, spätestens jedoch vor dem nächsten Big Bang-Turnier

    **Details zu den Tickets:

    - Die School Pass und die Big Bang-Tickets werden NICHT zur gleichen Zeit gebucht
    - Wenn die Tickets gebucht sind, könnt ihr sie unter Tools > My Games & Tickets > Tournament Tickets einsehen
    - Big Bang Ticket-Gewinner werden zusätzlich per eMail informiert
    - Wer durch verschiedene Aktionen, mehr als ein Big Bang-Ticket erhält, bekommt nur ein Ticket ausgestellt. Das zweite wird für den nächsten Monat 'vorgemerkt'. SPTs werden hingegen auch mehrfach ausgestellt
    Last edited by NerdSuperfly; 27-02-2017, 13:27.

  • #2
    Ich würde die Hand folden, weil ich davon ausgehe, dass einer der anderen Spieler ein höheres Pärchen hat, oder Ass/König/Dame und im Flop, Turn oder River durchaus ein Ass/König/Dame kommen kann.

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    • #3
      Ich würde foleden denn ich gehedavon aus dass jemand ein höheres Pärchen hat oder dass im Flop ein Ass, König oder Dame kommen kann

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      • #4
        Hi,
        Im Pot sind mit den Blinds 10137. Wir halten selbst 3290 Chips. Zuerst müssen wir die Equity berechnen:
        3290/10137 * 100 = 32,46%
        Nun sollten wir uns Gedanken zu den Handranges der Gegner machen. In Hyper Turo Turnieren wird ja recht loose gepusht. Gerade kleinere Pocket Pairs werden oft gepusht, da man auf vielen Flops einfach nicht weiter weis und da ist der Push einfach die einfachste Variante ist ;-)
        Nachfolgend die ganz realistischen Handrange wie ich finde:
        MP2 20.32% 19.46% 0.86% 22+, A6s+, KTs+, A9o+
        MP3 21.46% 20.56% 0.90% 22+, A9s+, KQs, ATo+
        SB 23.94% 22.97% 0.96% 44+, AJs+, AJo+
        BB 34.28% 33.69% 0.59% JhJs

        Die Ranges sind eher tight gewählt. Die Gegener können durchaus noch suited Connectors wie T9s, JQs etc. halten. Beziehen wir diese noch in die Berechnung ein, wird ein Call immer klarer.
        Wir haben zwar noch über 20BB, aber im nächsten Blindlevel sieht es dann schon wieder ganz anders aus. Oft sieht man hier wie geschrieben noch genügend schlechtere Kombos bei den Gegnern.

        Alles in Allem sehe ich mich hier nicht mehr folden und schieb die Chips in die Mitte. Wir haben laut Berechnung 34,28% und das reicht locker. Es fällt alles mit der Handrange die man den Gegner gibt. So eine Hand muss einfach in einem solch schnellen Turnier halten. Selbst wenn wir hier geschlagen werden, hatten wir anfangs mehr Chips als die MP2 und MP3, sodass wir hier unter Umständen noch Chips zurückbekommen.

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        • #5
          Hand der Woche #118
          Starthand
          JJ
          Drei Spieler gehen ALL-IN, ist natürlich nicht gerade ideal. Auf der einen Seite winkt ein schöner großer Pot und auf der anderen Seite ein großer Verlust oder sogar das Ausscheiden, wenn der eine Spieler gewinnt, wo mehr Chips hat als man selber!
          Ist natürlich nicht einfach zu entscheiden, was ich bei sowas gerne mache ist, ich schaue welche Karten in der Hand davor gekommen sind. Beispielsweise in der Hand davor lagen auf dem Tisch z. B. AAKKQ auf dem Tisch Dann würde ich wohl bei dieser Hand jetzt ALL-IN gehen, da ich dann denke das Asse, Könige und Damen in dieser Hand jetzt nicht unbedingt kommen würden.
          Wenn in der Hand davor keine Asse, Könige und Damen gekommen sind, dann würde ich eher folden, da dann doch die Chance steigt das jetzt ein Ass, König oder Dame kommt und einer der drei Spieler bestimmt irgendwelche hohe Karten hat wie AK, AQ, AJ, KQ, KQ, KJ, QJ.
          Von daher hängt meine Entscheidung von der vorherigen Hand ab ob ich folden oder ALL-IN gehen würde!

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          • #6
            Double Jacks sind einfach zu weak, wären die anfangs nicht all in gegangen hättest sie behalten sollen. Für ein Drilling hättest du 2 outs von 40 Karten entspricht einer 5% Chance. Einer der drei anderen wird sicher A/K/Q haben zudem hätten die eine ca 8% Chance.
            Aber meiner Meinung nach utg pusht mit schwächerem pair 9/9 die anderen haben wahrscheinlich ein As Kicker
            Aber apropos Wahrscheinlichkeiten, die treffen bei einem Kartenspiel sowieso nie ein von daher würde ich trotzdem mitgehen

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            • #7
              Player4 Push UTG kann alles sein. Insofern gebe ich ihm eine Range von Axo – KQs bis hin zu kleinen Suited Connectors.

              Player5 denkt sich das auch und hält selber ein kleines Pocket bis ATx aufwärts. Wenn er callt werden sich die anderen schon ruhig verhalten.

              Player 2 schätze ich mit am stärksten ein. Sehe ihn von einem kleinen Pocket bis AKs. Eventuell sogar noch stärker. Für diesen Fall aber bleibe ich bei AKs. Wäre er komplett stark, würde er vielleicht „nur“ callen um uns noch mit in die Hand zu ziehen. So versucht er uns aber auch die letzten rechnerischen Calls zu verderben.

              Je nachdem, gegen wen wir bei einem Call am Ende die bessere Hand halten, halten wir unsere jetzige Stacksize oder haben sogar noch knapp mehr. Lediglich gegen Player 2 scheiden wir aus.

              Wenn wir folden, sind im Optimalfall nur noch 4 Spieler im Turnier. Im schlechtesten Fall hat Spieler 2 nur noch knapp 2.000 an Chips und wird mir mächtig Feuer unterm Hintern machen. Da noch mal auf eine gute Hand zu warten, sehe ich als nicht sinnvoll an.

              Entscheidung:

              Im Normalfall gebe ich mir gegen Axo, kleines Paar und AKs noch um die 40%. Bei dieser Struktur und der späten Phase, ein klarer Call. Eine bessere Chance meinen Stack mit JJ auf 12.247 zu erhöhen und damit als absoluter Chipleader in die Endphase zu gehen, bekomme ich nicht mehr. Die Chance auf den Turniersieg würde extrem steigen, was ein Argument mehr für einen Call ist.
              Last edited by fadmin; 28-02-2017, 11:18.

              Comment


              • #8
                Bei den 3 All-Ins vorher, sollten wir davon ausgehen, dass min. einer der anderen Player ein QQ oder KK oder AA hat und uns damit immer überlegen sein wird, es sei denn wir erwischen einen dritten Buben und es kommt keine weitere Dame, König oder Ass in den Community Cards.

                Die Wahrscheinlichkeit, dass wir einen Buben erwischen und kein Q oder K oder A kommt beträgt nach 46/50*45/49*44/48*43/47*2/46*5 15,4%. Rechen wir dazu noch die - wenn auch überaus überschaubare Wahrscheinlichkeit - dass wir ein Vierling bekommen und der andere nur ein Drilling oder weniger von 0,38% und ignorieren wir den Fall, dass ein Flush/Straight (zumal gerade beim Flush die Wahrscheinlichkeiten vier von einer der beiden Farben des Pocketpairs der Gegner und mir selber zu erwischen gleich hoch sein sollten, ich aber mit dem Buben von jedem A, K oder Q Flush übertrumpft werde und irgendein Gegner hat schon fast zu 100% ein Q oder K oder A in Pik oder Karo, was mich übertreffen sollte) entsteht, so haben wir eine Wahrscheinlichkeit von rund 15,8% zu gewinnen.

                Berechnen wir nun also den Erwartungswert: Gewinn=0.158*11834$-0.84*3290$=-893$. (11834$ ist der max. zu gewinnende Betrag in dieser AllIn-Situation) Demnach würden wir einen Verlust von 900$ erwarten. Nehmen wir jedoch noch als allerletztes Szenario an, dass einer der beiden Spieler mit dem geringeren AllIn gewinnt und ich mir nun mit Player 2 den Splitpot aufteilen würde und Player 2 ein Mitläufer ist, von dem ich im besten Fall annehme, dass er random Karten hat, sodass ich mit meinem Bubenpaar eine 77%ige Siegwahrscheinlichkeit habe. Demnach wäre mein Erwartungswert hier insgesamt: Gewinn=-893$+0.77*1482-0.23*621$=105.31$.

                Man könnte hier auch anders fragen und zwar, wie groß muss meine Siegwahrscheinlichkeit gegen Player 2 sein muss, damit ich gerade einen Erwartungswert von 0 genieße: -893$+x*1482-(1-x)*621$=0$. Als Lösung kommt hier 71%, sodass der andere gerade sowas haben darf wie A10 oder Q2s oder so, damit es gerade noch so glimpflich ausgeht. Jedoch wird niemand mit A10 oder so AllIn gehen, wenn davor schon zwei All-In gegangen sind, zudem hat er ja nicht gecallt, sondern geraist, um mich damit auch noch zu einem AllIn zu bewegen, damit muss Player 2 ebenfalls spitze Karten haben und ich sollte auf jeden Fall folden!

                Entscheidung: fold!!!

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                • #9
                  Woche 118, JJ am BB

                  Hallo Xflixx,

                  auch ich möchte gern meine Analyse vorstellen:

                  Turnier:
                  Hyper-Turbo-Turniere sind die schnellsten Turniere. Schnell bezieht sich dabei auf die Blind-Struktur, d.h. die Blinds steigen sehr schnell an. Damit entfällt langes Warten auf die Monster-(Start-) Hand. Sonst ist die Gefahr zu groß, entweder im Push-or-Fold-Modus selbst schlechteste Hände All-In zu stellen zu müssen, oder komplett ausgeblindet zu werden.
                  Die Range der grundsätzlich spielbaren Starthände steigt dadurch ungemein.
                  Im Hyper-Turbo-Turnier spielen daher die meisten Spieler, ob gewollt oder ungewollt, eine loose-agressive Strategie. Es sind immer viele Spieler in der Hand, und es wird häufig erhöht, wodurch der Flop bereits sehr teuer wird.
                  Middle-suited-Connectors und Medium-Pairs (TT,JJ,99) sind in der Regel sehr gut in diesen Spielen. Marginale Hände wie KQ, KJ, AT verlieren hingegen stark an Wert, da man mit Ihnen nach dem Flop oft vor schwere, d.h. teure Entscheidungen gestellt wird. Draws werden fast unbezahlbar.
                  Letztendlich sind in diesen Hyper-Turbo-Turnieren die Implied-Pot-Odds grundsätzlich sehr hoch.

                  Tisch:
                  6-max-Turnier bedeutet, dass eben nur sechs Spieler am Tisch sitzen. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein gegnerischer Spieler ein besseres Blatt in der Pocket hat, deutlich verringert, als bspw. an einem 9 oder 10 Tisch.
                  Statt 9-10 mögliche besser Kombinationen an Pocket-Karten beim Gegner an einem Tisch, sind es hier nur noch 5. Auch dass wertet eine Start-Hand wie JJ deutlich gegenüber dem Full-Ring auf.

                  Position:
                  Wir befinden uns im Big-Blind, haben also in der ersten Setzrunde die beste Position, nach dem Flop müssen wir aber immer zuerst setzen.
                  In der vorliegenden Hand ist dieser Nachteil aber egal, da keine weitere Setzrunde mehr erfolgt, da alle an der Hand beteiligten Spieler, außer wir (bisher) bereits All-In sind.

                  Hand:
                  JJ ist ein hohes bis mittleres Paar. Es zählt nach übereinstimmender Literatur zu den Starthänden der ersten oder zweiten Gruppe/Kategorie. Mit einer Start-Hand JJ sollte man auch im Big-Blind (ABC-Poker) selbst raisen, wenn max. einmal geraist wurde oder callen, wenn schon zwei- oder mehrmals vor einem geraist wurde.
                  Ein Paar bekommt man in die Pocket in etwa 6% der Fälle. Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. 43,8 Prozent, mit einem Paar die beste Hand bilden zu können.
                  Insgesamt sind 52 Paar-Kombinationen möglich, wovon aber 36 Kombination niedriger sind als unsere JJ (22-TT jeweils 4 mal). Damit verbleibt eine Chance von nur (6% /52 *16 =) 1,85%, dass jemand ein höheres Paar preflop hat. Diese Chance verteilt sich, wie oben gezeigt, nur auf fünf gegnerische Spieler, wobei zwei Spieler bereits gefoldet haben, also auf drei Spieler.
                  Demnach bleibt eine Restwahrscheinlichkeit von (3*1,85% =) 5,55% (oder 1:20) dass einer der Spieler am Tisch ein höheres Paar in der Pocket hat.

                  Mit JJ sind wir 4,5:1 Favorit gegen ein anderes niedrigeres Paar, 5:1 Favorit gegen Undercards, 5,5:4,5 Favorit gegen Overcards und 5:2 Favorit gegen Over- und Undercard.

                  Unterlegen sind wir nur 1:4,5 einem höheren Paar, also QQ,KK,AA.

                  Situation:
                  Player 2 SB 60
                  Player 3 (wir) BB 120
                  Player 4 Preflop All-In 2165 Chips (M-Ratio von 2165/180 = 12)
                  Player 5 Preflop All-In 2669 Chips (M-Ratio von 2669/180 = 14)
                  Player 6 Fold
                  Player 1 Fold
                  Player 2 Preflop All-In 4003 Chips (M-Ratio von 4003/180 = 22)
                  Player 3 (wir) 3290 Chips (M-Ratio von 3290/180 = 18)


                  Schlußfolgerung:

                  Spieler 4 und Spieler 5 gehen All-In mit einem (in etwa gleich hohem) Stack, der bereits gefährlich nah an der Push-or-Fold-Zone ist. Die Anforderungen an die Starthände bzw. die Position werden durch den Hyper-Turbo-Turnier-Modus gesenkt, die M-Ratio erhöht sich nach oben, d.h. man ist eher bzw. früher bereit alles zu riskieren. Weiterhin sieht sich Spieler 4 nur größeren Stacks gegenüber und ist in der nächsten Spiel-Runde mit dem Big und danach dem small-Blind belastet. Das ist die Situation, in dem ein loose-agressiver Spieler All-in stellt, in der Hoffnung, entweder den Pot zu kassieren und somit die Blinds für die nächste Runde gewonnen zu haben, oder zumindest mit seinen Pocket-Karten auf einen caller zu treffen, den er möglicherweise dominiert. Eine coin-Flip-Entscheidung wäre akzeptabel.
                  Spieler 5 steht entsprechend vor einer ähnlichen Entscheidung, da auch sein Stack schon sehr niedrig ist und die Blinds kommen. Sein Blatt müsste allerdings eigentlich besser sein als das Blatt von Spieler 4, da er auch All-In geht (also callt). Setzt Spieler 5 Spieler 4 auf eine range von Overcards, oder auf ein kleines Pärchen, so ist seine range mit der er callt zumindest Axhoch.
                  Spieler 2 hat hingegen nicht diese Probleme. Er hat fast einen doppelt so hohen Stack wie Spieler 4 oder 5. Bei einem call riskiert er nicht sein Turnierleben. Ihm verbleiben immer noch (4.003-2.669=) 1.334 Chips, und er ist noch lange nicht in den Blinds. Mit einem All-In in dieser Höhe baut er aber auch ganz starken Druck auf den nachfolgenden Spieler (also uns) auf, denn wir werden von diesem Chipstack gecovert, müssten also das beste Blatt am Tisch haben und uns ganz sicher sein, dass wir auch mit AA bestenfalls gewinnen. Daher glaube ich, dass Spieler 2 seine Position uns gegenüber ausspielen will, in dem er uns aus dem Pott verjagen möchte. Dafür reicht ihm bereits in seiner Situation ein kleines Pärchen oder AK, weil er die Situation von Spieler 4 und 5 ebenso bewertet.
                  Damit sind zwei All-Ins (4,5) situationsbedingt der Position, dem chipstack und dem TurnierModus geschuldet, während ein All-In (Spieler 2) uns nur vertreiben soll.

                  Der Pot ist vor unserem Handeln auf einen Wert in Höhe von 9.137 Chips gestiegen.
                  Gehen wir All-In wäre der Pot damit 12.427 Chips. Wir haben demnach Pott-Odds in Höhe von 3.290/12427 = 26,5% oder 1: 4 (genau 1:3,774). Das allein reicht eigentlich schon fast, einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 1:4,5 für einen unserer Gegner entgegenzutreten.
                  Unter Beachtung der o.g. Motive und der Tatsache, dass nur in einem von 20 Fällen unser Gegner ein höhere Pair in der Pocket hat, sollte man hier das All-In ebenfalls callen.

                  Aber halt, da sind ja noch die Verbesserungen auf Flop, Turn und River.
                  Die Wahrscheinlichkeit, das jemand auf den folgenden Karten trifft, ist für jeden Spieler mit 1:4 (=25%) gleichverteilt. Demnach stehen die Chancen, dass sich einer unserer Gegner verbessert bei 3:1 (=75%) gegen uns. Allerdings wird nicht jede Verbesserung bei den Gegnern uns gefährlich. Es sind zweiundfünfzig Karten im Deck und nur noch 5 kommen. Damit ergibt sich für jede Karte eine Wahrscheinlichkeit von (5/52=) 0,96%.
                  Gefährlich werden uns alle Karten die einem unserer Gegner einen Flush (0,84%), eine Straight (1,3-0,3%) oder ein höheres Paar bringen.
                  Die Wahrscheinlichkeit ohne Pocket-Paar ein Paar zu treffen liegt bei 32,4%. Gefährlich wird uns aber nur AA, KK, QQ, somit nur 12 von möglichen 52 Kombinationen im Ergebnis haben wir eine Wahrscheinlichkeit in Höhe von 23,1% zu 75%, also 17,3%.
                  Wir können aber dagegen halten, dass man in 11,8% der Fälle mit einem Pocket-Paar einen Drilling floppt. Das gilt aber auch für unseren Gegner. Die Wahrscheinlichkeiten, für ein höheres Paar haben wir schon berechnet, ob das sich noch verbessert, interessiert uns nicht mehr, da wir eh geschlagen wären. Bleiben also nur die kleineren Paare (22-TT), die uns im set gefährlich werden. 36 kleinere Paare können sich zum set verbessern. Damit ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit von 6% ein Paar zu haben, gekürzt um die hohen Paare (6%/52*36=) 4,2% multipliziert mit der Anzahl der gegnerischen Spieler, also mal drei = 12,6% zu insgesamt nur 11,8% = 1,49%.
                  Zusammengerechnet ergibt sich daher eine Wahrscheinlichkeit von 17,3% + 1,49% = 18,79% das wir geschlagen sind. Die Wahrscheinlichkeit von Flush und straight sind so gering, dass sie keinen sinnvollen statistischen Wert ergeben. Lassen wir uns die gegnerischen Chancen daher sinnvoll auf 20% aufrunden.
                  .....
                  um dies an dieser Stelle abzukürzen. Die „Pot-Odds“ sprechen m.M. dafür, dass wir hier den Call machen.


                  Ergebnis:

                  ALL-IN

                  Comment


                  • #10
                    All in

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                    • #11
                      Über das erste All-In habe ich mich gefreut, ich habe mehr Stack als dieser Gegner, und mit meinem Paar möchte ich gegen wenige Spieler antreten.
                      Der nächste Spieler geht auch All-In; jetzt wird's kritisch. Zwar kann keiner meinen Stack ausräumen, aber mindestens der zweite muss ein gutes Blatt haben. Ich stehe vielleicht gegen ein höheres PocketPair, sicher gegen Overcards. Wegen meines höheren Stacks und weil der erste Spieler auch ein schwächeres Blatt haben könnte, tendiere ich hier noch zum Mitgehen.
                      Jetzt geht noch ein Spieler All-In, und dieser hat einen höheren Stack als ich. Das war's, klares Fold. Mindestens zwei Gegner haben ein gutes Blatt, und ich stünde mit meinem PocketPair gegen drei (!!) Gegner im Showdown. Gegen einen Einzelnen habe ich um die 50% Gewinnchance (hängt von seinem Blatt ab), gegen alle drei gleichzeitig sinken meine Chancen in den Marginalbereich. Da geh ich nicht mit.

                      Comment


                      • #12
                        Ich würde JJ hier zu den mittelstarken Händen zählen.

                        Womit gehen die anderen Spieler all in?

                        Ich schätze das Hyper-Turnier eher loose an, man muss mit den Händen arbeiten, die man kriegt und Chancen nutzen.
                        Deshalb würde ich sagen, dass die anderen Spieler eher loose callen und betten.

                        In deren Range fällt meiner Meinung nach mittlere Pocket Pairs, QJ, KQ, KJ, AK, A/K/Q-T, und Ax/Axs
                        aber auch vielleicht kleine suited connectors, gegen die wir bessere Chancen hätten als den Coinflip.
                        In den ungünstigsten Fällen spielen wir gegen QQ, KK, AA.

                        Wir bekommen eine Quote von 2,77:1, das reicht für einen call.
                        Die nötige MindestWahrscheinlichkeit beträgt 3290/12427 - also 26,47%.

                        Bewerten wir weiter unsere Chancen:
                        gegen 3 Spieler mit jeweils 2 Overcards zu flippen wäre hier etwa 47%
                        gegen 3 Spieler mit jeweils Overpair zu spielen wäre 12,23%.
                        gegen einen Spieler mit Over Cards, einem mit Axs und einem mit mittlerem PP wäre ca. 31,5%
                        gegen einen spieler mit Over Pair, einem mit Over Cards und einem mit mittlerem PP ist unsere Chance ca. 16,8%
                        gegen 2 Spieler mit mittlerem PP (unter unserem) und einem mit suitet Overcards wäre unsere Gewinnchance 35,87%.
                        gegen 2 Spieler mit kleinere Suited Connectors und einem mit mittlerem Pocketpair ist unsere Chance ca. 52,88%

                        Zwischenfazit: Es gibt mehr Fälle in denen wir zur Zeit die stärkste Hand haben. Es gibt mehr Fälle in denen wir die Mindestwahrscheinlichkeit erreichen und die Quote gut. Mathematisch reicht es für einen Call.

                        Wenn wir hier folden stehen wir zwei Spielern mit etwa gleich großem Stack gegenüber und einem mit einem Deeep Stack, der uns alle dominieren wird und das Turnier wahrscheinlich gewinnt. Unsere Handlungsspielräume sind also sehr begrenzt im nachfolgendem Spiel.

                        Betrachten wir auch die hohe Geschwindigkeit des Turnieres, ist bedenklich ob wir nicht kurz darauf in einer ebenfalls schwierigen Entscheidung sind und mit sogar schwächeren Händen callen müssen. Außerdem können wir eher von looseren all ins und bets ausgehen, auch wenn der UTG-all in einschüchternd wirkt
                        Da ich annehme, dass die Strategie gewinnen und nicht nur cashen ist, ist ein Fold also hier auch keine gute Option.

                        Im Anbetracht der Gegebenheiten und der Mathematik würde ich hier einen Call empfehlen.

                        LG

                        Comment


                        • #13
                          Ja ja wie heißt es doch so schön- man soll in einer frühen oder mittleren Phase auch mal AA wegschmeißen.Du wirst Die Bauern im BB callen und hoffentlich so wie ich gegen K5 verlieren. Oder du triffst wieder -also so wie immer.Kein Poker sondern Bingo.

                          Comment


                          • #14
                            Du brauchst ca. 26,5% Equtiy, um hier langfristig profitabel callen zu können.

                            Ich nehme an, dass UTG die weiteste Range der drei Villains hat und die nachfolgenden Ranges stetig kleiner werden.

                            UTG gebe ich an dieser Stelle eine 15-17% Range. Sprich, 55+, A2s+,ATo+, KJo+, QJs+, KTs, manchmal A4o, A5o. Diese Range entspricht fast 17%.

                            MP brauch zum profitablen callen mindestens eine Equity von ca. 46,2%. Ihm gebe ich entsprechend eine etwas geringere Range. Diese liegt bei ca. 12% und besteht aus 77+, A2s+, ATo+, KTs+. Mit dieser Range liegt MP zu knapp 54% gegen die Range von UTG vorne.
                            Man kann jetzt vielleicht noch argumentieren, dass MP mit QQ+ oder AK Preflop nur gecallt und nicht nochmal drübergegangen wäre und diese Hände daher nur anteilig mit in die Range nehmen. Aber für gerade mal 4 Blinds mehr kann man das wohl fast vernachlässigen.

                            Der SB brauch an dieser Stelle eine Equity von nur noch ca. 33,4% Equity zum profitablen Call. Dennoch sollte aus meiner Sicht auch seine Range tighter sein als die von UTG und MP, um größerer Favorit zu sein und die Varianz an dieser Stelle zu verringern. Ich gebe ihm hier daher eine Range von 7%, die aus 99+, AJo+, ATs+ besteht. Gegen die Ranges von UTG und MP besitzt der SB eine Equity von ca. 40,9%.

                            Deine
                            Range widerum sollte genauso tighter sein, im Gegensatz zu allen anderen davor. Zwar brauchst du nur noch eine Equity von ca. 26,5% aber wenn du mit der entsprechenden Anzahl an Handen tatsächlich callen solltest, schraubst du die Varianz extrem hoch, die sich in diesem wohl eher seltenen Fall erst wirklich laaaaaaaaangfristig ausgleicht. Mit deinen JJ hast du gegen die oben genannten Ranges eine Equity von knapp 33% und solltest callen, um langfristig profitabel zu spielen.

                            Weiterhin kann man in dieser speziellen Situation mit TT+, AJo+, ATs+, KJs+ und A2s-A5s callen, um eine ausreichende Equity von 26,5% zu erhalten.

                            Meine Ranges sind nicht in Stein gemeißelt, ich kenne die Villains nicht. Die Ranges kann man sowohl noch vergrößern als auch etwas einengen. Selbst wenn UTG noch viel looser hier pusht, werden die Ranges von MP und speziell auch vom SB hier nicht riesengroß sein. Ich persönlich gehe also davon aus, dass die Ranges von MP und SB wenn überhaupt noch etwas tighter einzustufen sind, als ich es hier getan habe. Hierdurch wird es mit JJ dann schon sehr knapp zu callen.

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                            • #15
                              Den Gegnern gebe ich, auch wenn hier sehr loose gepusht wird, die Hände wie zum Beispiel AK ,KJ ,KQ manchmal auch suited. Wenn die Spieler demnach also mehrere overcards haben wäre es mir hier zu riskant mitzugehen da es sehr wahrscheinlich ist das genau A,K, oder Q kommt und es sowieso sehr unwahrscheinlich ist dann noch sein set zu bekommen.

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