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Stilfrage – welcher Pokerstil ist der richtige für dich?
Poker ist ein kreatives Spiel. Darum gibt es weder die beste Pokerstrategie, noch einen einzelnen Stil, der den Erfolg garantiert. Viele Wege führen zum Ziel, daher gibt es unterschiedliche Spielstile, die allesamt erfolgreich gespielt werden können.

Um eines vorne Weg zu nehmen. Auch wenn es nicht den besten Pokerspielstil gibt, so gibt es dennoch zahlreiche Strategien und Taktiken, die zum Scheitern verurteilt sind. Kreativität gibt dir keinen Freifahrtschein Fehler zu begehen. Bist du zu passiv oder zu verrückt, dann werden deine Gegner das ausnutzen.

Im großen Spektrum der unterschiedlichen Spielarten gibt es jedoch eine Zone, in der die gewinnbringenden Pokerstile liegen. Neuen Spielern wird die tight-aggressive Spielweise nahegelegt. In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit tight-solid, solid-aggressive, opportunistic-aggressive sowie all-out-attack.

Was kümmert mich der Spielstil?

Wenn du deinen Stil beibehältst, hilft es dir den Fokus zu bewahren. Dies ist wichtig für deine Mentalität und verhindert Tilt. Wenn du den für dich optimalen Spielstil gefunden hast, wirst du entspannter sein. Wenn du dagegen gezwungen bist einen anderen Stil zu spielen, kann dich das schnell verunsichern.

Unterschiede und Grenzen der Stile

Alle hier aufgeführten Spielstile können gewinnbringenden gespielt werden. Mit dem aggressivsten Stil (all-out-attack) wirst du immer noch gute Laydowns machen. Mit dem konservativsten Stil (tight-solid) wirst du immer noch die Gelegenheit haben vorsichtige Spieler zu Folds zu bringen.

Es gibt keinen ‚richtigen Stil', sondern nur einen, der am besten zu dir passt. Überlege dir, was dir am besten liegt und was nicht, was leicht oder aufregend klingt. Doch genug der Einleitung, sehen wir uns die Stile an.

Tight-Solid – die vorsichtige Herangehensweise

Der Tight-Solid-Spieler will möglichst viel Kontrolle haben und versucht die Varianz im Zaum zu halten. Auch wenn er dabei nicht immer den maximalen Erwartungswert (EV) herausholt. Dafür wird er in knappen Situationen gute Folds (Karten wegwerfen) machen und Geld sparen. Er wird weniger Risiko eingehen, dafür aber auch leichter auszuspielen sein.

Fähigkeiten: Gute Folds finden, riskante Bluffs vermeiden und Varianz minimieren.
Schwächen: Fühlt sich unwohl wenn ein großer Pot gespielt wird, verpasst gute Bluffs und ist für den Gegner leichter zu durchschauen.

Solid-Aggressive – dosierte Aggressivität

Dieser Spieler ist immer noch vorsichtig wenn es um riskante Investitionen geht. Allerdings setzt er sich durchaus auch zur Wehr und bezahlt auch mal eine große Bet, auch wenn es eine knappe Entscheidung ist. Der Solid-Aggressive Spieler sieht sich etwas mehr Flops an, wird jedoch nicht unvorsichtig.

Fähigkeiten: Eine starke Balance zwischen einem soliden Basisspiel und Aggression zur rechten Zeit.
Schwächen: Es fehlen die starken Folds und Bluffs. Ab und an verpasst er es, seine Gegner auszuspielen.

Opportunistic-Aggressive – die Gelegenheit beim Schopf packen

Wie die solid-aggressiven Spieler haben auch opportunistic-aggressive Spieler ein starkes Fundament. Im Gegensatz zu ihren Kollegen sind diese Spieler jedoch eher bereit ein Risiko einzugehen. Sie setzen auch in Situationen, in denen es nicht viel zu holen gibt oder bezahlen eine Bet, auch wenn sie in den meisten Fällen hinten liegen.

Fähigkeiten: Innovative Spielzüge finden, die andere nicht sehen. Ein solides Grundspiel, jedoch anpassungsfähig, damit er nicht leicht durchschaut wird.
Schwächen: Verpasst einige gutes Folds und ist an manchen Stellen etwas zu aggressiv.

All-Out-Attack – alles nach vorne werfen

Der All-Out-Attack-Spieler gibt immer Vollgas und bestraft jeden Gegner, der Schwäche zeigt. Dieser Spieler versucht immer das Maximale herauszuholen und den Tisch zu kontrollieren. Das sehr aggressive Verhalten führt dazu, dass andere vorsichtiger werden und hoffen mit einer starken Hand ausbezahlt zu werden.

Ein All-Out-Attack-Spieler ist jedoch nicht verrückt und weiß, wann er ein paar Gänge zurückschalten muss. Durch dünne Value Bets und knappe Calls (Bets und Calls mit einem nur geringen Erwartungswert) ist die Varianz jedoch hoch. Dementsprechend verhält sich auch die Bankroll.

Fähigkeiten: Fehler von Gegnern und jedes Anzeichen von Schwäche unbarmherzig ausnutzen. Pots gewinnen, die passivere Spieler nicht holen könnten.
Schwächen: Mit der Aggression manchmal zu weit gehen und gewitzten Gegnern die Möglichkeit geben Fallen aufzubauen.

Fazit: Du wirst nach und nach deinen Pokerstil finden. Wichtig ist nur, dass dieser in der profitablen Zone liegt. Jede Hand zu spielen ist nicht extrem aggressiv, sondern einfach nur verlustreich. Gleiches gilt für ein zu vorsichtiges Spiel, denn ohne Risiko kommst du nicht weit.
Was für ein Typ von Spieler bist du? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!

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