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FLP: Spezielle Blätter lesen

Flushs und Flushdraws lesen

Auf dem River ist es leicht zu sehen, ob ein Flush möglich ist. Wenn es drei Karten derselben Farbe auf dem Board gibt, müssen beide Holecards eines Spielers von derselben Farbe sein, um ihm einen Flush zu geben. Wenn vier Karten derselben Farbe auf dem Board liegen, hat ein Spieler mit einer Karte dieser Farbe bereits einen Flush. Wenn alle fünf Karten auf dem Board dieselbe Farbe zeigen, hat jeder Spieler einen Flush. Die Rangfolge dieser Flushs hängt von der Rangfolge der Karten in ihrer Hand ab, die von derselben Farbe wie das Board sind.

Wenn die Starthand suited ist, dann gibt es drei Wege, einen Flush zu erhalten.
  • Alle drei Karten des Flops haben dieselbe Farbe wie die beiden Holdecards. Der Spieler hat einen Flush auf dem Flop.
  • Zwei der Flop-Karten sind von derselben Farbe wie die beiden Holecards. Der Spieler braucht eine weitere Karte dieser Farbe auf dem Turn oder River.
  • Eine Karte auf dem Flop ist von derselben Farbe wie die beiden Holdecards. Der Spieler benötigt sowohl auf dem Turn als auch auf dem River eine weitere Karte von dieser Farbe.
Wenn die Starthand eines Spielers suited ist, wie oft floppt er dann einen Flush? Wie oft floppt er einen Flushdraw mit zwei Karten von derselben Farbe auf dem Flop? Tabelle A führt die Häufigkeiten auf, mit denen drei, zwei, eine und null Karten derselben Farbe auf dem Flop kommen, wenn die Holecards suited sind.

Tabelle A
W'keiten, mit Suited Holecards Flush-Karten zu floppen
Suited auf dem Flop Rechnung % Flush
3 11/50 x 10/49 x 9/48 0,8 %
2 11/50 x 10/49 x 39/48 x 3 10,9 %
1 11/50 x 39/49 x 38/48 x 3 41,6 %
0 39/50 x 38/49 x 37/48 46,6 %
Gesamt   100,0 %


Aufgrund von Rundungsfehlern addieren sich die Einzelergebnisse nicht zu 100 % auf.

Mit zwei Starthandkarten von derselben Farbe floppt ein Spieler einen Flush in weniger als 1 % der Fälle. Zumeist enthält der Flop entweder eine oder keine Karte derselben Farbe wie die Holecards.

Das bedeutet jedoch nicht, dass wenn das Board drei Karten derselben Farbe enthält, ein Spieler in weniger als 1 % der Fälle einen Flush hält. Tatsächlich hat eine Zufallshand bei einem einfarbigen Flop eine 3,8%-Chance (10/49 x 9/48), einen Flush zu bilden. Diese Zahlen mögen zunächst widersprüchlich wirken, doch sie sind es nicht. Im ersten Szenario beginnt ein Spieler mit zwei Karten von derselben Farbe, die er kennt, sodass er alle drei Flop-Karten von derselben Farbe benötigt. Im zweiten Szenario beginnt es damit, dass er weiß, dass alle drei Flop-Karten von derselben Farbe sind, sodass er die Wahrscheinlichkeit berechnen muss, dass irgendein Spieler zwei Holecards von derselben Farbe hält. Der Unterschied liegt in der Ausgangsbasis. In der ersten Situation kennt er zwei Karten und braucht drei weitere. In der zweiten Situation kennt er drei Karten und braucht zwei weitere.

Der häufigste Weg, wie ein Spieler einen Flush macht besteht darin, dass er zwei Karten einer Farbe in seiner Hand hält und zwei weitere auf dem Flop kommen. Dann kann er seinen Flush entweder auf dem Turn oder River vervollständigen, indem er eine fünfte Karte seiner Farbe trifft. Aus diesem Grund spielen viele Spieler gern Suited Cards. Suited Cards sind nützlich, da sie der Hand eine weitere Möglichkeit geben, zu gewinnen. Allerdings werden sie auch oftmals von Spielern überbewertet, die alle Suited Cards spielen, unabhängig davon, wie deren Kartenwert oder Straight-Potential aussieht.

Ein Spieler, der in Late Position raist, nachdem zwei Flush-Karten auf dem Board liegen, könnte dadurch signalisieren, dass er einen Flushdraw hat und auf dem Turn einen Freecard-Raise spielt. Wenn ein Spieler ein solches Spiel macht, während Sie in Early Position sitzen, sollten Sie darüber nachdenken, auf dem Turn zu setzen, wenn Sie glauben, dass Ihre Made Hand im Augenblick besser ist. Die Freecard-Raise-Strategie ist nützlich, ebenso wie die Gegenstrategie, erneut zu setzen, wenn keine Flush-Karte auf dem Turn kommt. Dies wird genauer in der Artikelserie über den Freecard-Raise diskutiert.

Wenn ein Spieler einen Flushdraw floppt, mit zwei Karten von derselben Farbe wie seine Holecards, wie oft trifft er dann seinen Flush auf dem Turn, auf dem River oder gar nicht? Die Berechnungen werden in Tabelle B dargestellt. Diese Berechnungen finden auch dann Anwendung, wenn seine Hand eine Karte für den Flushdraw enthält und die anderen drei  Karten auf dem Board liegen.

Tabelle B
W'keit, dass ein Flushdraw auf dem Flop
einen Flush auf dem Turn oder River macht
Wann Rechnung Prozent
Turn 9/47 19,1 %
River 38/47 x 9/46 15,8 %
Gesamt Flush 9/47 + (38/47 x 9/46) 35,0 %
Nie 38/47 x 37/46 65,0 %


Die Wahrscheinlichkeit, den Flush auf dem River zu treffen, wird um die Wahrscheinlichkeit reduziert, den Flush auf dem Turn zu treffen. (Die Wahrscheinlichkeit, den Flush nicht auf dem Turn zu treffen, beträgt 38/47.) Wenn der Flush auf dem Turn bereits vervollständigt wurde, dann ist es bedeutungslos, wenn auf dem River eine weitere Flush-Karte folgt. Wenn die Turnkarte keinen Flush macht, dann besteht eine 19,6%-Chance, dass der Flush auf dem River kommt (9/46).

Ein anderer Weg, einen Flush zu machen ist, wenn jemand mit zwei Karten derselben Farbe startet, eine Karte dieser Farbe floppt und dann einen Runner-Runner-Flush (eine Karte derselben Farbe sowohl auf dem Turn als auch auf dem River zu treffen) trifft. Einen Flush auf diese Art und Weise zu treffen ist fast ein Unfall. Es ist nicht korrekt für einen Spieler, auf einen Runner-Runner-Flush zu drawen, solange er nicht noch etwas anderes, für das es sich weiterzuspielen lohnt, wie zum Beispiel ein Split Pair auf dem Flop, hat. Vor dem Turn sollte der Spieler den Flush nicht als Hauptgrund haben, um in der Hand zu bleiben.

Wenn ein Spieler einen Runner-Runner-Flushdraw floppt, wie oft hat er dann vier Karten zu einem Flush auf dem Turn und wie oft vervollständigt er seinen Flush auf dem River? Die Berechnungen dazu werden in Tabelle C wiedergegeben.

Tabelle C
W'keit, einen Runner-Runner-Flush zu treffen
Aktion Rechnung Prozent
Einen Flushdraw auf dem Turn haben 10/47 21,3 %
Keinen Flushdraw auf dem Turn haben 37/47 78,7 %
Einen Flush auf dem River treffen 10/47 x 9/46 4,2 %
Einen Flushdraw auf dem Turn haben,
aber keinen Flush auf dem River treffen
10/47 x 37/36 17,1 %


Wenn vier Karten derselben Farbe auf dem Board liegen, ist es für jeden Spieler einfacher, einen Flush zu haben. Ein Spieler, der das einer Farbe hält, von der drei Karten auf dem Flop oder Turn liegen, hat ausreichende Potodds, um die Hand bis zum River zu sehen und auf den Nutfush zu drawen. Ein Spieler mit dem oder der dieser Farbe drawt auf einen anderen als den Nutflush. Er könnte seinen Draw treffen und dennoch verlieren.

Wenn das Board auf dem River keine drei Karten derselben Farbe enthält und Sie glauben, dass Ihr Gegner auf einem Flushdraw war, brauchen Sie sich um einen Flush nicht zu sorgen. Dies könnte Ihnen erlauben zu bluffen, wenn Ihr Gegner einen Flushdraw hatte, während Sie selbst keine sonderlich gute Hand haben, oder Sie könnten mit dem Gedanken spielen, einen Bluff hervorzurufen, wenn Sie nicht glauben, dass Ihr Gegner callen würde, wenn Sie setzen.

Straights und Straightdraws lesen

Straights sind schwieriger zu lesen als Flushes. Nachdem die River-Karte auf dem Board liegt, ist es einfach zu bestimmen, ob ein Flush möglich ist, indem man nach drei oder mehr Karten derselben Farbe schaut. Fertige Straights sind schwieriger zu erkennen. Die meisten Boards, gerade jene ohne Paar, enthalten Straight-Möglichkeiten. Es kann durchaus schwierig sein zu bestimmen, ob jemand eine Straight bekommen hat. Die Abfolge des Boards und der Aktionen des Spielers können Ihnen helfen, die Möglichkeit einzuschätzen, dass der Spieler eine Straight hat.
Board #1

Flop: rainbow

Turn:

River:

Auf Board #1 gibt es drei verschiedene Starthände, die eine Straight bilden könnten: , , . Von diesen wird am häufigsten gespielt. Da aus zwei hohen Karten besteht, sind viele Spieler bereit, diese Starthand zu spielen, insbesondere wenn sie suited ist. Manche Spieler sind auch selektiver und spielen nur in bestimmten Situationen. Andere Spieler wiederum sind überhaupt nicht selektiv und spielen aus jeder Position. Die weniger selektiven Spieler könnten ebenfalls und spielen, wenn auch nicht genauso häufig. Selbst grauenhafte Spieler verstehen, dass hohe Karten besser sind als niedrige Karten.


Die Textur und Abfolge des Boards ist wichtig. Es wäre eine Überraschung, wenn jemand mit oder einen Bet auf dem obigen Flop callen würde. Auf dem Turn erhalten und einen Open-Ended-Straightdraw, beziehungsweise einen Inside-Straightdraw und könnten damit bis zum River bleiben.

Das gleiche Board mit veränderter Abfolge der Karten:
Board #2

Flop: rainbow

Turn:

River:

Auf einem Flop haben sowohl als auch einen Open-Ended-Straightdraw. Spieler mit diesen Händen werden vermutlich bis zum River bleiben, da sie acht Outs haben, um eine Straight zu bilden. Wenn sich Flushmöglichkeiten ergeben oder das Board sich paart und stark gesetzt wird, könnten sich die Odds ändern, was jedoch die meisten Spieler nicht sonderlich stört. Ein Spieler mit wird auf dem Flop vermutlich dabeibleiben, da einen Inside-Straightdraw hält, zusammen mit zwei Karten, die höher sind als ein Middle Pair. hat nur vier Outs (die Jacks), um eine Straight zu bilden und kann deshalb leichter aus dem Pot gedrängt werden als oder , die jeweils acht Outs haben, um eine Straight zu bilden. Nicht jeder foldet , aber die besseren Spieler werden es folden, wenn die Bet-Größe im Verhältnis zur erwarteten Potgröße zu hoch ist.


Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Boards liegt in der Abfolge der Karten. Wenn ein Board wie Board #2 fällt, gibt es eine größere Zahl an Straights, die jemand im Showdown aufdecken könnte, als bei Board #1, obgleich die Boards auf dem River identisch sind. Auf Board #2 sollten Sie sich angesichts der Entwicklung des Boards selbst mit drei Kings nicht allzu sicher sein. Nach dem Turn oder River müssen Sie gegebenenfalls zurückstecken und nur noch callen, wenn ein anderer Spieler aggressiv wird.
Hier nun noch ein anderes Board mit denselben fünf Karten wie auf Board #1 und #2, jedoch mit erneut veränderter Abfolge.
Board #3

Flop: rainbow

Turn:

River:

Es wäre eine Überraschung, wenn jemand beim Showdown umdrehen würde. Verglichen mit den beiden vorherigen Flops gibt es hier nicht sonderlich viele Gründe für Spieler mit , einen Bet auf dem Flop zu callen. Mit könnte man callen, abhängig vom Spieler, dem Setzverhalten auf dem Flop und der Art und Weise, wie die anderen Spieler spielen. Ein Spieler mit , der sich den Turn ansieht, bleibt üblicherweise auch bis zum River, da er acht Outs hat, um die Nutstraight zu bilden. Wenn Sie auf Board #3 ein Set Kings gegen einen soliden Spieler halten, brauchen Sie keine Angst vor einer Straight zu haben und können zuversichtlich sein, die beste Hand zu halten.


Wann man Angst vor einer möglichen Straight haben sollte und wann nicht

Achten Sie auf die Textur des Flops, um in Erfahrung zu bringen, welche Karten jemandem einen Straightdraw gebracht haben könnten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie in die Eisen steigen sollen, nachdem eine solche Karte auf dem Board erschienen ist. Auf Flops mit zwei hohen Karten könnte jemand einem Straightdraw hinterherjagen, da Spieler hohe Karten häufiger spielen. Manchmal verraten Ihnen die Textur der Hand und die Abfolge des Boards, ob Sie wegen einer möglichen Straight besorgt sein müssen. Es folgen zwei Beispiele; eines mit einer geringen Wahrscheinlichkeit für eine Straight und ein anderes mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für eine Straight.

  • Beispiel 1: Kein Grund, eine Straight zu fürchten

Sie halten in Middle Position und raisen. Ein solider Spieler im Cut-off reraist Sie für drei Bets. Der Big Blind, ein durchschnittlicher Spieler, callt die zwei Bets. Sie entscheiden sich zu callen und den Flop anzusehen.
Flop: rainbow
Der Big Blind checkt, ebenso wie Sie. Der solide Spieler setzt. Der Big Blind foldet und Sie checkraisen. Der solide Spieler callt.
Turn:
Sie setzen und der solide Spieler callt.
River:
Es ist kein Flush möglich. Sie setzen erneut. Der solide Spieler raist. Was sollten Sie tun? Der Abfolge des Setzverhaltens nach sollte es offensichtlich sein, dass Sie die beste Hand haben. Die einzige Hand, die Ihre Tripkings schlagen kann, wäre eine Straight. Ein Spieler mit hätte einen Straightdraw gefloppt und ein Spieler mit oder hätte einen Straightdraw auf dem Turn realisiert, aber es wäre für jeden Spieler sehr ungewöhnlich, preflop mit , oder zu reraisen, sodass Sie diese Hände mit Sicherheit ausschließen können. Am wahrscheinlichsten ist, dass Ihr Gegner Hände wie Pocketjacks, Pocket-Neunen oder Pocketaces hat. Mit macht er sich Sorgen darum, dass Sie einen für ein Split Pair Kings haben könnten. Mit könnte er bis zum River gewartet haben, um mit seinem Raise aus der Deckung zu kommen. Da Sie das Top Set haben, sollten Sie zuversichtlich sein, die beste Hand zu halten und den soliden Spieler reraisen. Es besteht in diesem Beispiel kein Grund, sich wegen einer Straight zu sorgen, die Ihr Set schlagen könnte.

  • Beispiel 2: Möglicherweise stehen Sie gegen eine Straight

Sie halten in Middle Position und raisen. Ein solider Spieler im Cut-off reraist Sie für drei Bets. Der Bigblind, ein durchschnittlicher Spieler callt die zwei Bets. Sie entscheiden sich zu callen und den Flop anzusehen.
Flop: rainbow
Der Big Blind checkt, ebenso wie Sie. Der solide Spieler setzt. Der Big Blind callt. Sie checkraisen mit Ihren Tripkings. Beide Spieler callen Ihren Raise. (Der Unterschied im Setzverhalten zwischen Beispiel 1 und Beispiel 2 besteht bis zu diesem Punkt darin, dass der Big Blind den Bet und den Raise auf dem Flop gecallt hat.)
Turn:
Der Big Blind checkt. Sie setzen. Sowohl der solide Spieler als auch der Big Blind callen Ihren Bet.
River:
Es ist kein Flush möglich. Der durchschnittliche Spieler im Big Blind checkt und Sie setzen erneut. Der solide Spieler foldet. Der Big Blind checkraist. Was sollten Sie tun?
Angesichts der Abfolge des Setzverhaltens sollten Sie die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass der Big Blind eine Straight mit getroffen hat. Er könnte eine Hand haben, die von Ihren Tripkings geschlagen wird, wie beispielsweise ein Set Fünfen, und mit seinem Raise bis zum River gewartet haben. Er könnte mit einer Hand wie auf dem River Two Pair getroffen haben. Dies sind Hände, die Sie schlagen können. Die einzige Hand, die Sie nicht schlagen können, ist , das die Nut-Hand ist. Ob Sie reraisen, hängt davon ab, wie sicher Sie sich bei dem Spiel des Big Blinds fühlen und was Sie von seiner Action halten.

Der Unterschied der Hände in diesen beiden Beispielen besteht in der Abfolge der Karten auf dem Board. Im ersten Beispiel hätte der Big Blind mit einer Hand wie nach dem Flop nicht weiter gespielt. Im zweiten Beispiel ist es offensichtlich, dass der Big Blind bis zum River spielt, nachdem er den Flop gesehen hat. In Beispiel 1 können Sie zuversichtlich sein, die beste Hand zu halten. In Beispiel 2 sollten Sie weniger zuversichtlich sein.

Gefährliche Flops mit Straightdraws

Nicht alle Straightdraws sind auf die gleiche Weise aufgebaut. Hände, die ohne Lücke miteinander verbunden sind, wie und , werden häufiger gespielt als Hände mit einer Lücke, wie und . Tabelle D führt gefährliche Flops auf, die eine höhere Chance beinhalten, dass ein Spieler einen Straightdraw hält: zwei relativ hohe Karten, die ohne Lücke verbunden sind. Spieler könnten auf diesen Flops Straightdraws oder Two Pair floppen.

Tabelle D
Flops mit Straightdraws
Flop Starthände mit Straightdraws Anzahl Hände
K-Q-x , , , , 5
Q-J-x , , , , , , 7
J-T-x , , , , , , , , 9
T-9-x , , , , , , , , 9



Beim Vergleich des J-T-x-Flops mit dem T-9-x-Flop werden Sie feststellen, dass es auf beiden Flops dieselbe Anzahl an Zweikartenhänden gibt, die die Möglichkeit haben, eine Straight zu bilden. Es gibt jedoch mehr Spieler, die solche Hände spielen, die zu J-T-x passen, als solche, die zu T-9-x passen, da die Hände, die zu J-T-x passen, höhere Karten enthalten.

Ein Paar Asse gegen einen möglichen Straightdraw spielen

Beachten Sie die folgenden beiden Flops und deren Starthandkombinationen.

Flop
Starthände mit Straightdraws
A-6-5 , , , , , , , ,
A-9-8 , , , , , , , ,


Welcher Flop gibt mehr Spielern Gelegenheit mit einem Straightdraw fortzufahren? Wenn Sie annehmen, dass sich jeder Spieler jeden Flop mit jeder Hand ansieht, dann sind sie gleich. Auf beiden Flops gibt es dieselbe Anzahl an möglichen Zweikartenkombinationen, die einen Straightdraw haben könnten, aber die Hände, die auf einem A-9-8-Flop einen Straightdraw haben, werden häufiger von allen Spielern gespielt. Zum Beispiel wird häufiger gespielt als und wird häufiger gespielt als . Wenn Sie haben, sollten Sie auf einem A-9-8-Flop mehr auf das Straight-Potential achten als auf einem A-6-5-Flop.

Bestimmen Sie die Position der verbleibenden Spieler in der Hand nach dem Flop. Wenn ein Gegner in Late Position Ihren Raise aus Middle Position callt, besteht eine höhere Chance, dass er auf einem A-9-8-Flop einen Straightdraw hat als auf einem A-6-5-Flop (zum Beispiel mit einer Hand wie oder ). Obwohl es eine höhere Chance gibt, dass einer der Blinds einen Straightdraw auf einem A-9-8-Flop getroffen hat als auf einem A-6-5-Flop, ist es für die Blinds unwahrscheinlicher, dass sie kleine Karten folden. Folglich besteht bei den Blinds eine höhere Wahrscheinlichkeit als bei einem Late-Position-Cold-Caller, dass sie auf einem A-6-5-Flop einen Straightdraw getroffen haben.

Double-Inside-Straightdraws

Double-Inside-Straightdraws (Doyle Brunson nennt sie in Super System „Double Belly Busters") sind als Hand-Flop-Kombinationen schwieriger zu erkennen. Diese Hände erlauben es, dass zwei unterschiedliche Kartenwerte einen Straightdraw vervollständigen. Sie sind nicht wie ein Open-Ended-Straightdraw, bei dem Sie bereits vier Karten in einer Folge haben und eine höhere oder eine niedrigere Karte benötigen, um eine Straight zu vervollständigen, wie (als Holecards) mit 9-8-x (auf dem Board). Ein Double-Inside-Straightdraw kann ebenso mit zwei möglichen Karten vervollständigt werden, aber diese Karten sind schwieriger zu identifizieren. Um einen Double-Inside-Straightdraw zu haben, benötigen Sie drei Karten auf dem Board, die für Sie arbeiten.

  • Beispiel
Ihre Hand: off-suit

Flop: rainbow
Eine oder eine auf dem Turn oder River gibt Ihnen die Straight. Der Double-Inside-Straightdraw ist trügerisch. Wenn eine kommt, könnte Ihr Gegner glauben, Sie hätten die Straight mit getroffen. Wenn jedoch die fällt, ist es für jeden schwierig, Ihnen eine fertige Straight zuzuordnen, sodass Sie, nachdem eine gekommen ist, mehr Action erhalten.

Double-Inside-Straightdraw-Hand-Flop-Kombinationen

Es besteht keine Notwendigkeit, diese Hand-Flop-Kombinationen auswendig zu lernen. Es gibt zu viele Situationen im Limit Hold'em, als dass es praktikabel wäre, alles auswendig zu lernen. Gewöhnen Sie sich einfach an, diese Arten von Händen und Flops zu erkennen, sodass Sie, wenn sie diesen in einem Spiel begegnen, nicht von null anfangen müssen. Vorbereitung ist der Schlüssel zum Gewinn im Hold'em und dies ist eine der Situationen, die Vorbereitung erfordert.

Die folgende Tabelle zeigt Double-Inside-Straightdraw-Hand-Flop-Kombinationen, in denen Ihnen jede Inside-Straight-Karte die Nutstraight gibt.

Hand Flop Karten zur Nutstraight
oder
oder


Wenn Sie einen Double-Inside-Straightdraw haben, mit Holecards, die eine Lücke haben, dann gibt Ihnen nur die kleine Inside-Straight-Karte mit Sicherheit die Nuts. Die höhere Karte gibt Ihnen nur dann die Nutstraight, wenn die Straight As-hoch ist. Ohne dass haben Sie zwar eine Straight, doch eine andere mögliche Hand könnte die Nutstraight haben. Sie freuen sich über die Karte, die die höhere Straight vervollständigt. Sie sind jedoch glücklicher mit der Karte, die die kleinere Straight vervollständigt, da es sich um die Nutstraight handelt.

Hand Flop Karte 1 Karte 2
()
()
()
()
()
()
()

Wichtig: Karte 1 ist die Karte, die die höhere, Non-Nutstraight vervollständigt. Die Hand, die die Nutstraight auf diesem Flop hätte, wird in Klammern angegeben.
Karte 2 ist die Karte, die die kleinere Nutstraight vervollständigt.

Einige Starthände ohne Lücken können auf zwei unterschiedlichen Flops Double-Inside-Straightdraws floppen.

Hand Flop 1 Karten 1 Flop 2 Karten 2
, , (beide machen die Nutstraight)
, ( ist Nut), (Nut)
, ( ist Nut), (Nut)
, ( ist Nut, ist auch höher), (Nut)
, ( ist Nut, ist auch höher), (Nut)
, ( ist Nut, ist auch höher), (Nut)
, ( ist Nut, ist auch höher), (Nut)

Wichtig: Karten 1 sind Karten, die die Nutstraight auf Flop 1 vervollständigen. Karten 2 sind Karten, die auf Flop 2 Straights vervollständigen.


Diese Double-Inside-Straightdraws sind für andere Spieler verwirrender und schwerer zu lesen. Mit einer Hand wie auf einem K-T-7-Flop können Sie aggressiv setzen und raisen, da Sie acht verschiedene Outs haben, was ähnlich ist, wie einen Open-Ended-Straightdraw mit etwa oder zu halten. Ziehen Sie einen Raise auf dem Flop für eine Freecard auf dem Turn gegen einen Spieler in Erwägung, der das Freecard-Raise-Spiel versteht. Dieser Gegner schaut womöglich nach dem oder der (da diese einen Open-Ended-Straightdraw für vervollständigen würden), wenn er glaubt, dass Ihr Raise auf dem Flop ein Anzeichen dafür ist, dass Sie versucht haben, eine Freecard auf dem Turn zu erhalten. Wenn eine oder eine auf dem Turn kommt, wird er sich der Tatsache bewusst sein, dass diese Karte Ihnen eine Straight geben könnte. Es ist einfacher für ihn, den Straightdraw zu identifizieren, wenn er Sie auf (oder auf ) setzt, da der sich daraus ergebende Straightdraw besser zu erkennen ist. Ohne Ihre Holecards zu sehen, ist es für einen Gegner sehr schwierig zu sehen, dass über einen Double-Inside-Straightdraw verfügt, der die gleiche Chance hat zu treffen wie . Eine könnte ein Warnsignal für ihn sein, da eine spielbare Hand ist. Die könnte bedeuten, dass Sie Ihren Freecard-Raise auf dem Flop mit einem Gutshot-Straightdraw und einer Overcard (dem ) gemacht haben könnten, was ein seltenerer Spielzug ist, da Sie sieben Outs haben (drei Asse, die eine Overcard zum Board darstellen, und vier Queens für die Straight) oder weniger. Die ist eine trügerische Karte für eine Straight, aber die ist noch trügerischer.

Die trügerische Natur dieser Hände schreit förmlich danach, dass Sie sie zu Ihrem Vorteil nutzen. Diese Situationen erlauben Ihnen, gegen Spieler zu bluffen, die glauben, dass Sie auf dem Flop einen Freecard-Raise gespielt haben, wenn ein oder eine auf das Board kommt. Das oder die erlaubt Ihnen, mehr Druck auf Ihre Gegner ausüben zu können. Sie können diese Karten nicht dazu gebrauchen, um Calling Stations zu bluffen, die nicht über einen Fold nachdenken. Anders als bessere Spieler, beschäftigen sich Calling Stations nur mit Ihren eigenen Händen und lassen sich nicht dadurch beunruhigen, dass Sie die Straight getroffen haben könnten. Dies zeigt sowohl die Bedeutung des Verständnisses für das Lesen des Boards als auch die Bedeutung, Ihre Gegner gut genug zu kennen, um zu verstehen, wie gut diese das Board lesen können.
Wenn auf dem Flop zwei Karten derselben Farbe liegen, ist Ihr Freecard-Raise für Ihre Gegner gefährlicher (vorausgesetzt, diese haben nicht ebenfalls einen Flushdraw). Sie haben acht Karten, die Ihre Straight vervollständigen, acht Straight-Angstkarten und weitere sieben Flush-Angstkarten (es gibt elf Flush-Karten, von denen jedoch vier bereits als mögliche Straight-Karten berücksichtigt wurden). Von den 47 unbekannten Karten geben Ihnen 23 entweder die Straight oder ängstigen zumindest Ihren Gegner. Das ist fast die Hälfte aller möglichen Karten. Sie haben sowohl den Turn als auch den River, um eine von ihnen zu treffen. Sie können den Pot gewinnen, indem Sie Ihre Straight treffen, oder eine Angstkarte benutzen, um den Pot zu stehlen.

Eine gefährliche Karte auf dem Turn lesen

Sie sitzen im Big Blind mit . Ein vernünftiger Spieler raist im Cut-off und Sie callen.
Flop: rainbow
Sie checkraisen. Sie werden gereraist und callen. Sie glauben, dass eine Chance besteht, dass sich Ihr Gegner mit einer Hand wie oder auf einem Draw befindet. Er könnte auch mit , , oder ein höheres Pocketpair haben oder aber mit einer Hand wie oder ebenfalls ein Paar Zehnen, jedoch mit einem schwächeren Kicker als Sie. Er könnte auch ein Set Zehnen oder Neunen oder Two Pair mit getroffen haben. Andere Hände, die ihm einen netten Draw geben würden, wären und , beides Open-Ended-Straightdraws. Sie könnten vorn sein oder aber zurückliegen.
Identifizieren Sie die gefährlichste Karte, die auf dem Turn kommen könnte: in diesem Fall die oder der . Wenn Sie auf dem Flop vorn liegen, könnte eine oder ein Sie in die Position bringen, in der Sie auf dem River glücklich treffen müssten, um die Hand zu gewinnen. Wenn Ihr Gegner einen Freecard-Raise gespielt hat, hat er entweder eine Straight getroffen oder aber ein Paar, das höher ist als Ihre Zehnen. Wenn er weder Two Pair noch eine Straight getroffen hat, könnte er einen Straightdraw getroffen haben, was ihm acht zusätzliche Outs geben würde. Wenn eine oder ein Ihrem Gegner nicht geholfen hat, dann lag er möglicherweise bereits vorn.

Eine gefährliche Karte auf dem River lesen

Sie sitzen auf dem Button mit und entscheiden sich, den Open-Raise des Cut-offs zu reraisen. Beide Blinds folden und Sie beide sehen den Flop heads-up.
Flop: rainbow
Er checkt. Sie setzen und er callt.
Turn:
Er checkt. Sie setzen und er callt.
River:
Er checkt. Was sollen Sie tun? Die Entscheidung zu setzen oder zu checken sollten Sie davon abhängig machen, was Sie glauben, was er mit einem hohen Pocketpair wie , oder machen würde. Wenn er mit diesen Händen keinen weiteren Bet callen würde (wegen dem auf dem Board und Ihrer Aggression), dann sollten Sie einen Check erwägen. Wenn er callen würde, dann können Sie zuversichtlicher setzen. Da er preflop geraist hat und Sie problemlos auf dem Flop und Turn gecallt hat, besteht eine gute Chance, dass er ein hat. Auf einem Board wie diesem sind die meisten Hände mit einem in der Lage, Sie zu schlagen. Jene mit höherem Kicker sind , (obgleich der Umstand, dass er auf dem Flop und Turn weder gesetzt noch geraist hat, diese Hände weniger wahrscheinlich macht). Jene Hände, die auf diesem Board eine Straight machen, sind und . Jene, die auf diesem Board Two Pair machen, sind , , und . Die einzigen Hände mit einem , die Sie schlagen können, sind , und . Somit ist eine verwundbare Hand gegen einen Spieler mit einem .

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