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STT-Steps: Eine Einführung

In drei Teilen sollen die STT-Steps genauer unter die Lupe genommen werden. Der erste Teil wird sich damit auseinandersetzen, was STT-Steps sind, wie sie ablaufen und worin der Unterschied zu normalen STTs liegt. Darüber hinaus werde ich auf die Frage eingehen, ob es Sinn machen kann, erst in einem späteren Step einzusteigen und wenn ja, in welchem Step man einsteigen sollte. Der zweite Teil geht dann genauer auf die konkrete STT-Step-Spiel-Strategien ein und befasst sich mit den strategischen Unterschieden zu normalen STTs. Der dritte Teil geht dann ans Eingemachte und analysiert die STT-Steps auf Herz und Nieren. Dieser Teil ist jedoch ausdrücklich kein Basiswissen, sondern steht im Expertenbereich zur Verfügung.

Was sind STT-Steps?

Grundsätzlich sind STT-Steps Einzeltischturniere (STT = Single Table Tournament), in denen man sich Step-by-Step, also Schritt für Schritt zum Ziel pokert. Das Ziel ist in den meisten Fällen ein Turnier-Package für ein großes Event, wie bspw. EPT, APPT, oder WSOP.

Wie laufen STT-Steps ab?

Man kann sich STT-Steps wie eine Treppe vorstellen, die aus sechs Stufen besteht und an dessen oberen Ende ein großartiger Gewinn (wie bspw. ein EPT-Package) wartet.

Jede Treppenstufe steht für einen STT-Step. Man beginnt in der Regel auf Stufe 1 mit einem kleinen Buy-in von beispielsweise $7,50. Schafft man es, auf einen der ersten beiden Plätze, steigt man eine Stufe hinauf und erhält ein Ticket für Step 2. Platziert man sich auch dort auf dem ersten oder zweiten Platz, geht es weiter nach Step 3 und so fort, bis am Ende von Step 6 der ersehnte Gewinn steht.

Zusätzlich hat man die Möglichkeit, sich direkt in jeden Step einzukaufen, also beispielsweise direkt auf Step 4 zu beginnen. Die Höhe des jeweiligen Buy-ins kann dem obigen Bild entnommen werden.

Was ist der Unterschied zu normalen STTs?

Das besondere an STT-Steps besteht nun darin, dass man nicht gleich komplett von vorn beginnen muss, wenn man einmal nur Dritter oder Vierter wird. Der Drittplatzierte steigt zwar in der Regel nicht auf, erhält jedoch eine „zweite Chance" für die gleiche Stufe, indem er ein Ticket für denselben Step erhält. Darüber hinaus steigen bis zu drei weitere Plätze nur eine oder zwei Stufen hinab und können sich von dort wieder hochkämpfen.

In welchen Step sollte man einsteigen?

Prinzipiell besteht die Möglichkeit, sich auch direkt in höhere STT-Steps einzukaufen, ohne den Weg über die darunter liegenden Treppenstufen zu machen. Man macht sozusagen einen großen Schritt und überspringt einige Stufen.

Es stellt sich nun die berechtigte Frage, ob das Sinn macht und wenn ja, auf welcher Stufe ein Spieler einsteigen sollte.

Die Antwort darauf lautet: Das hängt vom Spieler ab.

Grundsätzlich kann ein Spieler, der in Step 1 einsteigt, nur die von ihm investierten $7,50 verlieren, während ein Spieler, der auf Step 6 direkt einsteigt, $2.100 verlieren kann. Auf der anderen Seite muss der Spieler, der in Step 1 einsteigt, sehr viel mehr Zeit investieren, um zum Ziel zu gelangen als der Spieler, der direkt in Step 6 eingestiegen ist.

Der Spieler, der immer auf Step 1 einsteigt, riskiert also pro Step-Karriere (also bis er endgültig ausscheidet) nur $7,50, während der Spieler, der auf Step 6 einsteigt, $2.100, also das 280-fache, riskiert.

Trotz dieses 280-fachen Risikos macht es durchaus Sinn, direkt in höhere Steps einzusteigen, wenn man wenig Zeit hat. Ein Pokerspieler verfügt über zwei wichtige Ressourcen: Zeit und Geld. Wie viel mehr Geld muss man nun aber im Vergleich zu Step 1 bezahlen und wie viel Zeitersparnis verschafft man sich dadurch? 

Mithilfe eines Computerprogramms habe ich etwa eine Million STT-Steps-Karrieren simuliert.

Ergebnis: Wer später einsteigt, trägt zwar pro Versuch ein wesentlich höheres finanzielles Risiko, spart sich jedoch ein Vielfaches davon an Zeitaufwand.

Wer also aufgrund seiner Bankroll ein höheres finanzielles Risiko pro Turnier eingehen kann und sich entschieden hat, STT-Steps zu spielen, sollte auf dem höchsten Step einsteigen, den sein Bankroll-Management erlaubt, um an der Ressource Zeit zu sparen. 


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