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Preispool Wahrscheinlichkeit – Varianz in Spin and Go-Turnieren
Unser kostenloser Spin & Go-Kurs von PokerStars School hilft dir die ultra-schnellen Turniere zu gewinnen. In diesem Artikel geht es um das Thema Varianz und die Verteilung der Preisgelder in Spin & Gos.
 
PokerStars Spin & Go ist die schnellste und aufregendste Form der Poker-Unterhaltung. Drei Spieler treten bei diesem Hyper Turbo Sit & Go-Format an und der Preispool wird zu Beginn ausgelost. Vom Zweifachen des Buy-Ins bis hin zum 12.000-fachen Multiplikator, der Nervenkitzel ist einzigartig.

Bis auf wenige Ausnahmen – nämlich dann, wenn die höchsten Multiplikatoren getroffen werden und der zweit- und drittplatzierte ebenfalls ein Preisgeld erhalten – heißt es „Winner Takes It All", so dass jedes Turnier ein harter Kampf ist.

In dieser Artikelserie zeigen wir dir, wie du die schnellen Turniere dauerhaft gewinnst. Du lernst Preflop-Hand-Ranges und Postflop-Strategien. Zunächst wollen wir uns jedoch mit dem Thema Varianz beschäftigen.

Wie jede Form von Poker, so gibt es auch in Spin & Go-Turnieren diesen Faktor. Im Artikel Varianz in Poker gehen wir auf die mathematischen Aspekte genauer ein. In diesem Artikel geht es darum, wie sich die Varianz bei Spin & Gos auf deine langfristige und kurzfristige Gewinnrate (Win Rate) auswirkt.

Cash Game Varianz gegen Spin & Go-Varianz

Cash Games können kurzfristig volatil sein, aber das langfristige Diagramm eines Gewinners könnte etwa so aussehen:
 

Wenn wir herauszoomen, sehen wir, dass der Vorteil des erfahrenen Spielers und eine große Anzahl von Händen das kurzfristige Auf und Ab in eine relativ stabile Aufwärtskurve verwandelt haben. Der Grund für diesen glättenden Effekt ist, dass die Varianz und damit die Standardabweichung in einem Cash-Game einen konstanten Einfluss haben.

Bei Spin & Go-Turnieren ist die Sache ein wenig komplizierter. Der Grund hierfür sind die unterschiedlichen Preisgelder. Vereinfacht gesprochen gibt es mit dem Zufall, der den Preispool beeinflusst, eine zweite Schicht der Varianz. Dementsprechend wild sieht der Graph eines erfolgreichen Spin & Go-Spielers aus:


Die Abweichung über eine große Anzahl von Spin & Go-Turnieren kann in drei Stufen eingeteilt werden.

Stufe 1 – der Abstieg (2x Multiplikator)

Dieser Abwärtstrend ist nicht zu vermeiden. Der zweifache Multiplikator kommt je nach Buy-In zwischen 68,3% und 73,4% aller Fälle. So wird beispielsweise in einem $7 Spin & Go mit einer Wahrscheinlichkeit von 71,9% um $14 gespielt. Um in diesen Fall dauerhaft Gewinn zu machen, müsste ein Spieler über 50% der Turniere gewinnen. Aufgrund des hohen Spieltempos würden hier sogar die weltbesten Spieler scheitern. Gute Spieler streben eine Gewinnrate von 35% und höher an.

Zum Glück gibt es die höheren Preisgeldmultiplikatoren. Diese sorgen dafür, dass ein Spieler dauerhaft gewinnen kann. Nichtsdestotrotz kommt der 2x Multiplikator häufig. Ein echter Gewinner weiß, dass der Sieg immer noch das wichtigste ist, um die Verluste möglichst gering zu halten. Eine Stärke ist, bei diesen Durststrecken nicht vom A-Game abzukommen.

Es gibt auch gute Nachrichten. Schlechte Spieler geben bei diesen ‚kleinen' Gewinnen oft zu schnell auf. Entweder spielen sie viele Tische und wechseln an „2x Tischen" auf Autopilot, oder sie gehen zu schnell all-in, um möglichst schnell ein neues Turnier zu starten.

Kluge Spieler wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie die höheren Multiplikatoren treffen. Deshalb ist es notwendig jedes Turnier voll auf Sieg zu spielen.

Stufe 2 – der Aufstieg (4x bis 25x Multiplikatoren)

Diese Multiplikatoren kommen nicht oft, sind jedoch bei weitem keine Seltenheit. Um beim Beispiel der $7 Spin & Gos zu bleiben. 4x kommt in 20%, 6x in 7,5%, 10x in 0,5% und 25x in 0,1% der Fälle. Wie bereits angesprochen, macht sich die Varianz in Spin & Gos auf zwei Ebenen bemerkbar. Zum einen bei der Preisgeldverteilung, zum anderen beim Abschneiden.

Da die mittleren Multiplikatoren nicht so häufig vorkommen, sind viele Freizeitspieler viel zu vorsichtig und folden zu oft. Dies erlaubt es uns öfter die Blinds zu stehlen und generell mehr Druck auszuüben.

Stufe 3 – Die Spitzen (120x bis 12.000x Multiplikatoren)

Hier wird das Spiel so richtig interessant. Wer denkt „Ich werde nie das Glück haben", der ist zu pessimistisch. Zwar kommen die höchsten Multiplikatoren selten – bei 7$ Spin & Gos in 0,0106% aller Fälle – doch es ist kein Ding der Unmöglichkeit.

Je mehr Turniere du spielst, umso wahrscheinlicher wird es, dass du mindestens einen hohen Multiplikator triffst. Bei 500 Turnieren liegt die Wahrscheinlich bei 5,2%, bei 1.000 Turnieren bei 10,1% und bei 5.000 schon bei über 41,1%. Eine Garantie gibt es jedoch nicht und auch ein neuer Spieler kann direkt in seinem ersten Turnier den großen Wurf landen. Dies macht die Sit & Go-Turniere so spannend.

Natürlich musst du am Ende noch gewinnen, doch dafür gibt es ja unseren Kurs.

Fazit Da du nun ein besseres Verständnis für die erforderliche Geduld und den nötigen Optimismus hast, ist es Zeit mit über eine Strategie nachzudenken. Wir beginnen mit soliden pre-flop Opening-Ranges für die ersten Hände des Turniers.
 
Wie oft spielst du Spin & Gos? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

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