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WSOP Main Event 2019: Hossein Ensan krönt sich zum Weltmeister
Die Atmosphäre am letzten und alles entscheidenden Spieltag beim $10.000 Main Event der World Series of Poker im Rio All Suites Hotel & Casino glich einem Besuch im Fußballstadion. Hauptverantwortlich dafür waren die Rails des Italieners Dario Sammartino und des Deutschen Hossein Ensan, die am Ende auch Heads-up um den Titel und $10 Millionen Prämie spielten.

Ensan bewies dabei Nerven wie Drahtseile, denn er musste seine Führung, die er drei Spieltage inne hatte, zwischendurch sowohl an Alex Livingston, als auch an Sammartino abgeben. Am Ende war er aber nicht zu schlagen, eliminierte Livingston auf Platz drei, setzte sich Heads-up auch gegen Sammartino durch und feierte den größten Erfolg, den ein Pokerspieler auf dieser Welt erreichen kann.

„Für mich ist es der beste Moment in meinem Leben", sagte Ensan mit dem Bracelet in der Hand und umgeben von einer Traube Journalisten und Supporter. „Unglaublich. Ich bin so glücklich hier zu sein. Ich bin so glücklich, ich bin so glücklich... Ich muss muss schlafen gehen und dann aufwachen. Es ist vielleicht nur ein Traum, ich weiß es nicht."

Level 40: 1.000.000/2.000.000/2.000.000

Dario Sammartino legt einen guten Start hin, gewann die erste Hand gegen Hossein Ensan, die zweite Hand gegen Alex Livingston und baute seinen Stack auf 98 Millionen Chips aus.

In den folgenden Händen ging es für den Italiener zunächst wieder runter auf 50,1 Millionen, die er nach einem Open-Raise von Ensan mit All-in stellte. Ensan callte mit , das Board fiel und Sammartino feierte den Double-up mit der Straight auf 104,2 Millionen Chips.

Bis zum Ende des Levels wurden viele kleine und mittlere Pots ausgespielt, wobei Livingston die Lücke zu Ensan deutlich verringerte.

Hossein Ensan - 239.000.000
Alex Livingston - 187.900.000
Dario Sammartino - 87.900.000

Level 41: 1.200.000/2.400.000/2.400.000

Zu Beginn von Level 41 übernahm Livingston für wenige Hände sogar die Führung, ehe Sammartino erneut verdoppelte.

Der Italiener verteidigte mit seinen Big Blind gegen das Raise von Livingston (Button), check-callte am -Flop weitere 5 Millionen und traf am Turn die zum Twopair.

Sammartino check-raiste nach einer weiteren Bet (23 Millionen) des Kanadiers für 79 Millionen All-in, bekam den Call von und ließ sich nach dem am River erneut ausgiebig von seiner Rail feiern.

Danach wechselte die Führung zwischen Ensan und Sammartino mehrfach hin und her, während Livingston den Anschluss verlor und schließlich mit am Button seine letzten 41,1 Millionen All-in stellte. Ensan fand im Small Blind für den Call und gewann die Hand auf .

Livingston schied somit auf Platz drei für $4.000.000 aus und es stand fest, dass der Pokerweltmeister erstmals nach dem Schweden Martin Jacobson (2014) wieder aus Europa kommen wird.

Hossein Ensan - 279.800.000
Dario Sammartino - 235.000.000

Sammartino erwischte erneut einen guten Start, gewann mit dem höheren Twopair einen großen Pot und ging mit 329.600.000 Chips in Führung.

Doch Ensan ließ sich wie gewohnt nicht aus der Ruhe bringen, lag zum Ende des Level durch viele kleine gewonnene Pots wieder knapp vorne.

Level 42: 1.500.000/3.000.000/3.000.000

Und es sollte der letzte Führungswechsel gewesen sein, denn Ensan dominierte fortan das Geschehen, knackte die Marke von 300 Millionen Chips und schloss den insgesamt wenig spektakulären Level mit 350.500.000 ab.

Level 43: 2.000.000/4.000.000/2.000.000

Gut 20 Hände lang verwaltete Ensan im 43 Level seinen Vorsprung, dann brachte der zweite große Showdown im Heads-Up die Entscheidung.

Ensan raiste auf 11 Millionen Chips, Sammartino callte aus dem Big Blind und der Flop ging auf mit . Sammartino check-callte weitere 15 Millionen und der Dealer legte am Turn die .

Ensan feuerte noch einmal 33 Millionen Chips ab, und wie zuvor gegen Livingston check-raiste Sammartino für 140 Millionen All-in. Auch Ensan snappte mit , doch diesmal zeigte Sammartino keine Madehand, sondern für den Combodraw.

Die am River füllte aber weder den Flush noch die Straight für den Italiener, der somit als Runner-up $6 Millionen Preisgeld kassierte und weiter auf seinen ersten großen Major-Sieg warten muss.

Hossein Ensan dagegen ist ganz oben angekommen, räumte die Siegprämie in Höhe von $10 Millionen ab und ist nach Pius Heinz (2011) der zweite Poker-Weltmeister aus Deutschland.

Außerdem ist Ensan der erste Pokerspieler überhaupt, der nach einem EPT Main Event auch den WSOP Main Event gewinnen konnte. In der deutschen All-Time Money-List katapultiert ihn dieser Erfolg auf Platz sieben.

Die Zahlen zum $10.000 Main Event der WSOP 2019

Entries: 8.569
Preispool: $80.548.600
Bezahlte Plätze: 1.286

1: Hossein Ensan (Deutschland) - $10.000.000
2: Dario Sammartino (Italien) - $6.000.000
3: Alex Livingston (Kanada) - $4.000.000
4: Garry Gates (USA) - $3.000.000
5: Kevin Maahs (USA) - $2.200.000
6: Zhen Chai (USA) - $1.850.000
7: Nick Marchington (Großbritannien) - $1.525.000
8: Timothy Su (USA) - $1.250.000
9: Milos Skrbic (Serbien) - $1.000.000
 
Quelle: PokerStarsBlog.de

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