Ich frage mich ernsthaft, wie viel Aggressivität man Pre-Flop bringen kann oder sogar sollte?

Grund ist mein letzter Suckout, bei dem ich mit QQ gegen Q9o verloren habe:

Es sah wohl sehr nach Blindplay aus, da ich bei Blinds 300/600 auf dem Button mit QQ mit 2BB auf 1200 geraist habe. Der SB callt ohne zu zögern, der BB 3-bettet auf  4100. Ich calle, da ich ihn so einschätze, dass er als Chipleader meine Bet für bloßes Blindplay hält, und somit wohl mit Ace-High oder schlechter 3-bettet, weil er seinen Blind beschützen will. Der Flop zeigt 9c9s6c: der SB checkt, der BB setzt 1/4 des Pots und veranlasst mich dadurch zu einem Rais auf 3/4 des Pots da der BB offensichtlich nichts getroffen hat, aber trotzdem versucht uns aus dem Pot zu kriegen. Der SB pusht sofort All-In. Da ich Pot-Commited war calle ich und er zeigt mir eben jene Q9o. Der BB hatte sich nach dem All-In des SB verabschiedet, was ebenfalls für Ace-High oder sogar schlechter gesprochen hat, da er AA oder KK als Chipleader sicher nicht  hätte fallen lassen.

Zuerst dachte ich: wie kann er eine 3-Bet out of position mit Q9o callen? Ich meine, er hatte die schlechteste Position von uns Dreien und callt ohne zu zögern nach mir die 3-Bet des BB. Hinzu kommt, dass er allein schon meinen Open-Rais anscheinend nicht ernst genommen hat.

Braucht man für Respekt am Pokertisch wirklich so oft Pre-Flop den Click auf All-In? Denn vermutlich hätte mich nur ein Pre-Flop All-In meinerseits gerettet. Etweder, weil die Beiden dann folden oder weil ich nur einen Call vom BB mit Ace-High bekomme, der nicht trifft.

Ich mag diese Art des pokerns nicht und deshalb gehe ich so selten wie möglich All-In. Es hat einfach nichts mehr mit Poker an sich zu tun, sondern lässt das Geschicklichkeits-Spiel gänzlich zum reinen Glücksspiel verkommen.