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Wie lerne ich es richtig zu folden?

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  • Wie lerne ich es richtig zu folden?

    Ersma nen guten Morgen,

    mir ist in letzter Zeit an meinem Spiel aufgefallen, dass ich, obwohl ich mir sicher bin was mein Gegner hat und weiß das hinten liege bzw schon drawing dead immer noch calle...
    Versuche auch schon das zu ändern, aber es passiert mir immer wieder dass ich mich zu schwer von guten Händen trennen kann, gibts da evt irgendeine Methode, irgendnen mentalen Trick oder sonst etwas um das endgültig in den Griff zu bekommen?
    Und jetzt kommt bitte nicht mit: " Einfach folden", soweit war ich auch schon.

    Vielen Dank im Voraus

    P.S.: Auch wenn ich mich wohl jetzt zum Affen mache und wie ein Kack-Boon darstehe, muss ich trotzdem nachfragen.

  • #2
    Das Problem haben vor allem die Spieler die hauptsächlich ihre eigene Handstärke im Kopf haben und sich zu wenig Gedanken über die Hand des Gegners machen. Du solltest dich von dem Gedanken lösen, deine Hände nach dem Motto zu spielen: "Ich hab doch ne starke hand. ich kann doch unmöglich schon wieder geschlagen sein". Das klappt am besten wenn du dich mehr auf die Hand des Gegners konzentrierst, als auf deine eigene. Du solltest quasi deinen Gedankengang im Kopf umstellen von:

    "1.Gedanke: Ich hab AK.
    2. Gedanke: Ich raise
    3.Gedanke: Was wohl mein Gegner hat
    "

    auf
    "1. Gedanke: Aha mein Gegner raist.
    2. Gedanke: Was er wohl hat.
    3. Gedanke: Was hab ich eigentlich überhaupt auf der Hand
    "


    Was bei sowas durchaus (meiner Erfahrung nach) helfen kann, ist sich zum Beispiel mal ne Stunde hinzusetzen und zu spielen ohne seine Karten aufzudecken bzw. von Stars anzeigen zu lassen. Dadurch bist du ja automatisch gezwungen nur die Informationen zu nutzen die du von den Gegnern hast, denn über deine eigene Hand weißt du nichts.

    LG Nico

    PS: Solid fööööööörst!
    Last edited by fadmin; 14-12-2011, 09:18.

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    • #3
      Ich gehe mal davon aus, das es sich mehrheitlich beim geschilderten Problem um Nach-Flop Situationen handelt.

      Wie Schandtat schon richtig sagte, muss man sich davon lösen auf sein Blatt zu schauen.
      Deswegen immer die Frage stellen.

      1. Was schlägt mein Blatt?
      2. Könnte mein Gegenüber bereits etwas stärkeres getroffen haben?
      3. Was bräuchte er um mich zu schlagen?
      4. Abwägen der Chancen, ist meine Chance niedriger, ist sie höher?
      6. Wie hat sich mein Gegner in den letzten Runden verhalten? Ist er eher aggressiv und versucht auch mit lowen Blättern zu punkten, oder spielt er mehrheitlich sichere Hände?

      Oftmals übersehen wir einfach, das wir längst geschlagen sind und halten an einer vermeintlich starken Hand fest. Ein Phänomen das man sehr oft beobachtet, wenn eine Strasse oder Flush eigentlich schon auf dem Board liegt, und der Gegner munter weiter raist, obwohl ihm nach dem ersten Re-Raise/Call längst klar sein müsste das er geschlagen ist.

      Natürlich kommt auch die Glückskomponente dazu. Die aber kann man nicht kontrollieren. Aber auch hier kann man abwägen. Hat da einer nen Lauf? Trifft er selbst mit nix und den schlechteren Karten oft auf Turn und vorallem River ? Dann lass ihn, dann ruhig auch mal vermeintlich bessere Karten wegwerfen.

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      • #4
        Super Artikel, genau das ist glaube ich auch mein Problem.

        Denke, dass ich vom Pokern her(Starthände, Rangs, Bet Size) eigentlich gar nicht sooooo schlecht bin. Aber mir geht es auch immer so, dass ich 5k Hände spiele und leicht gewinne und irgendwann komme ich an den Punkt, an dem ich denke:

        Top Pair, Top Kicker, aber der kann doch nicht SCHON wieder einen Flush haben(dabei liegen schon 4 suited Karten in der Mitte).

        Ich denke deshalb sollte man wirklich den Ansatz gehen, den Schandtat vorschlägt. Habe mir selbst noch nie so viele Gedanken darüber gemacht, aber eigentlich sollte man die Hand aus der Perspektive des Gegners spielen, dann wird einem häufig klar, dass er etwas haben muss, dass uns schlägt und man muss sich einfach dann für eine Sekunde im Kopf klar werden geschlagen zu sein.

        Danke Schandtat für diesen Beitrag!

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        • #5
          umsteigen auf FL... da ist es nicht so teuer, mit der schlechteren Hand runterzucallen ;-)

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          • #6
            Zitat von Nightflop Beitrag anzeigen
            umsteigen auf FL... da ist es nicht so teuer, mit der schlechteren Hand runterzucallen ;-)
            aber auch schwieriger mit guten händen + zu machen

            Comment


            • #7
              absolute und relative Handstärke...
              du solltest immer überlegen, was dein Gegner repräsentiert, ob seine Line Sinn macht und wie du gegen seine Range läufst/ du die nötigen Odds hast, um zu callen.
              Ich ertappe mich selber oft dabei, nicht lang genug nachzudenken, sondern einfach Buttons zu klicken und meinem Bauchgefühl zu vertrauen. Versuch einfach mal bewusst die Hand von der Maus zu nehmen, wenn du denkst

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              • #8
                Zitat von BotoxBo Beitrag anzeigen
                mir ist in letzter Zeit an meinem Spiel aufgefallen, dass ich, obwohl ich mir sicher bin was mein Gegner hat ....
                Zuerst einmal kannst du selten mit absoluter Sicherheit sagen was dein Gegner wirklich hat. Du musst allerdings lernen, was die wahrscheinlichsten Hände sind die er halten könnte. Sprich, du musst lernen die möglichen Hände deines Gegners einzugrenzen. Dazu musst du seine Bettinglines, das Sizing und auch das Timing genau analysieren. Wie hat er seine Hand insgesamt gespielt und wozu würde das passen? Wenn du den Gegner dann auf bestimmte Hände setzt, frag dich wie du selbst diese Hände an seiner Stelle gespielt hättest und ob diese Line wirklich einen Sinn ergibt? Frag dich was für eine Geschichte er dir anhand seiner Aktionen erzählen möchte und entscheide dich danach ob du denkst, dass es ein "Märchen" oder eine "wahre Begebenheit" ist.
                Last edited by fadmin; 16-12-2011, 04:45.

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                • #9
                  Zitat von Pauli-calls Beitrag anzeigen
                  Zuerst einmal kannst du selten mit absoluter Sicherheit sagen was dein Gegner wirklich hat. Du musst allerdings lernen, was die wahrscheinlichsten Hände sind die er halten könnte. Sprich, du musst lernen die möglichen Hände deines Gegners einzugrenzen. Dazu musst du seine Bettinglines, das Sizing und auch das Timing genau analysieren. Wie hat er seine Hand insgesamt gespielt und wozu würde das passen? Wenn du den Gegner dann auf bestimmte Hände setzt, frag dich wie du selbst diese Hände an seiner Stelle gespielt hättest und ob diese Line wirklich einen Sinn ergibt? Frag dich was für eine Geschichte er dir anhand seiner Aktionen erzählen möchte und entscheide dich danach ob du denkst, dass es ein "Märchen" oder eine "wahre Begebenheit" ist.
                  +1
                  Pauli seindefinitiv klug


                  Ergänzend allenfalls noch ,dass man jede Strasse neu bewerten sollte + bei hohen Riverbets lieber mal nen Moment länger tanken

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