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Aufgepasst – kleine Pocket Pairs in Hold’em
Kleine Pocket Pairs können in No-Limit Hold'em viel gewinnen. Allerdings treffen sie das Board selten und sind am Showdown oftmals unterlegen. Dennoch kannst du diese Pokerhände ertragreich spielen. In diesem Artikel erklären wir dir die richtige Strategie.

Die niedrigen Paare sind beliebt. Die Aussicht auf ein Set, welches auf einem harmlosen Board einen dicken Pot abräumt, ist verlockend. Eigentlich sind diese Hände leicht zu spielen. Wenn du triffst, dann gibst du Gas. Verpasst du den Flop, dann wirfst du weg. Dennoch gibt es einige Spieler, die mit diesen Starthänden Probleme haben.

Beachte die Implied Odds

Die Odds, dass wir ein Set treffen, stehen ungefähr 8-zu-1 gegen uns. Damit brauchen wir höhere Implied Odds, denn wenn wir treffen und nicht bezahlt werden, dann hilft uns das wenig. Als Faustregel merken wir uns 15-zu-1.

Nehmen wir an, die Blinds liegen bei 10/20 und ein Spieler erhöht auf 100. Dies bedeutet, dass wir mindestens 1.500 gewinnen sollten, um einen Call mit einem kleinen Pocket Pair zu rechtfertigen.

Hat der Gegner nur noch 1.000 in seinem Stack, sollten wir weglegen. Hat der Gegner einen großen Stack, ist jedoch extrem vorsichtig und würde nur mit einer sehr starken Hand einen großen Pot spielen, dann müssen wir ebenfalls folden.

Wirf die kleinen Paare in früher Position weg

Egal ob Turnier oder Cash Game. An einem Full Ring-Tisch in früher Position ist es schwer, die kleinen Pocket Pairs profitabel zu spielen. Zu hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass viele Spieler callen oder aber ein Gegner sich dazu entscheidet, zu erhöhen. Deine Optionen sind nicht schön. Du hast weder eine starke Hand, noch Position und es lohnt sich nicht einen teuren Pot zu spielen.

Selbst wenn du das Glück hast ein Set zu treffen, wird es schwer sein genug Chips zu gewinnen, die dir langfristig erlauben kleine Paare in früher Position zu spielen. Auch gegen die schwächsten Gegner wirst du damit keinen Erfolg haben.

Denke in Hand Ranges, wenn du ein All-In bezahlst

Oft genug gibt es Spieler, die einen 15 Big Blind Shove mit Pocket Deuces (22) callen und so etwas sagen wie „Ich denke du hast Ass-König!". Das Problem ist, dass Gegner durchaus AK halten können, jedoch mit einer Reihe von weiteren Händen all-in gehen würden.

Mit 22 gegen AK sind wir leichter Favorit (52,5% Equity), doch ein Gegner mit 15 Big Blinds könnte mit folgender Hand Range all-in gehen: 22+,A2s+,KTs+,QTs+,JTs,A9o+,KQo. Anstelle ein Favorit zu sein, liegen wird hinten und haben eine Equity von nur 40%.

Es gibt im Übrigen große Unterschiede bei kleinen Paaren. Mit einem Paar Sechsen liegen wir bei 49,8% Equity. Es gibt zudem durchaus Situationen, in denen du als Short Stack mit jedem Paar callen würdest.



Fazit
 
Kleine Paare können in Hold'em recht simpel gespielt werden. Solltest du Probleme haben, dann analysiere dein Spiel oder unterhalte dich mit anderen Spielern. Oft sind es Fehler, die sich einfach vermeiden lassen.
 
Was meinst du zu diesem Thema, gibt es weitere grobe Fehler mit kleinen Paaren? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

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