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FLP: Einführung in das Preflop-Spiel

Die erste Entscheidung, die Sie im Limit Hold'em zu treffen haben, ist die, wie Sie Ihre Starthände spielen. Die Qualität einer bestimmten Starthand ist jedoch nicht statisch. Einige Hände können gut oder schlecht in bestimmten Situationen sein, je nachdem, wie es um die Charakteristika und Aktionen der anderen Spieler als auch um Ihre Position bestellt ist. Diese Artikelserie befasst sich damit, wonach Sie Ausschau halten sollten, um zu entscheiden, was Sie mit Ihren Starthänden anfangen.  

Anzahl der Hände: 1.326 oder 169

Es gibt 1.326 verschiedene Starthände. Dabei werden und als zwei unterschiedliche Hände betrachtet. Würden Sie zusätzlich die Reihenfolge beachten, in der Sie diese beiden Karten erhalten, dann wären Sie an den Permutationen der Starthände interessiert, die bei 52 x 51 = 2.652 liegen. Im Hold'em kümmert Sie die Reihenfolge der beiden Karten nicht. Da jede Kombination auf zwei verschiedene Weisen angeordnet werden kann, erhalten Sie beim Teilen der 2.652 Permutationen durch 2 die 1.326 Starthandkombinationen.

Diese 1.326 Starthände können in drei Kategorien aufgeteilt werden: Paare (Beispiel: ), Suited Hands (Beispiel: ) und Unsuited Hands (Beispiel: ).

Paare

Es gibt 13 verschiedene Paare von bis . Von jedem Paar gibt es sechs mögliche Kombinationen. Die Kombinationsmöglichkeiten für sind:

 

 

Das bedeutet 78 (13 verschiedene Paare x je 6 Kombinationen) der 1.326 verschiedenen Hände sind Paare, was etwa 5,9 % aller Hände ausmacht.

Suited Hands

Es gibt 312 verschiedene Starthände gleicher Farbe, 78 je Farbe. Beispiele sind , und . Warum 78? Es gibt 13 Karten pro Farbe und Sie wollen zwei daraus. Die Anzahl der Kombinationen von zwei aus dreizehn ist 13 x 12 / 2 oder 78.

Ein Weg, dies zu verstehen liegt darin, die Anzahl der Kombinationen gleicher Farbe pro Karte zu betrachten. Wenn Sie zuerst das nehmen, gibt es zwölf unterschiedliche Suited Hands, die mit dem gebildet werden können, angefangen von bis zu . Mit dem gibt es ebenfalls zwölf verschiedene Kombinationen, von denen Sie jedoch bereits gezählt haben. Somit gibt es elf zusätzliche gleichfarbige Karten zum . Die hat zehn verschiedene neue Kombinationen, und so weiter bis zur , die eine neue Kombination, , hat. Zusammengezählt (12 + 11 + 10 + 9 + 8 + 7 + 6 + 5 + 4 + 3 + 2 + 1) ergeben sich daraus 78 verschiedene Hände gleicher Farbe. Es gibt vier verschiedene Farben, also gibt es 312 (78 x 4) verschiedene Suited Hands, beziehungsweise 23,5 % aller Hände.

Unsuited Hands

Von jeder Unsuited-Hand-Kombination gibt es 78 verschiedene Hände. Doch anstelle von vier verschiedenen Farben, gibt es zwölf verschiedene Farbkombinationen. beispielsweise gibt es auf zwölf unterschiedliche Arten ungleicher Farbe:

 

 

 

Es gibt 936 (78 x 12) verschiedene Unsuited Hands, beziehungsweise 70,6 % aller Hände.

Insgesamt gibt es 78 Paar-Kombinationen, 312 Suited-Hands-Kombinationen und 936 Unsuited-Hands-Kombinationen. Tabelle A gibt eine übersichtliche Darstellung.

Tabelle A: Häufigkeiten der Starthände

Starthand Typ Kombinationen Gesamt Anteil aller Hände
Paare 13 6 78 5,9 %
Suited 78 4 312 23,5 %
Unsuited 78 12 936 70,6 %
Gesamt 169   1.326 100,0 %

 

 

Im Hold'em interessieren Sie sich bis zum Flop nicht für die speziellen Farben. So ist beispielsweise vor dem Flop das Gleiche wie und das Gleiche wie . Erst nach dem Flop können und unterschiedlich stark sein. Insgesamt können 169 unterschiedliche Starthände ausgegeben werden. Dies wird in der Spalte „Typen" in Tabelle A wiedergegeben.

Das Verstehen der Verteilung verschiedener Starthände ist nützlich, um zu bestimmen, wie häufig oder selten ein bestimmter Starthand-Typ ist und um Ihre Einschätzung der gegnerischen Hand auf einige wenige Qualitätshände einschränken zu können. Ein Spieler beispielsweise, der preflop tight spielt, könnte under-the-gun mit sechs verschiedenen Händen raisen: , , , suited, off-suit und suited. Mit allen anderen Händen würde dieser Spieler wahrscheinlich callen oder folden. Die unten stehende Tabelle zeigt die potentiellen Raise-Hände. „Prozent" ist die Prozentzahl der Fälle, in denen der Spieler diese Hand hält, wenn er raist.

Hand Kombinationen Prozent
6 15,8 %
6 15,8 %
6 15,8 %
suited 4 10,5 %
off-suit 12 31,6 % 
suited 4 10,5 %
Gesamt 38 100,0 %

 

 

Da dieser spezielle Spieler under-the-gun nur mit diesen Händen raist, raist er under-the-gun in 2,9 % der Fälle (38/1.326). Wenn Sie oft gegen diesen Spieler gespielt haben, wissen Sie, dass er selten under-the-gun raist. Wenn er jedoch raist, dann wissen Sie, dass Sie ihm lieber aus dem Weg gehen, wenn Sie nicht gerade Ihrerseits eine der stärksten Hände halten.

Wenn Sie Pocketjacks halten, normalerweise eine starke Starthand, dann wissen Sie, dass Sie sich gegen diesen speziellen Spieler in einer gefährlichen Position befinden. Gegen , und sind Ihre ein Außenseiter. Gegen suited, off-suit und A:x suited sind Ihre ein leichter Favorit. Tabelle B zeigt, wie häufig Sie gewinnen sollten, wenn Sie vor dem Flop all-in sind.

Tabelle B: JJ vs. AQ oder besser

Geg. Hand Kombinationen Prozent Gewinnw'keit Anteil
6 15,8 % 19 % 3,0 %
6 15,8 % 19 % 3,0 %
6 15,8 % 19 % 3,0 %
suited 4 10,5 % 54 % 5,7 %
off-suit 12 31,6 % 57 % 18,0 %
suited 4 10,5 % 54 % 5,7 %
Gesamt 38 100,0 %   38,4 %

 

 

Wenn Sie annehmen, dass kein anderer Spieler callt und die Blinds folden, ist der Call eines Spielers, der preflop tight spielt, selbst mit einer starken Hand wie ein Verlustspiel! Wenn Sie nur drei Small Bets in Ihrem Stack übrig haben und mit einem Reraise all-in gehen, riskieren Sie drei Small Bets, um 4,5 Small Bets (drei vom Preflop-Raiser, einen vom Big Blind und 0,5 vom Small Blind) zu gewinnen. Sie müssten in 40 % der Fälle gewinnen, um break-even zu sein. Die obige Tabelle zeigt, dass im Durchschnitt eine 38,4%-Gewinnchance hat. Das Spielen von nach diesen Vorgaben liegt leicht unter dem Break-Even-Ziel von 40 %.

In der Praxis ist eine spielbare Hand gegen die meisten tighten Preflop-Raiser. Tighte Spieler können auch mit mehr Händen, als denen in Tabelle B, raisen. Sie haben einen positionellen Vorteil, wenn Sie nicht all-in sind. Tabelle C fügt off-suit, und als weitere Hände, mit denen ein tighter Spieler in Early Position raisen könnte, hinzu.

Tabelle C: JJ vs. TT oder besser

Geg. Hand
Kombinationen Prozent Gewinn'keit Anteil
6 10,5 % 19 % 2,0 % 
6 10,5 % 19 % 2,0 %
6 10,5 % 19 % 2,0 %
suited 4 7,0 % 54 % 3,8 %
off-suit 12 21,1 % 57 % 12,0 %
suited 4 7,0 % 54 % 3,8 %
off-suit 12 21,1 % 57 % 12,0 %
1 1,8 % Hälfte 0,9 %
6 10,5 % 81 % 8,5 %
Gesamt 57 100,0 %   47,0 %

 

Gemäß dieser Annahmen ist die Gewinnchance für höher und springt von 38,4 % auf 47 %, sodass eine Gewinnchance hat, die hoch genug ist, um spielbar zu sein. Der Under-the-gun-Raiser raist nun mit 4,3 % seiner Hände (57/1.326) anstatt 2,9 %, was für einen riesigen Unterschied macht.

Die AQo-Debatte

off-suit ist eine interessante Starthand. Für gewöhnlich ist es eine qualitativ hochwertige Hand. Die meisten Spieler open-raisen preflop mit dieser Hand. In manchen Situationen ist diese Hand gut genug, um zu reraisen. In einer Situation, wie sie im vorigen Abschnitt diskutiert wurde, lautet die richtige Entscheidung allerdings Fold! John Feeney hat dieses Thema in seinem Buch „Inside the Poker Mind" (S. 33 bis 34) behandelt. Nachdem Feeneys Buch herauskam, wurde diese Debatte heiß in Internetforen diskutiert.

 Tabelle D: AQo vs. TT oder besser

Geg. Hand Kombinationen Prozent Gewinnw'keit Anteil
3 6,7 % 7 % 0,5 %
6 13,3 % 28 % 3,7 %
3 6,7 % 30 % 2,0 %
suited 3 6,7 % 24 % 1,6 %
off-suit 9 20,0 % 26 % 5,2 %
suited 2 4,4 % 48 % 2,1 %
off-suit 7 15,6 % Hälfte 7,8 %
6 13,3 % 43 % 5,7 %
6 13,3 % 43 % 5,7 %
Gesamt 45 100,0 %   34,4 %

 

Nehmen wir einmal Folgendes an:

Ein Early-Position-Spieler open-raist. Sie wissen, dass er tight spielt und nur mit Qualitätshänden raist. Sie wissen, dass er nur mit , , , suited, off-suit, suited, off-suit, und raist, wie in Tabelle D gezeigt. (Feeneys Buch trifft einige andere Annahmen bezüglich der möglichen Hände des Open-Raisers.) Ihr Ziel, beziehungsweise das Ziel eines All-in-Spielers, besteht darin, im Durchschnitt in 40 % der Fälle gegen diesen Spieler zu gewinnen. Sie haben einen positionellen Vorteil. Es besteht auch die Möglichkeit, dass ein anderer Spieler nach Ihnen eine starke Hand hält. Indem Sie 40 % verwenden, sollten Sie nahe dem wahren Break-Even-Punkt liegen.

Anmerkung: Da Sie off-suit haben, gibt es zwei weitere Wege, um suited zu bilden und sieben weitere Wege, um off-suit zu bilden.

Sie erwarten durchschnittlich in 34,4 % der Fälle zu gewinnen. Das trifft nicht die 40%-Marke in der All-in-Situation. Es besteht die Möglichkeit, dass off-suit aufgrund Ihres positionellen Vorteils und einem schlechten Postflop-Spiel Ihres Gegners auch auf einem Level etwas unter 40 % spielbar wird. Allerdings liegt 34,4 % so weit unter 40 %, dass das Spielen von off-suit in dieser Situation keinen Sinn macht.

Was jedoch wäre, wenn sich derselbe Raiser in Middle Position, anstatt in Early Position befinden würde? Dieser positionelle Unterschied bedeutet, dass er mit mehr Händen open-raisen würde. Ebenso könnten Sie den Spieler weiterhin in der Under-the-gun-Position belassen und annehmen, er würde mit mehr Händen raisen. In jedem Fall bedeutet es, dass der Spieler bereit ist, auch mit schlechteren Händen als den oben aufgeführten zu raisen. Angenommen der Spieler fügt seinen Open-Raise-Händen fünf weitere hinzu: , , suited, suited und suited, wie in Tabelle E gezeigt. Die Gesamtergebnisse könnten aufgrund von Rundungsfehlern etwas ungenau sein.

Tabelle E: AQo vs. KQs oder besser

Geg. Hand Kombinationen Prozent Gewinnw'keit Anteil
3 4,6 % 7 % 0,3 %
6 9,1 % 28 % 2,6 %
3 4,6 % 30 % 1,4 %
suited 3 4,6 % 24 % 1,1 %
off-suit 9 13,6 % 26 % 3,6 %
suited 2 3,0 % 48 % 1,5 %
off-suit 7 10,6 % Hälfte 5,3 %
6 9,1 % 43 % 3,9 %
6 9,1 % 43 % 3,9 %
6 9,1 % 44 % 4,0 %
6 9,1 % 44 % 4,0 %
suited 3 4,6 % 69 % 3,1 %
suited 3 4,6 % 69 % 3,1 %
suited 3 4,6 % 70 % 3,2 %
Gesamt 66 100,0 %   41,0 %

 

 

Sie schlagen die durchschnittliche Hand Ihres Gegners in 41 % der Fälle, was die 40%-Marke gerade so erfüllt. Dies ist eindeutig eine bessere Situation für off-suit als jene in Tabelle D.

Starthände können ihren Wert verändern

Manche Hände können in bestimmten Situationen gespielt werden, nicht jedoch in anderen. Die Variablen, die Ihre Entscheidung beeinflussen, beinhalten Ihre Position, die Aktionen der Spieler vor Ihnen und die Charakteristika der Spieler, die noch handeln müssen. Ein weiterer Schlüsselfaktor liegt darin, wie gut sich die Hand in Pots mit mehreren Spielern spielt. Ist es eine gute Draw-Hand? Sie interessieren sich für den Erwartungswert (EW) dieser Hand, nicht nur für Ihre Gewinnchance. Es ist gut, eine hohe Wahrscheinlichkeit zu haben, einen kleinen Pot zu gewinnen. Eine geringe Wahrscheinlichkeit zu haben, einen großen Pot zu gewinnen kann ebenso gut sein. Hohe Karten ungleicher Farbe sind besser in kleinen Pots mit wenigen Spielern. Drawing Cards (Suited Connectors, kleine Paare) sind besser in großen Pots mit mehreren Spielern. Es folgen einige Beispiele von Händen, die in verschiedenen Situationen unterschiedlich gespielt werden sollten.

AQo

Wie schon im vorangegangenen Abschnitt gezeigt, ist off-suit zwar eine Hand, mit der man durchaus reraisen kann, dennoch sollten Sie sie wegschmeißen, wenn ein tighter Spieler preflop in Early Position open-raist. Wenn ein tighter Spieler in Middle Position oder Late Position open-raist, können Sie ruhigen Gewissens schon eher zu einem Reraise tendieren. Wenn der Early-Position-Spieler, der einen Open-Raise gespielt hat, doch nicht so tight spielt, wie zuvor beschrieben, dann ist er in der Lage, auch mit schlechteren Händen zu raisen, sodass Sie korrekterweise off-suit spielen können. Der Wert von off-suit hängt maßgeblich von den Aktionen der anderen Spieler ab.

ATo

In Late Position, wenn noch kein weiterer Spieler gecallt hat, ist dies eine gute Hand, um die Blinds zu stehlen. Selbst dann, wenn einer der Blinds oder beide Blinds callen, ist es wahrscheinlich, dass off-suit die beste Hand darstellt. Wenn die Blinds nicht callen, dann sind Sie zufrieden damit, den Pot gleich an dieser Stelle zu gewinnen. Wenn es ein oder zwei Limper gibt, könnte off-suit die beste Hand sein, abhängig davon, wer diese Limper sind und von welcher Position aus sie limpen. Wenn es allerdings mehrere Limper gibt, dann sinkt off-suit im Wert und wird zu einer marginalen Hand. off-suit ist keine gute Drawing-Hand und könnte von einem Spieler dominiert werden, der mit off-suit, oder off-suit gelimpt ist. Gegen einen Raise und eine Reihe von Callern sollte off-suit weggeworfen werden.

JTs

In Early Position glauben viele Spieler, dass suited eine gute Hand zum Limpen ist, in der Hoffnung, dass andere Spieler gemeinsam mit ihnen limpen. Sie glauben, dass ihr Bet dazu beiträgt, einen Pot aufzubauen und somit andere Spieler dazu ermutigt, ebenfalls zu limpen. Wenn andere Spieler callen, befindet sich der Spieler mit suited in einem Multiway-Pot, was eine gute Situation für suited ist. Das ist eine vernünftige Strategie, solange es einen Grund dafür gibt, anzunehmen, dass der Pot nicht geraist wird und mehrere Spieler einsteigen, wie es in vielen Low-Limit-Spielen der Fall ist. In aggressiven Spielen jedoch, wie in den meisten Middle- und High-Limit-Spielen, würde ein Limp mit suited bedeuten, den Ärger quasi heraufzubeschwören, da es keine Überraschung wäre, wenn der Pot nach dem Flop heads-up wäre.

In Late Position verfügt suited über genügend Wert, um mit einem Open-Raise die Blinds zu stehlen. Wenn allerdings zuvor ein Raise von einem vernünftigen Spieler aus Early oder Middle Position kam und kein anderer Spieler gecallt hat, dann sollten Sie diese Hand wegwerfen, da Sie in Heads-up-Pots nicht gut abschneidet.

A7o vs. 76s

Wenn eine Hand heads-up ist, dann ist off-suit eine bessere Hand als suited. Erstens hat Ax off-suit die ultimative Highcard. Zweitens wird suited von Ax off-suit dominiert. Sobald eine auf das Board kommt, macht der Kicker in der Regel den Unterschied aus. Wenn allerdings mehrere Spieler in die Hand involviert sind, sinkt Ax off-suit gegenüber suited dramatisch im Wert.

In Pots mit mehreren Spielern verschwinden die Vorteile, die Ax off-suit heads-up gegenüber suited genießt. Ax off-suit hat weder den Highcard-Vorteil noch ist sicher, dass es die dominierende Hand ist. Ax off-suit könnte sehr wahrscheinlich von einer anderen Hand mit einem und einem höheren Kicker dominiert werden. suited braucht sich auf der anderen Seite in einem Pot mit mehreren Spielern überhaupt keine Sorgen darum zu machen, dominiert zu werden, da sie auf einen Draw aus ist und nicht auf ein Paar. suited und Ax off-suit tauschen ihren relativen Wert, wenn sich das Szenario von Heads-up in Multiplayer ändert. Bei weniger Spielern ist Ax off-suit die bessere Hand. Mit mehreren Spielern ist suited die bessere Hand. Deshalb ist Ax off-suit eine gute Open-Raise-Hand in Late Position, um die Blinds zu stehlen. suited ist eine gute Hand, um günstig in einem Pot zu spielen, in dem sich bereits mehrere Spieler befinden.

ATo vs. T9s

Dieses Duell ist ähnlich dem vorherigen. Wenn sich diese Hände eins zu eins gegenüber stehen, ist off-suit gegenüber suited überlegen. Im Big Blind allerdings, gegen einen tighten Early-Position-Raiser, ist suited die bessere Hand dieser beiden. Wie schon zuvor gezeigt, spielt sich off-suit nicht gut gegen einen tighten Early-Position-Spieler. Dasselbe gilt auch für off-suit im Big Blind gegen einen tighten Early-Position-Raiser, obwohl es nur einen Small Bet kostet, den Flop zu sehen. Da Sie in allen folgenden Runden out-of-position sind, ist off-suit unter diesen Umständen sehr schwer zu spielen. Auf der anderen Seite ist suited eine wesentlich besser spielbare Hand, da sie von den meisten Händen, die ein Early-Position-Spieler raisen würde, nicht dominiert wird. Wenn andere Spieler callen, vergrößert sich der Vorteil von suited gegenüber off-suit, da suited Draw-Qualitäten hat und mit größerer Wahrscheinlichkeit unabhängig von den Händen der anderen Caller ist. Hände, die off-suit dominieren (, und ), werden von den meisten Spielern immer gespielt. Dasselbe kann jedoch nicht von Händen gesagt werden, die suited dominieren.

Die Tabellen F und G vergleichen off-suit und suited mit einem tighten Early-Position-Spieler. Sie zeigen, dass suited in dieser Situation die bessere Hand ist. Der Unterschied zwischen beiden ist groß genug, dass ein Call mit suited korrekt wäre, während ein Call mit off-suit nur marginal ist.

Tabelle F: ATo vs. TT oder besser

Geg. Hand Kombination Prozent Gewinnw'keit Anteil
3 6,3 % 8,7 % 0,5 %
6 12,5 % 29,2 % 3,7 %
6 12,5 % 28,9 % 3,6 %
suited 3 6,3 % 25,0 % 1,6 %
off-suit 9 18,8 % 26,7 % 5,0 %
suited 3 6,3 % 25,2 % 1,6 %
off-suit 9 18,8 % 26,8 % 5,0 %
6 12,5 % 28,7 % 3,6 %
3 6,3 % 30,7 % 1,9 %
Gesamt 48 100,0 %   26,5 %

 

Tabelle G: T9s vs. TTs oder besser

 Geg. Hand

Kombinationen Prozent Gewinnw'keit Anteil
6 10,2 % 22,8 % 2,3 %
6 10,2 % 21,6 % 2,2 %
6 10,2 % 20,3 % 2,1 %
suited 4 6,8 % 38,7 % 2,6 %
off-suit 12 20,3 % 41,2 % 8,3 %
suited 4 6,8 % 38,6 % 2,6 %
off-suit 12 20,3 % 41,0 % 8,4 %
6 10,2 % 18,9 % 1,9 %
3 5,1 % 17,7 % 0,9 %
Gesamt 59 100,0 %   31,4 %

 

Im Big Blind, gegen einen tighten Early-Position-Raiser, bevorzugen Sie Suited Connectors, wie suited oder suited, anstelle von zwei hohen Karten, wie off-suit, oder off-suit. Im obigen Beispiel gewinnt suited im Durchschnitt in 31,4 % der Fälle, während off-suit lediglich in 26,5 % der Fälle gewinnt.

Verändern wir nun die Position des Open-Raisers. Anstatt aus Early Position raist der tighte Spieler nun vom Button. In Late Position gibt es wesentlich mehr Hände, mit denen er bereit ist, zu raisen. Möglicherweise raist er mit Händen wie , , und , wenn bis zu ihm jeder gefoldet hat. Können Sie sich vorstellen, was nun geschieht? Gegen diese Hände liegt off-suit gegenüber suited vorn und ist sogar in der Lage, einige der Hände, die der Button in dieser Situation raisen würde, zu dominieren. Darüber hinaus besteht nun eine größere Wahrscheinlichkeit, dass suited dominiert wird. Hände wie und , mit denen ein Spieler auf dem Button, jedoch nicht in Early Position raisen würde, sind Favoriten gegenüber suited, aber knappe Außenseiter gegenüber off-suit. Gegen einen Raise vom Button ist off-suit eine bessere Hand als suited. Die Position des Open-Raisers beeinflusst somit den relativen Wert dieser Starthände.

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