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Poker Psychologie – Stolperfallen in Turnieren
Wer zum ersten Mal ein großes Turnier spielt, dass außerhalb seiner üblichen Buy-Ins liegt, der muss einige potenzielle mentale Fallen überwinden. Am Ende bleibt es das gleiche Spiel.

Die WCOOP steht in den Startlöchern. Bei mehr als $116 Millionen an Preisgeldern, die während der Serie auf PokerStars zu holen sind, ist ein großer Anreiz geboten, sich in ein Turnier einzukaufen, welches über dem gewohnten Limit liegt. Vielleicht hast du auch Glück und nutzt die zahlreichen Satellites, um dich für einen Bruchteil zu qualifizieren.

Dennoch kann es passieren, dass du einen hohen Druck spürst und dich dies von deinem A-Game abhält. Es gibt drei Hauptgründe, warum ein hohes Buy-In oder die gigantischen Preisgelder eine mentale Blockade schaffen könnten.

1. Angst vor dem Aus

Wenn du dir das Buy-In für Turnier zusammen gespielt hast, hast du nicht selten eine starke Verbindung zu dieser Summe. Oft auch noch, wenn das Turnier bereits begonnen hat. Dies kann unterbewusst dazu führen, dass du zu vorsichtig spielst, um ein frühes Ausscheiden zu vermeiden. Sich ängstlich in die Geldränge zu folden ist jedoch keine adäquate Strategie.

Egal wie stark du bist, nur ein Bruchteil der Spieler landet im Geld, dies muss dir bewusst sein. Wenn du aggressiv spielst und die nötigen Risiken eingehst, dann maximierst du die Chancen, einen Deep Run hinzulegen. Natürlich bedeutet ein Risiko auch, dass du vielleicht mit leeren Händen vom Tisch gehst, aber dein Erwartungswert (EV) und dein Return on Investment (ROI) wird steigen, wenn du mutig spielst. Vielleicht reicht es am Ende auch zu einem Sieg und einem dieser enormen Preisgelder, welches deine Pokerkarriere nach vorne katapultieren kann.



Wenn du Anzeichen bemerkst, beispielsweise dass du zu vorsichtig spielst, dass du ängstliche Folds machst oder ungewohnt kleine Bets spielst, dann hole tief Luft und erinnere dich, warum du spielst. Die Sieger der großen Turniere blicken nie zurück und wünschen sich, vorsichtiger gewesen zu sein.

2. Euphorische Dissoziation

Euphorie ist eigentlich ein positives Wort, doch wenn du zu euphorisch bist, kann sich dies negativ auf dein Spiel auswirken. Nehmen wir an, du hast die Turnier Bubble nicht nur überstanden, sondern bist einer der Big Stacks, da du drei All-Ins in Folge überstanden hast. Dein Körper ist mit Adrenalin vollgepumpt, aber in Wirklichkeit bist du bereits müde. Genau an einem solchen Punkt ist es wichtig, nicht den Fokus zu verlieren. Schweife nicht ab und träume vom Final Table oder dem Sieg. Konzentriere dich auf das Poker-Puzzle vor deinen Augen.

Wenn du „euphorische Dissoziation" am Pokertisch erlebst, dann rufe dir die Realität in Erinnerung. Mach keine Leichtsinnsfehler, nur weil du viele Chips hast. Nur weil du ein paar All-Ins gewonnen und eine handvoll guter Calls gemacht hast, bist du nicht unbesiegbar.

3. Small Stack Verzweiflung

Manche Spieler gewinnen ein Turnier ohne jeweils zurück zu blicken. Der frühe Double Up, ein Cooler zum Chip Lead und die Shorties machen sich das Leben selbst schwer. Die meisten Turniersieger haben jedoch keinen perfekten Lauf.

Auch wenn die Phrase „a Chip and a Chair" abgedroschen klingt, so bleibt es eine Tatsache, dass ein Turnier mit vielen Rückschlägen verbunden ist. Amateure machen oft den Fehler, sich von solchen Rückschlägen zu sehr beeinträchtigen zu lassen.

Wenn du beispielsweise das WCOOP Main Event spielst und dein Stack schnell auf 17 Big Blinds geschrumpft ist, dann gib nicht auf. Ja, der Durchschnitt mag bei 60 Big Blind oder mehr liegen, doch du darfst nicht verzweifeln und zwanghaft versuchen schnell aufzudoppeln.



Ein konservativer Spieler eröffnet aus früher Position und du stellst mit AT offsuit am Cutoff rein. Was willst du lange abwarten, du hast ein halbwegs taugliches Ass, er hat vielleicht Pocket Nines und du hoffst auf einen Flip. Großer Fehler!

Der Gegner wird so gut wie nie weglegen und fast immer eine dominierende Hand halten. Du hast vielleicht 30% Equity und keine guten Aussichten auf ein Double Up. Sei nicht ungeduldig. Du hast ein paar Orbits und kannst vielleicht die Blinds stehlen oder mit einem Re-Steal Shove weitere Chips gewinnen.

Deine Gereiztheit und Ungeduld könnten diesen Sieg unmöglich machen. Wenn du nicht bereit bist, erst zur passenden Zeit in einen bestimmten „Überlebensmodus" zu wechseln, wird es schwer werden, einen Deep Run hinzulegen.

Fazit

Egal ob WCOOP oder ein anderes großes Turnier. Es ist wichtig, dass du die mentalen Stolperfallen kennst und dich vorbereitest. Niemand ist unfehlbar, verlasse dich auf deine Stärken.

Teste dein Wissen bei diesem kleinen Quiz und sichere dir ein School WCOOP-Ticket*. Solltest du das Quiz nicht bestehen, kannst du es in 24 Stunden erneut probieren. Viel Erfolg!
Bist du nervös oder entspannt in großen Turnieren? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

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