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Block Bet – die richtige Strategie für den River
In manchen Situationen in No-Limit Hold'em kann eine Block Bet am River die beste Option sein. Wir erklären dir die perfekte Pokerstrategie, um den richtigen Zeitpunkt zu erkennen.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit dem Thema „Block Bets am River". Dieser Spielzug sollte in dem Repertoire jedes NLHE-Spielers sein, denn für gewöhnlich sind Entscheidungen am River sehr kostspielig.

Eine Schwachstelle (Leak) vieler Small Stakes-Spieler ist eine starre Bet-Size. Oftmals setzten sie die Hälfte oder zwei Drittel des Pots, wenn sie eine starke Hand haben oder einen Bluff spielen und checken mit schwächeren Händen.

Wir wollen uns auf kleinere River Bets fokussieren, also Bets von einem Fünftel (20%) bis zu einem Drittel (33%) des Pots. Bevor wir tiefer in die Materie abtauchen, wollen wir kurz auf das Thema Block Bets eingehen.

Was bewirkt eine Block Bet?

Mit einer kleinen Bet übernehmen wir nicht nur die Initiative, sondern verfolgen auch zwei Ziele:
  • Wir legen den Preis, den wir bereit sind mit einer marginalen Hand gegen die Hand Range eines Gegners zu zahlen, fest. Mit dieser Kontrolle der Pot-Größe (Pot Control) vermeiden wir teure Calls.
  • Wir zwingen den Gegner, mit schwächeren Händen zu zahlen (Thin Value Betting).

Welche Hände kommen in eine 'River Block Bet'-Range?

Bisher haben wir gelernt, dass mittelstarke Hände ideal sind, um eine Block Bet am River zu spielen. Es gibt jedoch noch andere Hände, die du in dieser Situation spielen kannst. Bevor wir darauf näher eingehen, hier ein Beispiel:

Wir sitzen am Big Blind und bezahlen, nachdem ein solider Spieler am Cutoff (CO) auf 2,5 Big Blinds erhöht hat. Der Flop kommt mit . Wir checken und unser Gegner setzt rund ein Drittel des Pots.

Wir zahlen und am Turn gibt es keine Action. Auf dem River kommt die . Es gibt einige Hände, die wir auf diese Wiese gespielt haben könnten. Darunter Ax, Jx, x4, x2 oder aber auch spekulative Hände wie , die Backdoor-Draws haben.

Mit welchen Händen lohnt sich eine Block Bet?

Stärke Buben, wie QJ oder KJ: Mit solchen Händen kannst du etwas Value (Thin Value) gegen schwächere Jacks (Jx), Achten (8x) oder kleine Paare holen. Der Gegner kann ein Ass getroffen haben, doch die starken Ax-Hände hätte er am Turn angespielt. Insgesamt hält er selten ein schwaches Ass, so dass wir hier langfristig Gewinn machen.

Kleine Asse: Baby Aces sind ideal für eine River Block Bet, um profitabel zu spielen, jedoch nicht zu viel Action zu generieren. Auch mittlere Asse, wie beispielsweise A9, sollten hier angespielt werden. Sollten wir nur checken und eine große Bet zu sehen bekommen, wird es schwer für uns zu callen.

Dominante Hände wie AJ: Dadurch, dass wir viele Kombinationen des Gegners blockieren, ist es unwahrscheinlich, dass dieser eine starke Hand hält und eine große Bet bezahlt. Somit werden wir öfter ausbezahlt und machen unter dem Strich mehr Gewinn.

Ein Bluff: Hände wie sollten angespielt werden, denn es gibt keine Chance, dass wir damit einen Showdown gewinnen. Zwar bekommt der Gegner gute Odds, doch wir riskieren nicht viel. Hält der Gegner einen Buben haben wir Pech. Doch oft genug wird er auch King-High, Queen-High oder schlechte Paare wegwerfen.

Es gibt zahlreiche Handkombinationen, bei der eine Block Bet sinnvoll ist. Dies bedeutet jedoch nicht, dass du mit jeder Hand nur ein Drittel des Pots setzen sollst. Eine Hand wie 88 blockiert beispielsweise keine Ax- oder Jx-Kombinationen beim Gegner. Setzte mehr, denn du wirst oft genug bezahlt.

Exploitative Block Betting

Es gibt Situationen, in denen wir auch noch aus anderen „ausbeuterischen" (exploitative) Gründen eine Block Bet spielen sollten:
  • Wir haben eine marginale Hand gegen einen sehr aggressiven Gegner, der mit hoher Wahrscheinlichkeit seinen Draw verpasst hat. Mit einer Block Bet können wir ein Bluff Raise einleiten.
  • Wir haben eine gute Hand und der Gegner ist zu vorsichtig. Wenn der Gegner beispielsweise auf einem kleinen Flop bezahlt und hohe Karten kommen, dann wird er in den meisten Fällen wegwerfen, wenn wir hoch anspielen. Eine kleine Bet wird er vielleicht zahlen.
  • Wir glauben, der Gegner hat einen falschen Read auf uns und glaubt, wir spielen nur mit starken Händen eine kleine Bet. Dies ist eine perfekte Gelegenheit, für einen billigen Bluff.

Fazit

Mach dir am River mehr Gedanken und spiele nicht ‚Auto Pilot'. Oftmals kannst du eine verloren geglaubte Hand noch gewinnen oder mit einer passablen Hand noch ein paar zusätzliche Chips holen.
 
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