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High-Low Split Poker – geteilter Pot, doppelter Spielspaß
Split Pot- und High-Low Split-Poker ist eine Gruppe von Pokervarianten. Die bekanntesten Spiele sind Seven Card Stud 8 und Omaha 8. Alle Varianten haben gemein, dass es zwei unterschiedliche Hände gibt, die gewinnen können.

Auf der ganzen Welt wird Poker gespielt und seit den Anfängen von Poker ist sehr viel Zeit vergangene. Bei zahllosen Spielrunden kamen die Teilnehmer auf immer neue Ideen, wie man das Kartenspiel noch spannender gestalten kann. Eine dieser Ideen ist das sogenannte Split Pot Poker.

High-Low Split Poker

Die häufigste Variante ist High-Low Split, welches auch oft als Hi-Lo (oder H/L) abgekürzt wird. Hier teilen am Ende die 'beste' und die 'schlechteste' Hand beziehungsweise die beste High- und die beste Low-Hand den Pot. Ziel ist es allerdings, dass man eine Hand bildet, die beide Hälften des Pots gewinnen. Dies nennt man Scoop oder 'scoopen'.

Das Gegenteil davon ist „getting quartered". Hier haben zwei Spieler die gleiche Hand [Anm.: meist für die Low-Hand] und teilen sich somit den halben Pot, so dass beide jeweils nur ein 'Quarter' (engl.: Viertel) erhalten.

8-High or Better Qualifier

Bei Hi-Lo Poker-Varianten gibt es fast immer einen sogenannten 'Qualifier' für die Low-Hand. Dies ist eine Bedingung – meist 8-High or Better für die Low-Hand – die erfüllt sein muss.

So kann man beispielsweise den High-Pot mit nur mit einem Paar Zweien (oder gar mit King High etc) gewinnen, jedoch darf die High-Hand nicht schlechter als ein 8-Low sein.

Damit kommt es bei Stud 8 und Omaha 8 nicht selten vor, dass die High-Hand am Ende den kompletten Pot bekommt, da die Anderen ihren Low-Draw verpasst haben.

Lowball-Wertung

Wie wir in dem Artikel zu Lowball Poker erklärt haben, so gibt es unterschiedliche Methoden, um die Low-Hand zu bestimmen. In den regulären Spielen ist dies die Ace-to-Five Wertung. Die beste Hand ist das Wheel (5-4-3-2-A). Die schlechteste Low-Hand, die sich gerade noch qualifiziert, wäre damit 8-7-6-5-4.

Beispiele (Omaha Hi/Lo):

Spieler A:
Spieler B:

Board:

Spieler A gewinnt den ganzen Pot, da er mit dem Flush () das Paar Damen von B für den High-Pot schlägt und zudem noch eine Low-Hand (6-5-4-2-A) gemacht hat.

Board:

Spieler B gewinnt den kompletten Pot, da er mit dem Full House () den Flush von A () schlägt. Keiner der beiden kann eine Low-Hand bilden.

Beispiele (Stud Hi/Lo):

Spieler A: | |
Spieler B: | |

Spieler B gewinnt mit 7-6-4-3-A den Low-Pot, Spieler A holt mit 'Ass hoch' (A-K-T-9-7) den High-Pot.

Spieler A: | |
Spieler B: | |

Spieler A und Spieler B teilen sich sowohl High- als auch Low-Pot, da beide das Wheel halten (beste Low-Hand und eine Straße von bis ).

Spieler A: | |
Spieler B: | |

Spieler A und Spieler B teilen sich den Low-Pot, da beide das Wheel haben. Der High-Pot geht an Spieler A, der obendrein noch eine (höhere) Straße (2-3-4-5-6) hat.

Split Pot Pokervarianten

Wie bereits erwähnt, ist mit 'Split Pot' in fast allen Fällen „High-Low 8-or-better" (mit einer Ace-to-Five Wertung für Low) gemeint. Wenn man sich also im Casino oder auf PokerStars an einen Tisch sitzt und Split Pot Stud oder Split Pot Omaha spielt, dann wird zwischen der High- und der Low-Hand geteilt. Wobei die letztere Hand, obendrein nicht schlechter als 8-High – also 8-7-6-5-4 oder niedriger – sein muss.

Zur Vollständigkeit sei jedoch erwähnt, dass Split Pot Poker noch mehr beinhaltet. Bei der Draw Poker-Variante Badeucy teilen beispielsweise die beste Badugi-Hand sowie die beste Deuce-to-Seven Lowball Hand (daher Ba-DEUC-y). Bei Badacey teilen die beste Badugi-Hand und die beste Ace-to-Five Hand (daher Bad-ACE-y). Es gibt also keinen Qualifier.

Wer kreativ ist, der kann das eigene Home Game mit Freunden aufpeppen. So ist beispielsweise denkbar, dass man Stud High-Low spielt, es jedoch keinen Qualifier für Low, dafür jedoch für High gibt (bspw. Two Pair oder höher). Oder man spielt Omaha High-Low und verwendet für Low die Deuce-to-Six Wertung, erlaubt jedoch, dass die Low-Hand sogar 9-High (9-8-7-6-5) sein darf.

In eine ganz andere Richtung gehen Spiele wie High Chicago. Gespielt wird Seven Card Stud, wobei am Ende zwischen der regulären High-Hand und demjenigen Spieler, der das höchste Spade () in den Hole Cards (also nicht offenliegend) hält, geteilt wird. Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos.

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