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NLHE Cash - Starthand-Tabelle
No Limit Hold'em ist ein Spiel voller Entscheidungen. Die erste Entscheidung, die du treffen musst, heißt: "Will ich in die Hand einsteigen oder nicht?" In diesem Artikel zeigen wir dir, welche Hände gut genug sind, um mitzuspielen - und wie du sie spielen solltest. Vor dem Flop hängt deine Entscheidung von drei Dingen ab:
  • Die Stärke deiner Hand
  • Deine Position
  • Die Aktionen der Spieler vor dir
Mit steigender Erfahrung wirst du deine Entscheidung von weit mehr Dingen abhängig machen, doch für einen Anfänger reichen diese drei Faktoren bei weitem aus.
Der wichtigste Faktor ist die Stärke deiner eigenen Hand. Wir unterscheiden zwischen sehr starken, starken, spekulativen und den restlichen Händen.

Sehr starke Hände können immer gespielt werden. Zwar gibt es einige Ausnahmen dieser Regel, doch im Allgemeinen willst du eine Hand dieser Kategorie auch spielen. Und natürlich willst du dir selbst mit der Hand einen großen Pot aufbauen. In diese Kategorie fallen Startkarten wie , , und .
Starke Hände sind in vielen Situationen spielbar. Wenn vor dir noch niemand erhöht hat, ist in den meisten Fällen ein "Raise" (Erhöhung) die richtige Strategie. Du solltest nur vorsichtig sein, wenn du selbst gegen ein Raise spielen willst. Je nach Situation kann für den Fall, dass du auf eine Erhöhung antworten willst, eine von drei Preflop-Optionen die richtige sein: Manchmal musst du ein "Re-Raise" bringen (also deinerseits erhöhen), manchmal solltest du "callen" (also einfach nur mitgehen) und ganz selten solltest du eine starke Hand schon vor dem Flop passen. Starke Startkarten sind Paare wie , , , Asse mit einem guten Kicker wie , , und alle Kombinationen zweier Karten ab Zehn oder höher - wie oder .
Spekulative Hände sind wesentlich schwächer sind als die oben gezeigten Startblätter. Wenn du jedoch einen günstigen Flop erwischst, können auch diese Hände zu ziemlich starken Blättern werden. Wenn du gegen eine Erhöhung spielst, ist immer Vorsicht geboten. Andererseits ist es in der richtigen Position durchaus üblich, ein solches Raise zu callen. Wenn niemand vor dir erhöht hat, kannst du entweder auch callen (mitgehen) oder gelegentlich raisen (erhöhen). Spekulative Startkarten sind kleine Paare von bis , die sich mit dem Flop verbessern müssen, damit es sich lohnt, auch danach im Pot zu bleiben. Auch Hände, aus denen Straßen oder Flushs entstehen können, fallen in diese Kategorie: Asse mit einem kleinen Kicker in gleicher Farbe, aufeinander folgende Karten gleicher Farbe wie , usw. Im Allgemeinen solltest du mit solchen Händen vor dem Flop nicht nicht allzu viel investieren.
Alle Startkarten, die nicht in eine der oben genannten Kategorien fallen, sind in der Regel zu schwach, um weiter mitzuspielen. Man kann zwar manche davon vom Button aus raisen, doch in den meisten Fällen solltest du sie wegwerfen.
Der nächste Faktor für deine Entscheidungen vor dem Flop ist deine Position. Wenn nach dir noch viele Spieler am Zug sind, solltest du der Beurteilung deiner Startkarten ganz besondere Aufmerksamkeit widmen. In solchen Fällen besteht immer die Chance, dass jemand sehr starke Karten hält, aber noch nicht agiert hat, und dass du die Hand "out of position" spielst. Das Spielen von der falschen Position aus aber solltest du möglichst vermeiden - besonders mit schwächeren Blättern.



Der letzte entscheidende Faktor sind die Aktionen, die unmittelbar vor dir ablaufen. Wenn jemand vor dir in den Pot einzahlt, weißt du, dass er ein Blatt hat, das er auch spielen möchte. Ein Raise zeigt dir im Grunde, dass jemand seiner Hand vertraut und sie für stark genug hält, um damit zu erhöhen. Du musst die Auswahl deiner eigenen Starthände dieser neuen Information anpassen. Fass deine Kriterien strenger und spiele nur Startkarten, die mit seiner Hand konkurrieren können. Zwar weißt du nie ganz genau, was deine Gegner auf der Hand haben, doch kannst du die Anzahl der Möglichkeiten oft ziemlich weit eingrenzen und so besser einschätzen, auf was du dich möglicherweise einlässt.

Vor dem Flop raisen:

Es gibt keinen klar definierten Betrag, den du vor dem Flop setzen solltest. Achte einfach auf die folgenden, simplen Regeln:
  1. Wenn du der erste Spieler bist, der in den Pot einzahlt, solltest du bei einem Raise das 3-4-fache des Big Blinds setzen - in einem $0,10/$0,20 Spiel also zwischen $0,60 und $0,80 . In einem $0,50/$1 Spiel sollte dein Raise $3 bis $4 betragen usw. Wenn du das Gefühl hat, dass deine Einsätze zu oft gecallt werden, kannst du sogar ein wenig mehr setzen. Gerade in Micro Stakes-Spielen (Spielen um sehr kleine Einsätze) kannst du mit deinen sehr starken Händen so den Pot etwas aufbauen.
  2. Wenn ein anderer Spieler bereits gecallt hat und du dennoch eine Erhöhung bringen willst, addierst du den Betrag des Calls zu deinem Raise hinzu. Willst du z.B. also um drei Big Blinds erhöhen und ein Spieler hat bereits gecallt, solltest du vier Big Blinds setzen. Haben schon zwei Spieler gecallt, setzt du fünf Big Blinds usw.
  3. Wenn du ein Re-Raise bringen willst, solltest du ungefähr den dreifachen Betrag des ursprünglichen Raise in den Pot zahlen. Ein Beispiel: Ein Spieler vor dir hat auf $7 erhöht. Du hältst und entscheidest dich für ein Re-Raise. Du solltest also ungefähr $21 setzen. Falls andere Spieler die erste Erhöhung bereits gecallt haben, addierst du ihren Call zu deinem Re-Raise hinzu. Wenn also ein anderer Spieler das ursprüngliche $7 Raise gecallt hat, solltest du $28 setzen.
  4. Du solltest übrigens möglichst immer um den gleichen Betrag erhöhen - ganz unabhängig von der Stärke deiner Hand. Auf diese Art können deine Gegner nicht anhand deiner Einsatzhöhe die Stärke deiner Hand bestimmen.
Das reicht fürs Erste an Theorie, nicht wahr?

Als Erster handeln beim No Limit Hold'em

Hier sind ein paar Beispiele für den Fall, dass du als Erster in den Pot einsteigst. 

 
Im Allgemeinen solltest du als erster Spieler mit einem Raise in den Pot einsteigen. Auf diese Art setzt du deine Gegner unter Druck und vergrößerst den Pot schon einmal für deine sehr starke Hand.
 

Spiel gegen Limper beim No Limit Hold'em

Die nächsten Beispiele behandeln das Spiel gegen "Limper" - Spieler, die nur mit einem Call in den Pot einsteigen. Ein solches Verhalten ist normalerweise ein Zeichen von Schwäche - also solltest du deine Position ausnutzen und Druck auf diesen Limper ausüben.

 


Spiel gegen ein Raise beim No Limit Hold'em

Hier folgen einige Beispiel, wie du auf ein Raise vor dir reagieren könntest. Eine Erhöhung vermittelt zunächst einmal den Eindruck von Stärke und sollte die Beurteilung deiner eigenen Starthand beeinflussen. Normalerweise sollten nur sehr starke Hände gegen ein Raise gespielt werden. Mit starken oder spekulativen Händen hingegen musst du sehr vorsichtig sein. In der richtigen Situation kannst du ein Raise zwar auch mit einer solchen Hand callen, doch im Allgemeinen solltest du vor dem Flop nicht zu viel investieren. Aber noch wichtiger ist: Du solltest dich nicht selbst in die Situation bringen, in der du die zweitbeste Hand floppst.

Hier einige Beispiele für das Spiel gegen ein Raise:

 

Merkzettel für das Spiel vor dem Flop beim No Limit Hold'em:

  • Spiel deine starken Hände aggressiv
  • Vermeide Slowplay
  • Erhöhe immer um das 3-4-fache des Big Blinds
  • Falls du mit einem Raise in den Pot einsteigst, addiere für jeden Limper immer einen BB zu deinem Raise hinzu.
  • Wenn du ein Re-Raise bringen willst, solltest du in etwa den dreifachen Betrag des ursprünglichen Raise setzen. Wenn jemand das erste Raise callt, addiere den Betrag zu deinem eigenen Raise hinzu.
  • Beachte deine Position: Spiele tight in den frühen Positionen und etwas lockerer in den besseren Positionen.
Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um dir die oben genannten Regeln noch einmal einzuprägen. Wenn du damit fertig bist, ist es Zeit für unsere letzten Beispiele:



No Limit Holdem - Starthand-Tabelle

Bisher haben wir die allgemeinen Konzepte für das Preflop-Spiel beim No Limit Hold'em besprochen. Aber eigentlich erwartest du eine genaue Anleitung, was du je nach Situation beim Spiel vor dem Flop beachten musst? Dann bekommst du jetzt von uns noch einiges mehr: Unsere Starthand-Tabelle.


So liest du die Starthand-Tabelle:

Spalte 1: Deine Karten.
  • AA-QQ - das sind zwei Asse, Könige oder Damen.
  • 88-22 - alle "Pocket-Paare" zwischen 2-2 und 8-8.
  • AK - sind Ass und König einer Farbe ("suited") oder in verschiedenen Farben "Offsuit").
  • A9s oder 54s bedeutet "suited". Wenn deine Karten also dieselbe Farbe haben, solltest du hier nachschlagen.
  • O steht für offsuit. Hier schaust du also nach, wenn du KhQs, nicht aber KdQd hältst.
Spalte 2: Deine Position.
  • An einem Tisch mit neun Spielern heißen die ersten beiden Plätze links des Big Blinds "frühe Positionen" (EP - "early position"), die drei nachfolgenden Plätze sind die mittleren Positionen (MP - "middle position"). Ihnen folgen die späten Positionen ("late position") - der Spieler am Button und der Spieler rechts neben ihm.
Spalte 3 - 5: Die Aktionen vor dir.
  • Ganz einfach: Wenn vor dir alle passen und du der erste bist, der in den Pot einsteigt, liest du die dritte Spalte: "Alle passen".
  • Wenn mindestens ein Spieler den Big Blind gecallt hat, schaust du in die vierte Spalte: "Jemand callt". Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Spieler gecallt haben.
Call 20.
  • Mit kleinen und mittleren Paaren verbessert sich dein Blatt gelegentlich mit dem Flop zu einem Drilling (Set). Ein Set ist eine sehr starke Hand, die oft sehr hohe Pots gewinnt. Aber da dir der Flop nicht immer einen Drilling bescheren wird, solltest du dich vergewissern, ob dein Chipstack und der Stack deines Gegners groß genug sind, um einen Call einträglich zu machen. Unsere Faustformel in diesem Fall lautet, dass du und dein Gegner Stacks in Höhe von mindestens dem 20-fachen des Raise halten sollten.
Jemand raist bedeutet, dass jemand vor dir ein Raise gebracht hat. Falls noch ein weiterer Spieler erhöht hat, ist diese Spalte bedeutungslos. Nur wenn ein Spieler raist und einer oder mehr Spieler dieses Raise callen, ist diese Spalte von Bedeutung.

Wenn nach dir jemand raist:

Das ist sehr einfach - passt jedoch nicht in die Tabelle.
  • Wenn du ein Pocket-Paar hast, folgst du der "Call 20-Regel", wie wir sie oben erklärt haben.
  • Hast du AA oder KK, kannst du re-raisen oder möglicherweise All-in gehen.
  • Wenn du kein Pocket-Paar, AA oder KK hat, passt du. Auch mit AK.
 
Abschließen noch eine einfache, aber sehr wichtige Regel zu unserer Starthand-Tabelle: Ist deine Hand nicht in der Tabelle, solltest du passen. Außer du sitzt im Big Blind - und niemand erhöht ...
 
 

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