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Konzepte: Spielertypen

Im Folgenden werde ich auf die unterschiedlichen Spielertypen am Pokertisch eingehen und praktische Tipps geben, wie man sie am besten identifiziert. Doch dieses Wissen allein genügt nicht. Deshalb werde ich im Anschluss daran Auskunft darüber geben, wie man gegen sie spielen sollte.

Loose vs. Tight

Ob ein Spieler eher loose oder eher tight spielt und wie stark, hängt davon ab, wie stark er seine Starthände selektiert. Während ein tighter Spieler nur Premiumhände spielt, mit denen er in den Folgerunden relativ klare Entscheidungen treffen kann, ist ein looser Spieler bereit, eine wesentlich größere Anzahl an Händen zu spielen, mit denen er jedoch häufig in schwierige Situationen geraten wird und oft marginale Entscheidungen zu treffen hat. Beide Spielweisen können wir entsprechend für uns nutzen, wenn wir sie erst einmal bei unserem Gegner identifiziert haben.
Zunächst sind wir jedoch daran interessiert, WIE wir diese Spielertypen erkennen können.

Regel

Zähle die Anzahl der Hände, mit denen ein bestimmter Spieler sich während einer vollständigen Runde (zehn Spieler) einbringt. Es ist zunächst unabhängig davon, ob er callt oder raist, allerdings sollten die Hände auf dem Big Blind, mit denen er einfach checkt, nicht mitgerechnet werden. Spielt der Spieler durchschnittlich ein bis zwei Hände pro Runde, so ist er als „tight" zu klassifizieren. Sind es fünf oder mehr Hände, die er spielt, so sollte er als „loose" klassifiziert werden. Spielt er jedoch durchschnittlich drei bis vier Hände pro Runde, so muss er noch etwas länger beobachtet werden, bevor ihm ein Stempel aufgedrückt wird, um sicher zu gehen, dass er nicht gerade mehrere gute Hände hintereinander bekommen hat, jedoch für gewöhnlich ein tighter Spieler ist. An dieser Stelle sei angemerkt, dass sich hieraus nur ein "erster Eindruck" ergeben kann, da eine Runde nicht ausreicht, um den Spieler entgültig einordnen zu können. Möglicherweise hat er gerade in dieser Runde einige sehr gute Starthände, oder überhaupt keine spielbaren Hände bekommen. Der vermeintlich tighte oder losse Spieler sollte also auch weiterhin beobachtet und die seine Prägung als tighter oder looser Spieler  gegebenenfalls angepasst werden.
Noch einmal auf den Punkt gebracht:

#Hände (call/raise)         Prägung
1-2                                        tight
3-4                                        weiter beobachten
5+                                          loose

Nutzen

Hat der Spieler von uns nun eine Prägung erhalten, stellt sich weiterhin die Frage, wie wir uns diese Prägung zunutze machen können.
Es gibt verschiedene Strategien, die gegen unterschiedliche Typen von Spielern mehr oder weniger erfolgreich sind. Wenn wir also die Zusatzinformation haben, welchem Spielertyp ein Spieler angehört, dann erhöhen wir die Erfolgschance für ein bestimmtes Spiel und das macht sich in unserem Erwartungswert bemerkbar.

Strategie 1: Blind Steal

Ein Blind Steal wird vornehmlich aus einer späten Position vorgenommen, also beispielsweise dem Button oder dem Cut-off. Dabei ist es jedoch wichtig, dass die Spieler vor einem bereits gefoldet haben. Viel wichtiger jedoch als die Frage nach der eigenen Position ist die Frage danach, welche Spielertypen gerade in den Blinds sitzen. Es ist ihr Geld, auf das wir es beim Blind Steal abgesehen haben. Alle anderen Spieler zwischen uns und ihnen haben es erheblich leichter, sich von ihrer Hand zu trennen, wenn wir ihnen mit einem Raise einen Grund dazu geben. Die Spieler in den Blinds jedoch sollten dazu am besten tighte Eigenschaften haben. Ein tighter Spieler hat vielleicht gar nicht erst damit geliebäugelt, eine Hand wie zu spielen, und kann diese ohne Probleme gegen einen Raise folden. Ein looser Spieler hat in der Regel jedoch wesentlich mehr Phantasie. Er könnte sich bereits dazu entschlossen haben, die Hand zu spielen. Noch dazu hat er auf den Blinds schon Geld im Spiel, sodass er wesentlich häufiger callen wird.

Strategie 2: Bluffplay

Neben anderen Voraussetzungen, die der Bluff hat, um erfolgreich zu sein, wie beispielsweise das Vorhandensein einer Scarecard oder ein tightes Tableimage, ist ein tighter Gegner wesentlich besser zu bluffen als ein looser Gegner. Tighte Spieler können sich besser von Händen trennen und das wollen wir in diesem Fall erreichen.

Strategie 3: Flopsteal

Beim Flopsteal callen wir bewusst einen tighten Spieler out of position, um auf dem Flop einen Bet anzusetzen. In den meisten Fällen spielt auch der tighte Gegner nicht mit einem hohen Paar, sondern mit zwei hohen Karten. Ist dies der Fall, trifft er nur zu etwa einem Drittel ein Paar oder besser auf dem Flop. Da er also in zwei Dritteln der Fälle am Flop vorbeirauscht, gibt uns dies wunderbare Odds, um es auf einen Steal auf den Flop abzusehen. Der tighte Charakter unseres Gegners gibt uns zudem eine höhere Fold Equity, wenn er zwar getroffen hat, doch beispielsweise nicht das Toppaar hält.

Aggressive vs. Passive

Eine weitere wichtige Eigenschaft eines Spielers ist sein Aggressivitätslevel. Ein Spieler, der unentwegt raist oder foldet, wird als „aggressive" bewertet, während ein Spieler, der nur selten raist, sondern üblicherweise callt oder foldet, als „passive" bezeichnet wird. Es kommt also nicht darauf an, wie häufig ein Spieler foldet, da diese Eigenschaft unter tight vs. loose vermerkt wird. Hier geht es darum, wie das Verhältnis der Raises und Bets zu den Calls steht, beziehungsweise, ob die Raises/ Bets oder die Calls überwiegen.

Regel

Zähle die Anzahl der Calls und die Anzahl der Raises und Bets, die der Spieler in einer vollständigen Runde unternimmt. Teile die Anzahl der Raises/ Bets durch die Anzahl der Calls. Der AC (Aggression Coefficient) besagt, wie aggressiv ein Spieler ist. Überwiegt die Anzahl der Raises um mindestens das Doppelte (d. h. AC > 2), dann ist der Spieler in jedem Fall als „aggressive" zu vermerken. Bei einem AC von unter 1 bekommt der Spieler einen „passive"-Stempel. Liegt der AC zwischen 1 und 2, dann sollte der Spieler weiter beobachtet werden. Hierzu sei angemerkt, dass siese Regel wiederum für Fullring-Tische mit sieben bis zehn Spielern gilt. Bei shorthanded Tischen bis sechs Spieler müssen zum Teil erhebliche Modifikationen vorgenommen werden, da hier das Spiel im Allgemeinen aggressiver ist. Ausdrücklich sei erwähnt, dass zum einen Checks und Folds hier außer Acht gelassen werden. Zum anderen müssen Spieler, die nach einer Runde bereits eine Prägung erhalten auch weiterhin beobachtet werden, um festzustellen, ob die erste Prägung in passive oder aggressive auch weiterhin korrekt ist. 
Noch einmal auf den Punkt gebracht:

(#Raises+Bets)/#Calls         Prägung
0-1                                             passive
1-2                                             weiter beobachten
2+                                              aggressive

Nutzen

Auch hier stellt sich wiederum die Frage, was wir mit den Klassifizierungen anfangen können, wenn wir sie erst einmal für eine Reihe von Spielern vorgenommen haben. Ich werde im Folgenden einige Strategien vorstellen, die explizit gegen aggressive bzw. passive Spieler funktionieren.

Strategie 4: Valuebet

Ein Valuebet ist ein Einsatz, den wir dann vornehmen, wenn unsere Hand stark ist und wir Chips in die Mitte bekommen möchten, damit uns die Stärke dieser Hand auch bezahlt wird. Diese Strategie funktioniert am besten gegen passive Spieler. Passive Spieler callen und checken lieber, als ihrerseits aktiv zu setzen. Es birgt sogar eine gewisse Notwendigkeit in sich, gegen einen passiven Spieler einen Valuebet anzusetzen, da ansonsten die Wahrscheinlichkeit eines Check-behind groß ist und wir eine zu diesem Zeitpunkt starke Hand möglicherweise nicht genügend bezahlt bekommen.

Strategie 5: Rope-a-Dope

Diese Methode zielt darauf ab, unseren Gegner die Valuebets machen zu lassen, die wir sonst vorgenommen hätten. Das wiederum bedeutet, dass diese Strategie nur dann einsetzbar ist, wenn wir eine Hand haben, mit der wir Valuebets machen würden – eine starke Hand. Da wir jedoch wissen, dass unser Gegner aggressive ist (am besten sogar loose-aggressive), lassen wir ihn unsere Valuebets machen und callen ihn lediglich. Das hat den Vorteil, dass sich unser Gegner sicherer wähnt, als wenn wir den aggressiven Part übernehmen würden. Lassen wir ihn sich in seiner Natur austoben, so lange das Board und unsere Karten es erlauben und suchen nach dem optimalen Zeitpunkt, um die wahre Natur unseres Blattes zu enthüllen.

Strategie 6: SM-Call

Starthände, die zwar in den allermeisten Fällen nach dem Flop nichts mehr wert sind, aber von allen marginalen Händen das meiste Potential haben, zum Monster zu werden, nenne ich SM-Hände („sleeping monsters" oder schlafende Monster). Zu den SM-Händen zähle ich kleine bis mittlere Päarchen, die als „Monster-Set" erwachen wollen, Ax-suited-Hände, in denen das „Nutflush-Monster" steckt und Suited Connectors (z. B. 76s, T9s, …), die als Straight- oder Flushmonster zutage treten können. Oftmals wird anhand der Potodds argumentiert, in welchen Situationen diese Hände gespielt werden sollten und wann nicht. Obgleich die Potodds hierbei eine wichtige Rolle spielen, kann auch der Spielertyp der noch verbleibenden Spieler ein Kriterium sein, hier zu callen. Sind die Spieler, die noch agieren müssen oder bereits in den Pot gelimpt sind, passive, dann kann es ebenfalls sinnvoll sein, diese SM-Hände zu spielen. Der Grund liegt nicht nur darin, dass wir mit einer hohen Wahrscheinlichkeit günstig den Flop sehen werden, um dann zu entscheiden, ob die Hand nun „Trash" ist oder zum Monster avanciert, sondern dass die passiven Spieler, mit denen wir im Pot sind, uns auch häufig die Gelegenheit geben werden, ohne weitere Einsätze mehr als nur den Flop zu sehen, wenn der Flop noch keine Hilfe gebracht hat.

Strategie 7: The Hammer

„The Hammer" ist die Sprichwörtliche Hau-drauf-Methode, mit der ein für dieses Spiel ungewöhnlich hoher Raise oder Reraise in den Pot gelegt wird. Mit dieser Strategie ist Loose-aggressive-Gegnern zu antworten, die den Tisch mit ihren häufigen Bets und Raises tyrannisieren. Es ist absolut notwendig, sich bei diesen Spielern so bald als möglich Respekt zu verschaffen, um nicht Opfer ihrer häufigen Bets und Raises zu werden, die sehr vieles bedeuten können. „The Hammer" bleibt in Erinnerung und sorgt unabhängig von seinem Ausgang dafür, dass die Loose-aggressive-Spieler ihr Aggressivitätslevel gegenüber uns zurückfahren. Es ist also eine Strategie, mit der wir die „Bullies" ein wenig unter Kontrolle bringen, damit sie uns nicht zu sehr in unser Spiel hineinpfuschen.

Strong vs. Weak

Starke und schwache Spieler unterscheiden sich zum einen dadurch, wie einfach sie uns Entscheidungen machen und zum anderen dadurch, wie berechenbar sie genau das machen, was wir von ihnen erwarten. Dabei ist es unerheblich, ob der Spieler loose oder tight spielt, wohingegen es nicht so unerheblich ist, ob er aggressive oder passive spielt. Insofern ist die Kategorie "Strong vs. Weak" nicht vollkommen unabhängig von der Kategorie "Aggressive vs. Passive" zu betrachten, da starke Spieler immer auch einen aggressiven Spielstil verfolgen. Es sei an dieser Stelle jedoch anzumerken, dass der Umkehrschluss nicht immer gilt, d.h. ein aggressiver Spieler muss nicht notwendiger Weise ein starker Spieler sein. Die meisten Weak-Spieler sind passiv, während die meisten Strong-Spieler aggressiv sind. Aus diesem Grund lassen sich die Konzepte Aggressive vs. Passive und Weak vs. Strong nicht optimal voneinander trennen.

Eine eindeutige Regel lässt sich hier nicht formulieren, doch prinzipiell sind Weak-Spieler leicht einzuschätzen und leicht einzuschüchtern, sodass sie selbst mit guten Blättern den Pot verlassen, solange sie kein Monster haben.

Strong-Spieler hingegen raisen häufig, mit unterschiedlichsten Händen, sind also unberechenbar und scheinen zu wissen, wann sie sich auf ein Rope-a-Dope einlassen, beziehungsweise wann sie den "Hammer" beantworten und wann nicht. Als Konsequenz können Pots, in denen nur Weak-Spieler sind, selbst dann lukrativ gespielt werden, wenn die eigenen Karten eigentlich zu schlecht wären, da allein die Anwesenheit dieser schwachen Spieler im Pot ausreicht, um in einer Vielzahl von Fällen den Pot ohne Showdown mitzunehmen. Gegen starke Spieler sollten eher weniger Hände gespielt werden und am besten solche, die sich nach dem Flop eindeutig als stark oder schwach entwickeln. Gegen starke Spieler sollten unklare Situationen vermieden werden, da die Gegner eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, dies zu erkennen und entsprechend auszunutzen. Strong und Weak ist immer eine Frage der Relation. Es sollte also darauf geachtet werden, dass die meisten Hände, in die man sich involviert, gegen Spieler gespielt werden, die in Relation zu einem selbst weak sind.

Klassische Spielertypen

Aus den obigen drei Basis-Kategorien lassen sich die klassischen Spielertypen herleiten, die im Folgenden beschrieben werden:

LPW (Loose-Passive-Weak oder "Calling Station")

Die so genannte Calling Station zeichnet sich durch das Spielen vieler Hände aus, mit denen jedoch zumeist passiv gecallt wird. Eine Calling Station ist ein schwacher Spieler, der zumeist aus einem Fehlverständnis des Spiels heraus in vielen Händen bis zum Showdown bleibt. Es wäre ein Fehler, zu versuchen eine Calling Station zu bluffen. Auch wenn diese Art von Spieler hin und wieder sein Blatt hinwirft, weil es angesichts der Höhe des Einsatzes allzu schwach ist, gibt es doch eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, von einer Calling Station auch mit solchen Händen gecallt zu werden, die nur einen reinen Bluff schlagen können. Ein Bluff kann also im Hinblick auf den Erwartungswert gegen eine Calling Station niemals lukrativ gespielt werden. Statt dessen sollte man mit den wirklich starken Händen gegen eine Calling Station einen deutlich höheren Preis verlangen, da die Chancen gut stehen, diesen Preis bezahlt zu bekommen. 

TPW (Tight-Passive-Weak)

Der tight-passive Spieler spielt nur sehr wenige Hände. Obgleich diese Eigenschaft grundsätzlich nichts schlechtes hat, tendiert er dazu, selbst seine starken Hände schwach zu spielen, indem er überwiegend callt, statt zu raisen, oder zu setzen. So passiert es diesem Spielertypus immer wieder, dass er zunächst die eindeutig stärkste Hand hält, jedoch später in der Hand von einem anderen Spieler ausgedrawt wird, da er nicht oder nicht genügend raist, um sie gegen schwache Draws zu schützen. Tight-passive Spieler sind weak, da sie nicht nur berechenbar sind, was ihre Starthandauswahl anbelangt (nur Premiumhände), sondern diese auch so zurückhaltend spielen, dass man als Gegner nicht unter Druck gesetzt wird, seine Hand zu folden. Gegen Tight-Passive-Spieler können Hände mit Draw-Potenzial sehr gut gespielt werden, da man gegen sie oft mehr Gelegenheiten als üblich bekommt, seinen Draw zu vervollständigen und in diesem Fall auch zumeist gut ausbezahlt wird, da unser Gegner selten eine schlechte Hand halten wird.

TAG (Tight-Aggressive)

Der tight-aggressive Spieler selektiert seine Starthände und spielt diese aggressiv. TAG sind zumeist starke Spieler, die sich ihre guten Hände bezahlen lassen und sich mit marginalen Händen gar nicht erst auf ein Spiel einlassen. Es sollte vermieden werden gegen TAGs mit "weak-Kicker" Händen wie beispielsweise A-9 oder K-T (je nach Position sogar Hände wie A-J, oder KQ) zu spielen, da diese dazu tendieren, von den Händen der TAGs dominiert zu werden, was eine ungünstige und unerwünschte Ausgangsposition darstellt. Bluffs hingegen gewinnen gegen tight-aggressive Spieler an Wert, da tight Spieler im Allgemeinen nur mit eindeutig starken Händen weiterspielen würden.

LAG (Loose-Aggressive)

Der loose-aggressive Spieler hat eine wesentlcih größere Bandbreite an Starthänden, als der TAG, spielt diese jedoch ebenfalls aggressiv. Diese Art zu spielen ist besonders unberechenbar. LAGs gewinnen hin und wieder sehr große Pötte, da sie aufgrund ihrer loosen Starthandauswahl sehr versteckte Monsterhände halten können. Auf der anderen Seite investieren sie jedoch auch Chips in viele Pötte, von denen sie die meisten aufgeben müssen. Es gibt Spieler, die diesen Spielstil besonders erfolgreich praktizieren, indem sie in der Lage sind, sehr gut einschätzen zu können, wo sie stehen. Diese Sorte von LAGs ist als Strong zu klassifizieren. Die überwiegende Anzahl der LAGs ist jedoch weak, spielt einfach nur zu viele Hände und versucht gerne, Gegner aus dem Pot zu bluffen. Gegen LAGs sollten die starken Hände extrem aggressiv und die Monsterhände slow gespielt werden, da die LAGs in diesem Fall das Setzen für einen übernehmen (siehe "Rope-a-Dope").

Maniac (Loose-Hyperaggressive-Weak) 

Eine besondere Form des LAG ist der so genannte "Maniac". Maniacs sind loose und hyperaggressive Spieler, die entweder on-tilt sind, also nicht mehr Herr ihres Verstandes, oder einer falschen Spielauffassung anheim gefallen sind. Maniacs sind im Gegensatz zum LAG weak, dennoch gefährlich, aber gern gesehene Gäste. Sie schieben oft und gerne alle Chips in die Mitte, um ihre Gegner zu schocken und haben das Potential, jede Starthand zu spielen. Hin und wieder gewinnen sie einen sehr großen Pot, doch in den meisten Fällen zahlen sie einfach nur mit ihren übertriebenen Raises ihre Gegner aus. Das macht Maniacs dauerhaft zu Geldautomaten. Man sollte auf eine Situation warten, in der man eine starke bis Monsterhand gegen einen Maniac spielen kann und entweder auf das All-in warten, oder selber schwach anspielen, da der Maniac in vielen Fällen versuchen wird, seinen Gegner mit einem zu hoch angesetzten Bluff aus dem Pot zu treiben.         

Aber Achtung: Man sollte Maniacs aus dem Weg gehen, wenn man gerade Shot-Taking betreibt, also auf einem Level sein "Glück" versucht, welches eigentlich etwas zu hoch für die aktuelle Bankroll ist. Maniacs sorgen mit fast jeder Hand für große Pötte, verlieren aber auch nicht jeden davon. Und auch ein Maniac kann mal ein Monster finden. Man braucht also einen etwas längeren Atem oder darf kein Pech haben, sonst ist schnell der eigene Stack  weg.

 

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