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Poker-Mythen, an die nach wie vor geglaubt wird
Poker ist ein derart beliebtes Spiel, dass sogar Menschen, die es noch nie gespielt haben, vieles darüber wissen. Oder zumindest glauben, vieles zu wissen.

Poker mag an Popularität gewinnen, aber es bleibt ein Spiel voller Missverständnisse.

Die moderne Pop-Kultur bereitet einigen Mythen den Nährboden. In Filmen und im Fernsehen wird Poker oft falsch dargestellt; der eigentliche Spielablauf wird unter den Teppich gekehrt.

Menschen, die tatsächlich Poker spielen, werden nicht müde zu erwähnen, dass „Filme es nie gut hinkriegen". Nur um allen anderen zu erklären, wie das Spiel gespielt werden muss.

Nicht zu vergessen sind auch diejenigen, die noch nie Poker gespielt haben. Auch sie haben sich eine Meinung über das Spiel gebildet, die höchstens für Spieler von Belang ist, die Poker noch nie ausprobiert haben.

Es ist ein Leichtes diesen „Poker-Mythen" zum Opfer zu fallen. Aktiven Spielern sollte dagegen alsbald auffallen, dass diese Mythen keinen Bestand haben.

Der folgende Artikel wirft einen Blick auf fünf Mythen. An wie viele davon haben Sie selbst geglaubt?

Mythos 1: Poker ist schwierig zu lernen

Viele Menschen fühlen sich von Poker eingeschüchtert. Manche von ihnen haben kein Problem damit, bei anderen Casinospielen ihr Glück zu suchen. Den Pokertisch meiden sie trotzdem. Sie glauben, dass es zu schwierig ist, das Spiel zu erlernen.

Die Angst ist durchaus nachvollziehbar.

Im Gegensatz zu anderen Casinospielen tritt man am Pokertisch gegen andere Spieler an (und nicht gegen das Casino). Dieser Umstand allein kann einen zurückschrecken lassen. Vor allem Interessierte, die das Spiel noch nie angefasst haben, aber verstehen, dass sie es mit Gegnern zu tun bekommen werden, die über weitaus mehr Erfahrung verfügen.

Texas Hold'em wird oft als ein Spiel beschrieben, dass „in einer Minute erlernt werden kann und ein Leben lang gemeistert werden muss". Zwar werden die meisten Leute mehr als eine Minute brauchen, um die Rangfolge der Hände und die Spielweise zu verinnerlichen; Tatsache ist aber, dass die Regelkunde nicht allzu schwierig ist.

Das Begreifen der Regeln ist nicht nur einfacher als die meisten annehmen, auch das Gewinnen am Pokertisch ist nicht so schwierig wie allgemein geglaubt wird. Es wird nur ein geringes Maß an Erfahrung benötigt, um das Poker-Geschick zu verbessern und ausreichend gut zu werden, um an den Tischen bestehen und vielleicht sogar gewinnen zu können.

Mythos 2: Poker ist ein reines Glücksspiel

Menschen, die Poker noch nie gespielt haben, setzen es manchmal mit Casinospielen wie Roulette oder Automaten gleich. Mit Spielen also, bei denen der Spieler keine Kontrolle darüber hat, was passiert.

Diese Menschen glauben auch, dass man die stärksten Hände ausgeteilt bekommen muss, um beim Pokern zu gewinnen. Wer Poker spielt, begreift aber schnell, dass das nicht der Fall ist.

Man kann beim Pokern auch ohne die beste Hand gewinnen. Tatsächlich ist es gar nicht so leicht mit der besten Hand zu gewinnen. Wenn man seine starken Hände schlecht spielt, gewinnt man oft weniger als man sollte.

Die Karten, die man ausgeteilt bekommt, wirken sich natürlich auf die Erfolgschancen aus. Wer auf eine fundierte Poker-Strategie vertraut, hat aber auch Mittel, um aus schlechten Händen das Beste zu machen.

Mythos 3: Poker ist kein Glücksspiel

Das ist die Kehrseite des letzten Mythos. Manch einer unterschätzt den Glücksfaktor und glaubt, Poker sei ein reines „Geschicklichkeitsspiel".

Zweifellos ist Poker ein Spiel, bei dem langfristig die geschickten Spieler triumphieren. Das heißt aber nicht, dass Glück keine Rolle spielt. Es kann sogar eine große Rolle spielen, vor allem bezogen auf einzelne Hände.

Pokerturniere bezeugen den Wahrheitsgehalt dieser Aussage auf dramatische Weise. So kann ein Spieler am Final Table mit der besten Hand All-In gehen, nur um zu verlieren und auszuscheiden.

Mit Pocket-Assen gegen ein anderes Pocket-Paar All-In zu gehen, gibt einem eine 4:1-Chance auf den Sieg. Die gute Gewinnchance besagt aber auch, dass in einem von fünf Fällen der Gegner obsiegen wird.

Und das ist nur eines von vielen Beispielen, in denen Poker zum Glücksspiel wird - selbst für Spieler, die Hände lesen können und in der Regel mit der besseren Hand All-In sind.

Mythos 4: Zum Gewinnen braucht man ein Pokerface

Am meisten überschätzt ist mit Sicherheit die Wichtigkeit von „Tells". Und der Blick auf Spieler, die besonders gut (oder auffällig schlecht) darin sind, Tells zu verstecken.

In Filmen wird Tells eine hohe Bedeutung beigemessen. Ein Auge, das zuckt; oder die Vorliebe eines Spielers für Oreo-Kekse (wir erinnern uns an John Malkovich in Rounders) erhöhen die Spannung während einer Hand.

Zur Wahrheit gehört zu sagen, dass Sie in einem Casino gut beraten sind, nicht jedes Mal wie ein Wahnsinniger zu grinsen, wenn Sie eine starke Hand haben. Oder unkontrollierte Zitteranfälle zu erleiden, wenn Sie einen Bluff wagen wollen.

Das Aufsetzen eines stoischen, unveränderlichen Pokerfaces ist aber nur ein kleiner Bestandteil des Spiels. Die meisten Spieler verraten mit ihren Einsätzen und anderen Winken mit dem Zaunpfahl oft viel mehr über ihre Hände als sie denken. Tells sind nur gelegentlich von Bedeutung.

Mythos 5: Poker ist von Betrügern durchsetzt

Die historisch belegte Wahrheit, dass Poker ein Spiel war, das vor allem „Falschspieler" angelockt hat, trübt bis heute den Blick auf das Pokerspiel. Filme haben viel zu dieser Sichtweise beigetragen - auf der Kinoleinwand haben so manche Spieler Karten im Ärmel versteckt.

Im 19. Jahrhundert war das Falschspielen keine Seltenheit. Spiele auf Dampfschiffen und in den Salons des Wilden Westens waren durchsetzt von Betrügern, die eine Reihe Methoden angewandt haben, um Unwissende auszunehmen. Die Gewalt, zu der es an den Tischen deshalb gelegentlich kam, wird gedanklich noch heute mit dem Spiel in Verbindung gebracht. Poker gilt als gefährlich (oder gar als kriminell).

Moderne, lizenzierte Pokerräume wenden viel Geld für Mittel zur Überwachung auf, um ein faires Spiel an den Tischen sicherzustellen. Online-Pokerräume ergreifen zahllose Maßnahmen, um die Spieler vor Betrug zu schützen. Das heißt beileibe nicht, dass die Spieler nicht aufmerksam sein sollten. Sich heute an einen Pokertisch zu setzen ist aber weitaus weniger gefährlich für den Geldbeutel als zur Anfangszeit des Spiels.

Heute ist Poker ein Spiel, das von vielen verschiedenen Menschen auf der ganzen Welt mit verschiedenen Stakes gespielt wird. Manche Mythen scheinen aber nicht verschwinden zu wollen. Diese Mythen halten daran fest, dass Poker schwierig und risikoreich ist oder Betrug Tür und Tor öffnet. Solche Vorstellungen haben aber (zum Glück) nur wenig mit der Realität gemein.
 
Quelle: PokerStarsBlog.de

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