PokerStars Homepage
STT-Strategie: Sonstiges

Bankroll-Management

Jeder Spieler unterliegt einer bestimmten Varianz, d. h., dass man in kurzen Zeitabschnitten viel Geld gewinnen (Upswing) bzw. auch verlieren (Downswing) kann. Dieses Phänomen ist Teil des Spiels und lässt sich auch mathematisch erklären. Selbst wenn man optimales Poker spielt, kann es trotzdem sein, dass die Gegner einfach in einer oder auch mehreren Sessions mehr Glück haben, ständig ihre Draws treffen und man somit trotz guten Spiels minus macht. Um STTs nachhaltig zu schlagen, ist es wichtig, die grundlegenden Prinzipien für ein effektives und stabiles Bankroll-Managament zu erlernen. Diese gelten für alle Pokervarianten und daher natürlich auch für die STTs.

Die Grundprinzipien des Bankroll-Managements

Erst ab einer bestimmten Bankroll kann ein bestimmtes Level „sicher" gespielt werden. Hält man sich nicht an die Vorgaben des Bankroll-Managements oder legt dieses falsch aus, kann die Varianz des Spiels schnell dazu führen, dass die Pokerkarriere ein Ende findet, bevor sie erst richtig begonnen hat. Es ist also erforderlich, sich strikt an ein sicheres Bankroll-Management zu halten und nicht etwa an Tischen zu spielen, die das eigene Kapital zu sehr belasten.

Die 50-Buy-in-Regel für STTs:

Die 50-Buy-in-Regel besagt, dass man immer mindestens 50 Buy-ins für ein Level zur Verfügung haben muss, um es spielen zu können.

Für die kleinsten angebotenen STTs/SNGs (z.Zt. 1$+$0,20 auf PokerStars) sollte man demzufolge eine Bankroll von mindestens $60 zur Verfügung haben.

Der Level-Aufstieg

Hat man vor, ein Buy-in-Level aufzusteigen, sollte man ebenfalls mindestens 50 Buy-ins des neuen Levels als Bankroll verfügbar haben, bevor man diesen Schritt vollzieht.

Für einen erfolgreichen Pokerspieler ist es natürlich immer das primäre Ziel, zu gewinnen, und somit um immer höhere Einsätze spielen zu können. Nicht immer ist es aber auch wirklich ratsam, auf ein höheres Limit zu gehen. Drei Voraussetzungen sollten mindestens gegeben sein, bevor man sich zu einem Aufstieg entscheidet:

  • Die Bankroll umfasst mindestens 50Stacks für das neue Level.
  • Das derzeitige Level wurde nachhaltig geschlagen.
  • Man ist sich der größeren eingesetzten Beträge bewusst und kann damit verantwortungsvoll umgehen.

Erfüllt man diese Punkte, kann der Limitaufstieg in Angriff genommen werden. Im Folgenden eine kleine Übersicht, welche Bankroll man für die Micro- bis Mediumlevels auf PokerStars haben sollte, wenn man einen Levelaufstieg in Erwägung zieht.

Der Levelabstieg

Falls die Bankroll für das aktuelle Level nicht mehr ausreicht, sollte man ein Level nach unten gehen. Dadurch hat man stets das notwendige Kapital zur Verfügung, um das Risiko, pleite zu gehen bzw. einen großen Teil seiner Bankroll zu verlieren, nahezu ausschließen zu können.

Allerdings ist die disziplinierte Einhaltung der Richtlinien zum Bankroll-Managements eine der schwersten Aufgaben eines gewinnorientierten Pokerspielers, gerade wenn es einmal nicht so gut läuft. Den Schritt des Abstiegs zu bewältigen wiederspricht dem eigenen Ego. Niemandem fällt es leicht, Verluste und Niederlagen zu akzeptieren. Dabei sind es nicht einmal mangelnde Fähigkeiten, die zu einem Abstieg führen können. Poker ist ein Spiel der Varianz und allein diese kann auch dazu führen, dass man auf einem Limit zwar zu den besseren Spielern gehört, aber dennoch über einen bestimmten Zeitraum Verluste einfährt.

Man muss in solch einem Fall in der Lage sein, diese Varianz zu akzeptieren und einen Gang zurückschalten, um sich bei kleineren Einsätzen wieder eine ausreichend starke Bankroll aufzubauen. Viele erfolgreiche Spieler nutzen diese Phasen der negativen Varianz auch, um ihr Spiel genauer zu analysieren, um somit eigenes Verschulden ausschließen und sich selbst weiterentwickeln zu können.

 

Gewinnmaximierung und Risikominimierung

Je nachdem, wie man das eigene BR-Management auslegt, kann entweder versucht werden, den Gewinn zu maximieren oder das Risiko zu minimieren. Gleichzeitig bedeutet die Maximierung des möglichen Gewinns auch einen höheres Risiko und umgekehrt. Das Bankroll-Management beeinflusst also, ob man relativ starke Schwankungen an Gewinnen oder Verlusten hat, oder ob man diese minimiert.

Komfortzone

Jeder sollte nur die Buy-in-Levels spielen, in denen er sich wohlfühlt, um das eigene gute Spiel zu garantieren. Man sollte nicht von seiner Linie abweichen, nur weil es um höhere Beträge geht.

 

Shottaking

Hat man eine überdurchschnittlich hohe Gewinnrate und Bankroll für das derzeitige Limit, eine gute Selbstdisziplin, keine Angst vor hohen Beträgen und fühlt sich nicht aufgrund von Emotionen beeinflusst, ist es möglich, einen Versuch auf einem höheren Limit zu wagen, ohne bereits die dafür notwendige Bankroll erspielt zu haben. Diese Art des Versuchens nennt man Shottaking.

Fazit

Bankroll-Management ist ein wichtiges und schwieriges Thema. Die eigene Bankroll bildet die Grundvoraussetzung, um überhaupt Poker spielen zu können, daher sollte man stets darauf achten, sie zu schützen. Ein angemessenes Bankroll-Management ist dafür zwingend notwendig.

Die besten Fähigkeiten bringen einem nichts, wenn man sie nicht einsetzen kann. Zuerst gilt es, die Varianz zu schlagen, erst dann die Gegner!

Multitabling

Im Internet gibt es die Möglichkeit, mehrere Tische gleichzeitig zu spielen, was natürlich seine Vorteile, aber auch Nachteile hat.

Vorteile

-    Als Winningplayer erhöht sich der Stundenlohn.
-    Durch die Tatsache, dass mehrere Tische gespielt werden, spielt man automatisch tighter.

Nachteile

-    Als Losingplayer verliert man sein Geld schneller.
-    Die Konzentration lässt schneller nach.
-    Es wird schwer, mehrere Entscheidungen innerhalb kurzer Zeit zu treffen.
-    Schlechter Überblick

 

Unterstützende Software


Wenn es das eigene Ziel ist, vermehrt SNGs zu spielen, ist es ratsam, sich eine Software zuzulegen, die die eigenen Resultate festhält und darüber Auswertungen erstellt. Tourney Manager (http://www.tourneymanager.net) liest die Handhistories automatisch ein und wertet diese so aus, dass man eine Übersicht über die Platzverteilung, den ROI oder auch den Stundenlohn erhält. Preis: $40.


Der SitNGo Wizard (http://www.sngwiz.com) ist ein Übungsprogramm, um Bubble- oder ITM-Situationen zu trainieren und diese zu perfektionieren. Es können ganze Hand Historys eingelesen werden oder eigene Situationen erstellt werden. 30 Tage Testphase, Preis: 99$.

X Informationen zu Cookies

Wir haben auf deinem Computer Cookies platziert, um deinen Aufenthalt auf unserer Website noch angenehmer zu gestalten. Du kannst deine  Cookie-Einstellungen  jederzeit ändern. Andernfalls setzen wir dein Einverständnis voraus.